Wiener Donaubrücken
Die Donauinsel
Übersichtskarte
Nordbrücke
Die Nordbrücke gehört mit einer Verkehrsfrequenz von etwa 100.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am meisten belasteten Brücken Mitteleuropas. Die 1964 fertig gestellte Brücke wurde 1995-97 von Grund auf instandgesetzt

Gesamtlänge: 935 Meter.
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Geschichte

1870-72
Errichtung der Nordwestbahnbrücke für den eingleisigen Bahnbetrieb im Zuge der Donauregulierung an der Stelle der heutigen Nordbrücke.
1907-09
Erweiterung für eine zweigleisige Streckenführung.
1945
Teilweise Zerstörung der Brücke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie behelfsmäßig als eingleisige Strecke wieder aufgebaut.
1962-64
Umbau zur Straßenbrücke, Eröffnung 19. Dezember 1964.
Floridsdorfer Brücke
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Oben: Floridsdorfer Brücke Neue Donau
Unten: Floridsdorfer Brücke Donau
Bilder © Citype 2005
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Die Floridsdorfer Brücke verfügt über zweispurige Fahrbahnen in jeder Richtung. Stromabwärts schließen sich seitlich der Gleiskörper für die Straßenbahn und ein fünf Meter breiter Geh- und Radweg an. Im Bereich der Strombrücke beträgt die Gesamtbreite 31,40 Meter, im Bereich der Flutbrücke 37,40 Meter. Die Floridsdorfer Brücke wurde in der Folge des Einsturzes der Reichsbrücke einer eingehenden Brückenüberprüfung unterzogen. Dabei wurde ein Schaden am rechten Strompfeiler festgestellt, sodass die Brücke am 23. Dezember 1976 für den gesamten Verkehr gesperrt werden musste. Das führte vor allem deshalb zu großen Problemen, weil durch den Einsturz der Reichsbrücke die Verbindung zum linksseitigen Donauufer trotz des Baues von Notbrücken stark behindert war. Die Floridsdorfer Brücke wurde so weit saniert, dass sie im April 1977 für Straßenbahn, Einsatzfahrzeuge bis 16 Tonnen Gesamtgewicht, Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden konnte. Noch im selben Monat erfolgte der Spatenstich für den Neubau unmittelbar stromauf der alten Brücke. Die neue Floridsdorfer Brücke wurde bereits am 3. Oktober 1978 eröffnet.

Geschichte

1872-1874
Bau der "Kaiser-Franz-Joseph-Brücke" während der Arbeiten an der Donauregulierung.
1904
Nach der Eingemeindung Floridsdorfs genügte die alte Brücke den Verkehrsbedürfnissen nicht mehr.
1913
Grundsteinlegung für den Bau einer neuen Brücke. Der erste Weltkrieg verzögerte die Fertigstellung.
1923
Aufnahme eines Teilbetriebes.
1924
Eröffnung des nun "Floridsdorfer Brücke" genannten Neubaus.
1945
In der Nacht vom 13. zum 14. April wurde die Floridsdorfer Brücke durch die zurückweichende deutsche Armee gesprengt. Die Brücke wurde zunächst durch einen hölzernen Fußgängersteg ersetzt.
1946
(19. Mai) Verkehrsfreigabe der wiederhergestellten Brücke.
Nordbahnbrücke
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Brigittenauer Brücke
Die Brigittenauer Brücke bildet eine Spange zwischen dem Handelskai und der A 22 - Donauuferautobahn. Geh- und Radwege sorgen für einen idealen Zugang zu Donauinsel, Neuer Donau und Donaupark. Baubeginn für die Brigittenauer Brücke war im März 1980. Die exakte Abstimmung des Baues
  mit den Arbeiten zur Errichtung der Donauinsel ermöglichte eine wesentliche Kostenersparnis. Der Brückenteil, der heute über der Donauinsel und der Neuen Donau liegt, wurde noch auf den Wiesen des Inundationsgebietes errichtet. Das Flussbett für die Neue Donau wurde erst gegraben, als dieser Brückenteil fertig war. Die Strombrücke über die Donau wurde im freien Vorbau errichtet. Die Notwendigkeit, einen Pfeiler in der Schifffahrtsrinne zu errichten, machte die Arbeiten wegen der starken Strömung schwierig. Für die Herstellung der Tiefgründung des rechten Strompfeilers errichtete man eine provisorische Brücke, über die die Bauversorgung erfolgte. Die Fahrbahn der Strom- und Flutbrücke wurde aus einzelnen Stahltafeln zusammengesetzt und vollständig verschweißt. Für die notwendige Tragfähigkeit sorgen an der Unterseite dieser Stahlplatten angeordnete trapezförmige Hohlrippen in Längsrichtung sowie Querträger. Die Eröffnung der Brigittenauer Brücke fand am 25. Oktober 1982 statt.
Reichsbrücke
Am Sonntag, den 1. August 1976, stürzte die Reichsbrücke knapp vor fünf Uhr früh ein (Bild oben rechts). Dabei kam ein Autolenker ums Leben. Zur Untersuchung der Katastrophe wurde eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt. Sie kam zu der Auffassung, dass die Ursache des Einsturzes im ungünstigen Zusammenwirken einer Reihe von Faktoren zu suchen war, die jeder für sich allein ungefährlich gewesen wären. Dazu gehörten vor allem die Wahl eines Auflagerostes aus Blechträgern auf einem unbewehrten Betonsockel, die Wirkung des "Kriechens" und "Schwindens"
des Betons sowie der ungünstige Zusammenfall von Witterungs-, Strömungs- und Temperatureinflüssen. So rasch als möglich wurden provisorische Ersatzbrücken errichtet. Bereits am 16. Oktober 1976 erfolgte die Fertigstellung einer Ersatzbrücke für die Straßenbahn, am 21. Dezember 1976 die Verkehrsfreigabe einer zweispurigen Ersatzbrücke für den Autoverkehr. Für den Neubau der Reichsbrücke wurde im Dezember 1976 ein einstufiger, internationaler Projektwettbewerb ausgeschrieben. Ende Juni 1977 fiel die Entscheidung zu Gunsten des Projektes "Johann Nestroy" (Popper/Kotz), das eine zweigeschoßige Spannbetonbrücke vorsah. Baubeginn war im Jänner 1978. Am 8. November 1980 wurde die neue Reichsbrücke für den Autoverkehr freigegeben. Die U-Bahn-Linie U1, die auch eine Station über der Donauinsel besitzt, fährt seit 3. September 1982 über die Reichsbrücke. Die Reichsbrücke dient als Doppelstockbrücke in zwei Ebenen sowohl dem Auto- als auch dem U-Bahn-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr: Das Brückendeck als obere Verkehrsebene nimmt sechs Fahrspuren für den Autoverkehr auf. In zwei darunter liegenden Hohlkästen befinden sich die Gleise für die U-Bahn. Die Geh- und Radwege sind ebenfalls unterhalb der Fahrbahn angeordnet. Die Unterbringung der Versorgungsleitungen erfolgte zwischen den beiden U-Bahn-Hohlkästen. Die Gesamtlänge der Reichsbrücke beträgt 864,50 Meter, die maximale Spannweite 169,6 Meter.


Geschichte

1872-1876
Errichtung der "Kronprinz-Rudolph-Brücke" noch vor der Durchleitung der regulierten Donau auf trockenem Grund, im Bereich der Donau durchlaufendes eisernes Gittertragwerk, im Bereich des Überschwemmungsgebietes Folge von Gewölbebrücken, Eröffnung 21. August 1876.
1919
Umbenennung in "Reichsbrücke".
1934-1937
Errichtung einer Kettenbrücke an der Stelle der alten Reichsbrücke. Dazu wurden die Pfeiler stromabwärts verlängert und das alte Tragwerk um 26 Meter verschoben, um die neue Brücke in der Achse der alten bauen zu können, ohne den Verkehr über die Donau auf längere Zeit unterbinden zu müssen. Die neue Brücke besaß je zwei Fahrspuren für Autos, zwei Richtungsgleise für die Straßenbahn und Gehwege an beiden Seiten. Die Flutbrücke über das Überschwemmungsgebiet blieb erhalten und wurde nur verbreitert. Eröffnung 10. Oktober 1937.
1945
Die Reichsbrücke erlitt während des Zweiten Weltkrieges als einzige Donaubrücke nur kleinere Schäden. Nach Kriegsende hieß sie vorübergehend "Brücke der Roten Armee".
1948-1952
Generalsanierung der Brücke.
Praterbrücke
Die Praterbrücke wurde 1967-1970 als Teilstück der A 23 - Südost-Tangente mit zwei mal drei Fahrstreifen mit einem Stahltragwerk über die Donau und Spannbetontragwerken über den Handelskai sowie das damalige Überschwemmungsgebiet (heute Donauinsel und Neue Donau) errichtet. Im November 1969 kam es zu einem Brückenknick an zwei Stellen. Zur Sanierung wurden geschweißte Träger, die beide Knickstellen überbrückten, eingebaut. So konnte die Sicherheit wieder voll gewährleistet werden. Am 22. Dezember 1970 wurde die Praterbrücke für den Verkehr geöffnet. Die Verkehrsfreigabe umfasste neben der neuen Donaubrücke auch eine 720 Meter lange Hochstraße durch den Prater als Teilstück der Südost-Tangente. Im Zuge des Umbaus der Praterbrücke kam es zu einer Verlegung der ursprünglich neben der Fahrbahn angeordneten Wege. Im Bereich der Strombrücke wurden Stahlstege vom auskragenden Teil des Brückendecks abgehängt und im Bereich Wehlistraße gesonderte Tragwerke neben der bestehenden Brücke angeordnet. Der stromab montierte Weg ist den Fußgängern, der stromaufwärts liegende den Radfahrern vorbehalten. Wendelanlagen, Rampen (teilweise in Rampentürmen) sowie Stiegen ermöglichen den problemlosen Auf- oder Abstieg auf beiden Seiten der Donau. Der letzte Teil des neuen Steges, der die Neue Donau übersetzt und zum Hubertusdamm-Radweg führt, wurde im März 1999 zur Benützung freigegeben. Die von Stahlseilen gehaltene leichte Stahlkonstruktion ist zwischen den Strompfeilern unter der Brückenmitte angebracht.
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