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| Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. |
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"Am 18. d.M. um ein Uhr ging der Kaiser von Österreich, Franz Joseph, auf der
Bastei in Wien spazieren, als sich ein ungarischer Schneidergeselle namens Lasslo
Libényi, füherer Husar aus Wien, plötzlich auf ihn stürzte und mit einem Dolch nach
ihm stach. Der Stoß wurde durch den Adjutanten Graf O'Donnell abgewehrt. Franz Joseph
wurde unterhalb des Hinterkopfes verwundet. Der 21 Jahre alte Ungar wurde durch einen
Säbelhieb des Adjutanten niedergestreckt und sofort festgenommen."
meldete der elektrische Telegraph aus Stuhlweißenburg <Székesfehérvár> |
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| 18. Februar 1853 |
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Auf einem Spaziergang wurde Kaiser Franz Joseph I.von dem fanatischen Ungarn Janos
Libényi, Schneidergeselle, füherer Husar aus Wien, mit einem Messer angegriffen
und es ist nur der Uniform Franz Josephs mit ihrem hohen Kragen zu verdanken, dass das
Attentat erfolglos blieb.
Der Stoß wurde durch den Adjutanten Graf O'Donnell abgewehrt.
Ebenso war der Fleischhauer Josef Ettenreich an der Verhinderund des Attentats beteiligt
und wurde dafür geadelt (Josef von Ettenreich).
Der Attentäter, der ungarische Schneidergehilfe Janos Libényi , wurde auf der
Simmeringer Haide hingerichtet.
Wenngleich Delikte und strafrechtliche Handlungen mit politischer Motivation im
Kriminalmuseum weitgehend unberücksichtigt bleiben, so kann doch am mörderischen
Überfall auf den jungen Kaiser Franz Josef nicht vorübergegangen werden. Ist doch die
Errichtung der Votivkirche zum Gedächtnis an die Rettung des Kaisers, aber auch die
Verurteilung und Hinrichtung des Täters zu einem Teil der Wiener Stadtgeschichte
geworden, die sich mit der Kriminalgeschichte im Einklang befindet. Neben einer
lebensgroßen Nachstellung des Attentates zählt zu den wohl eindrucksvollsten Exponaten
eines Raumes im Kriminalmuseum die Schatulle mit einem Handschuh aus dem Besitz des
kaiserlichen
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Adjutanten Maximilian Graf O¹Donell, befleckt mit dem Blut des Kaisers. Auch eine
Kartusche des Grafen, die er bei der Rettung des Kaisers trug, befindet sich unter den
Exponaten. Verschiedene Darstellungen des Tatwerkzeuges - eines Messers - illustrieren die
noch in den Kinderschuhen steckende kriminalistische Darstellung von Beweisgegenständen. |
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Neben einer ungarischen Verschwörungstheorie zum Sturz
der österreichischen Herrschaft wurde inoffiziell auch Eifersucht
als Motiv vermutet. Und zwar dadurch, dass Kaiser Franz Joseph I.
- nach dem gängigen Muster des Hochadels - mit einer Bürgerlichen
anzubandeln versucht hatte. Das konnte deren Liebhaber nicht gefallen.
Johann Libenyi packte die Wut. Er lauerte dem »Rivalen« auf und attackierte
ihn.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider
verwaht
es g'schicht ihm schon recht, warum sticht er so schlecht.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht
mit der Nadel samt dem Öhr, samt dem Zwirn und der Scher'.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht
allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr
Und Leut'ln hurcht's auf, der Wind hört schon auf,
gang er allerweil so furt, wa ka Schneider mehr durt
Spottlied auf den Schneider Johann Libenyi, der anno
1853 ein Messerattentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph verübte,
das aber misslang, wofür er sein Leben am Galgen beenden musste. Aus
Dankbarkeit für das Misslingen des Attentats wurde die Votivkirche
errichtet. |
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