Flughafen Aspern
aus www.aeiou.at - Video Album
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Wien im internationalen Flugverkehr
Bundes-Film-Hauptstelle
Österreich, 1922
Landung eines Doppeldecker - Passagierflugzeugs in Wien-Aspern, 1922

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Etrich Tauben im Flug beim ersten Flugtag 1912
1912 wurde am 23. Juni der Flughafen Wien- Aspern mit einem internationalen Flugmeeting eröffnet – damals der größte und modernste Flughafen Europas. Zur Eröffnung kamen 50.000 Zuschauer und ebensoviele Zaungäste. Man zählte rund 6000 Automobile! Aspern war der Nabel der Fliegerei in Europa geworden. Flugfeldstraße, Pilotengasse und Fliegerweg erinnern an diese Zeit. Auch nach den Flugpionieren der damaligen Zeit wurden Gassen und Straßen benannt: Heinrich Bill, Ludwig Leidl, Adolf Warchalowski, Viktor Silberer, Karl Illner, Alexander Cassinone, Franz Wels.

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Das Luftschiff "Sachsen" zu Besuch in Wien Aspern - 1913
1914 - Das dritte Flugmeeting in Aspern endete mit der Katastrophennachricht von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajewo. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges war die erste Glanzzeit des Asperner Flughafens vorbei. Es erlosch jeglicher zivile Flugbetrieb und feldgraue Uniformen beherrschten das Bild. Nun diente der Flugplatz Aspern in erster Linie dem Militär zur Ausbildung der Piloten und zum Einfliegen der in der Eßlinger Flugzeugfabrik „Aviatik" gebauten Maschinen.
Das Flugfeld Aspern - © Deuticke Verlag
Das Flugfeld Aspern
1915 wurden die Hoheitszeichen rot-weiß-rot, durch das "Eiserne Kreuz" ersetzt. Aspern wurde ein wichtiges Zentrum der Flugausbildung, hier wurden die neuen Maschinen eingeflogen. Die Flugzeuge wurden in Essling - Schlachthamnerstraße in der Flugzeugfabrik Aviatik der Weiser A.G. am "Fließband" hergestellt. Allein der Chefpilot Fritz Wirbel hat in diesen Kriegsjahren ca 300 Aeroplane kontrolliert und eingeflogen. Auch dreimotorige(!) Maschinen waren dabei.
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"Einfliegerei" während des Ersten Weltkrieges
Die Kontrolle, das Einfliegen und die Übergabe an das Militär geschah am Flugfeld, wobei das Einfliegen der gefährlichste Teil war. Es gab fast jeden Monat ein bis zwei Tote durch Abstürze. Nach Kriegsende mussten auf Grund des Friedensdiktates von St. Germain alle Fluggeräte, Motoren, Anlagen und Produktionsstätten zerstört werden.

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Das Abfertigungsgebäude in den 20er-Jahren

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Das Vorfeld in den 1920er Jahren
Jeglicher Flugbetrieb - militärisch und auch privat - war der Republik Österreich untersagt. Dieses Verbot wurde von der Interalliierten Kontrollkommission strengstens überwacht. Es dürfte dabei nicht nur um die Entwaffnung des neuen Österreich gegangen sein, sondern auch um künftige wirtschaftliche Konkurrenz auszuschalten. So mussten z.B. vierzig neue Flugzeuge, die von der Tschechoslowakei gekauft und schon bezahlt waren, vernichtet werden. Schlagartig wurde es still am Flugfeld und auch in der Schlachthammerstraße.

1920 wurde der Flughafen Wien-Aspern für den internationalen Flugverkehr ausgebaut.
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Das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin" landete am 12. Juli 1931 in Wien-Aspern.
Beim Flugtag am 19. September 1937 zeigten zum ersten Mal Piloten des österreichischen Bundesheeres ihr Können. Bei all diesen Veranstaltungen am Flughafen wurde Aspern von Schaulustigen förmlich überschwemmt.

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Zum 10. Jahrestag der Gründung der OELAG, traf Ing. Deutelmoser den Bundespräsidenten, Herrn Miklas, vor der Junkers G31, "Österreich", dem damaligen Flaggschiff der Fluggesellschaft.
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März 1938 - Flugzeuge der Deutschen Luftwaffe mit teilweise
zivile Kennzeichen in Wien Aspern
Am 12. März 1938 landeten deutsche Soldaten in Aspern. Der Flughafen war dann bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Luftwaffenstützpunkt. Trotz der Nähe des Flugfeldes und der Raffinerie in der Lobau, Hauptziele der Bombenangriffe der Alliierten, blieb der Ortskern von Aspern weitgehend verschont. In den letzten Kriegstagen wurden die Lager, Werkstätten, Büros und Kasernengebäude zum „Plündern" freigegeben. Die Bevölkerung durfte wegschleppen, was sie nur konnte. Anschließend wurde nach dem Prinzip der „verbrannten Erde" alles gesprengt.
© Bild aus www.flughafen-aspern.at
Plan des Flugplatzes während des Krieges mit seiner seine größten Ausdehnung
Am 12. April 1945 wurde Aspern von den Russen besetzt. Die russische Kommandantur wurde im Apothekerhaus am Siegesplatz eingerichtet. Das Gemeindegasthaus (heute Volkshaus), die Volksschule, die Oberleuthner- und Doreggervilla dienten den Soldaten als Treffpunkte, und auch in vielen Privathäusern nahmen die russischen Soldaten Quartier. Das Leben normalisierte sich, wenn auch das Donnern der Triebwerke der am Flugplatz Aspern startenden und landenden MIG-15-Maschinen täglich den Ort erschütterte.
© Bild aus www.flughafen-aspern.at
Zerstörte Gebäude am Areal des Flughafen Aspern nach Abzug
der sowjetischen Truppen
1955 - Nach Abzug der Besatzungsmacht wurde der Flugplatz Aspern vom Österreichischen Aero Club übernommen. Flugsport, Pilotenausbildung, Fallschirmspringen und Segelflug wurde betrieben. Es wurden wieder Flugtage veranstaltet, und gelegentlich wurden die Rollbahnen dem Automobilsport „geborgt". Solche Flugplatzrennen waren immer ein Publikumsmagnet. Die immer dichter werdende Besiedelung, Grundstücksspekulationen und der Plan, die Erweiterung der Stadt im Osten zu forcieren, brachten dem Flughafen Aspern das Aus.

Am 30. April 1977 startete die letzte Maschine auf dem Flugfeld in Aspern. Zum Zeichen der Trauer über die Auflassung des Flughafens zog sie eine schwarze Fahne hinter sich her.
Bild: Florian Döpfl - www.flughafen-aspern.at
Das ehemalige Treibstoffdepot, aufgenommen im Spätsommer 2002
Fotograf: Florian Döpfl
Bild: ÖAMTC/CFV
"Christophorus 9" vor dem neuerbauten Hangar
Fotograf: ÖAMTC/CFV
1980 - wurde mit dem Bau des General-Motors-Werkes (heute: Opel Austria) auf einem Teil des Flughafengeländes begonnen. Seit Inbetriebnahme des Werkes Ende 1982 werden Motoren und Getriebe erzeugt. Das Werk hat rund 3000 Beschäftigte und arbeitet im Dreischichtbetrieb. Der Teil der Lande- und Startbahnen wurde noch für einen Verkehrsübungsplatz genützt.
Ausführliche Geschichte des Flugplatzes Wien-Aspern
mit vielen Bildern auf
   Ich bin heute (09.08.2004) zufällig auf Ihrer Seite www.wien-vienna.at gelandet und habe unter "Blickpunkte" die Auswahlmöglichkeit "Flughafen Aspern" gefunden. Es freut mich sehr, dass auch Sie mit Ihrem Webprojekt dazu beitragen, die Erinnerung an diese Geburtsstätte der österr. Luftfahrt wachzuhalten. Ich erlaube mir daher, Sie zu informieren, dass "Flughafen Aspern - Erinnerungen an eine vergangene Epoche der österr. Luftfahrt" seit dem 31. Juli 2004 in überarbeiteter und aktualisierter Form wieder unter www.flughafen-aspern.at erreichbar ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diese Information publizieren und/oder in Ihrem Kollegen-, Freundes- und Bekanntenkreis kommunizieren könnten. Für heute zeichne ich dankend mit einem herzlichen

Glück ab, gut Land!

Patrick Radosta
Chefredakteur www.flughafen-aspern.at
 
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