2 Tote, 18 verletzte Passanten und 3 schwer verletzte
Polizisten waren die schreckliche Folge eines Terroranschlages am Samstag, dem 29.8.1981,
gegen 11.30 Uhr, auf die Synagoge in Wien 1, Judengasse - Seitenstättengasse.
In dem Gotteshaus fand eine Feier statt, als zwei arabische
Attentäter Handgranaten zwischen die vor dem Haus versammelten Gläubigen warfen und mit
Maschinenpistolen wild in die Menge schossen.
Nachdem die Täter den vor Ort zur Sicherung eingesetzten
Polizeibeamten und zwei private Wachposten schwer verletzt hatten, konnte ein zufällig
anwesender Privatdetektiv einen der Attentäter durch einen Bauchschuß außer Gefecht
setzen. Dem verletzten Polizisten war es noch gelungen, polizeilichen Großalarm
auszulösen, sodaß kurz darauf der verwundete Attentäter in unmittelbarer Nähe des
Tatortes überwältigt und festgenommen sowie die Alarmfahndung nach dem flüchtenden
zweiten Terroristen eingeleitet werden konnte. Dieser blieb entschlossen, den
Terroranschlag fortzusetzen.
Er feuerte im Bereich des Bauernmarktes und der weiteren Fluchtstrecke
bis zum hohen Markt wahllos auf Passanten - zwei Unbeteiligte wurden dabei getötet - und
beschoß die ihn verfolgenden Polizeibeamten.
Auf einen der beteiligten Funkstreifenwagen schleuderte der
Täter eine Handgranate. In der Kramergasse schließlich gelang es zwei Beamten der
Patrouille "Anton 12", den Attentäter einzuholen.
Dem ersten Anhalteversuch entzog sich der Terrorist durch den Wurf
einer weiteren Handgranate. Trotz ihrer Splitterverletzungen gelang es den mutigen
Polizisten den flüchtenden Täter nur zwei Straßenzüge weiter in der Jasomirgottstraße
mit gezogenen Dienstpistolen zu stellen und festzunehmen.
Einer der Terroristen hatte bereits seit 1979 in Wien
gewohnt, der zweite war erst wenige Tage vor dem - offenbar von langer Hand und außerhalb
Österreich's - geplanten Anschlag in Wien eingetroffen; die beiden Attentäter hatten
einander vor dem Anschlag nicht einmal gekannt.