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| Altlasten |
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| Das Ausmaß der Altlastenproblematik ist in Wien ähnlich
wie in vergleichbaren Städten Mitteleuropas. Quecksilber, Arsenrückstände, Mineralöle
und andere gefährliche Stoffe wurden von den vorhergehenden Generationen nicht als
Bedrohung erkannt und daher einfach in aufgelassenen Schotter- oder Ziegelgruben
entsorgt". Heute bedarf es großer Anstrengungen und des Einsatzes hoher
finanzieller Mittel, damit diese so genannten Altlasten die Umwelt nicht weiter belasten. |
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| Wien hat damit bereits Anfang der 80er-Jahre begonnen. Als
1989 schließlich das Altlastengesetz in Kraft trat, waren bereits acht Altlasten
gesichert bzw. saniert und wurden daher auch nicht in den offiziellen Altlastenatlas
aufgenommen. Dennoch gibt es derzeit 21 offiziell als Altlasten ausgewiesene Flächen,
wovon 13 in den letzten Jahren bereits gesichert bzw. saniert wurden. Bei 3 weiteren
laufen derzeit die Bauarbeiten, bei 4 sind sie in Planung. Inkludiert darin sind auch jene
Altlasten, bei denen Wien weder direkt noch indirekt Verursacher ist. Der Grund dafür:
Entweder konnte der Verursacher nicht mehr herangezogen werden oder es handelt sich dabei
um eine alte Kriegslast, die im Einvernehmen mit dem Bund, in dessen Zuständigkeit die
Sanierung fallen würde, übernommen wurde. |
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| Wesentlicher Wirtschaftsfaktor |
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| Wien, konkret die Wiener Bauwirtschaft, profitiert von der
Altlastensicherung bzw. -sanierung: Die Bautätigkeiten stellen einen wesentlichen
Wirtschaftsfaktor dar. Neben den unmittelbar auf den Baustellen Tätigen werden auch im
Bereich der Planung und der Zulieferindustrie Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. In
den ersten Jahren übernahm die Stadt Wien zu 100 % die Kosten für die Sicherung bzw.
Sanierung der Altlasten. Seit der Schaffung des Altlastensanierungsgesetzes im Jahre 1989
können für die notwendigen Maßnahmen Förderungen nach dem Altlastensanierungsgesetz
beansprucht werden (zwischen 50 und 95 %). Insgesamt wurden in den letzten zwanzig Jahren
rund 300 Mio. Euro in verschiedene Projekte investiert. |
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Absicherungsprojekte
Absicherung der Altlast Siebenhirten" |
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| Bei der Altlast Siebenhirten, dem ehemaligen
Betriebsstandort einer chemischen Industrie, machten Rückstände aus der
Schwefelsäureproduktion (170.000 Tonnen) die aufwändige Errichtung eines
Grundwassersammelkanals erforderlich. Die Bauarbeiten, die im Juli 2002 begonnen wurden,
sind vor kurzem fertig gestellt worden. Derzeit erfolgt der Probebetrieb der Anlage. Die
Maßnahmen wurden nach dem Altlastensanierungsgesetz mit 95 % vom Bund gefördert.
Gesamtprojektsumme: rund 12,3 Mio. Euro. Die gesamte Anlage wird vollautomatisch gesteuert
und in das bereits existierende Fernüberwachungssystem der MA 45 - Wasserbau eingebunden.
Die Fachabteilung übernimmt auch die Bauaufsicht und den Betrieb der Anlage. |
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| Absicherung der Altlast
Mobil-Breitenleer Straße" |
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| Bei der Altlast Mobil-Breitenau, einer ehemaligen
Raffinierie, war aufgrund von versickertem Mineralöl (7.000 Tonnen) durch Bombardements
im Zweiten Weltkrieg die Errichtung von sechs Reinigungsanlagen, einem Schönungsteich und
einer Sperrbrunnenanlage mit 17 Brunnen erforderlich. Die Bauarbeiten, die im August 2002
begonnen haben, wurden vor kurzem abgeschlossen. Derzeit erfolgt der Probebetrieb der
Anlage. Die Maßnahmen wurden nach dem Altlastensanierungsgesetz mit 95 % vom Bund
gefördert. Gesamtprojektsumme: rund 15 Mio. Euro. Die gesamte Anlage wird vollautomatisch
gesteuert und in das bereits existierende Fernüberwachungssystem der MA 45 - Wasserbau
eingebunden. Die Fachabteilung übernimmt auch die Bauaufsicht und den Betrieb der Anlage. |
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| Absicherung Petroleumhof" |
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| Mehr um eine Verdachtsfläche als um eine Altlast handelt
es sich beim Petroleumhof". Aufmerksam darauf wurde man im Zuge der
Verlängerung der U-Bahn-Linie U2, wofür eine großräumige Grundwasserabsenkung in dem
Gebiet notwendig war. Nachdem das Areal Petroleumhof" zur Verdachtsfläche
Frachtenbahnhof Praterstern" gehört, wo die festgestellten Kontaminationen bis
in das Grundwasser reichen könnten, wurde die Umschließung des Petroleumhofs"
veranlasst. Dazu erforderlich war die Errichtung einer Dichtwand von 8.500 Quadratmetern
mit Wasserhaltung, Grundwasseraufbereitung und Versickerung außerhalb des
Petroleumhofs". Die Anlage wird ebenfalls von der MA 45 - Wasserbau betrieben.
Gesamtprojektkosten: rund 1,3 Mio. Euro. Da es sich bei diesem Bereich derzeit
nur" um eine Verdachtsfläche handelt (ergänzende Untersuchungen nach dem
Altlastensanierungsgesetz zur Altlastausweisung sind beauftragt) wurden die Maßnahmen
ohne Inanspruchnahme von Förderungsmitteln ausgeführt. |
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| Absicherung Altlast
Zentraltanklager Lobau" |
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| Bei der Altlast Zentraltanklager Lobau" handelt
es sich um eine der flächenmäßig größten Altlasten Wiens. Durch Bombardements im
Zweiten Weltkrieg sind Boden und Wasser durch Mineralöle und Kohlenwasserstoffe
verunreinigt. Um eine Abströmung in die Untere Lobau, wo sich das Grundwasserwerk Lobau
befindet, zu verhindern, wurde eine Dichtwand von 145.000 Quadratmetern, 7 Sperrbrunnen
und ein Sperrelement errichtet. Die Bauarbeiten, die im Oktober 2002 begannen, sollen 3
Jahre dauern und werden in 4 Bauabschnitten durchgeführt. Derzeit sind der Bauteil 1, die
Errichtung der Dichtwand, und der Bauteil 2, die Errichtung der Brunnen, Rohrleitungen und
die Steuerungstechnik, in Ausführung. Der 3. Bauabschnitt, das so genannte Hafenelement,
wird im Herbst 2004 begonnen. Der 4. Bauabschnitt, die Renaturierung des Hausgrabens,
folgt im Jahre 2005. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf ca. 45 Mio. Euro. Die
Baukosten für die Altlastabsicherung werden zu 95 % durch den Bund nach dem
Altlastensanierungsgesetz gefördert. |
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| Parallel zu den beschriebenen baulichen Maßnahmen wurde
und wird die Erkundung von Verdachtsflächen an mehreren Standorten systematisch
weitergeführt. Auch die Projektierung der Absicherung weiterer Altlasten (z. B. Shell
Pilzgasse, Gaswerk Simmering, Gaswerk Leopoldau) wurde weitergeführt, sodass auch hier
mit der baulichen Realisierung dieser Anlagen begonnen werden kann. |
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aus |
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| Websercice der Stadt Wien |
| wien.at vereinigt umfangreiche Informationen und Dienste zu allen
Lebensbereichen der Stadt Wien sowie zahlreiche weitere Services |
| www.wien.gv.at |
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| Altlasten |
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