| Burgtheater |
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| Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem
Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung
an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches
Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der
deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien.Seit 1794 trägt das Theater den Namen
"K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter
Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der
Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger
Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit
seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an
die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine
einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo
von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste
Konstante des Theaters. |
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| Zuschauerraum des Burgtheaters.
Kolorierter Stich um 1800 |
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| Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am
14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von
Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster
elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen -
wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt
wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das
Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite
ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater"
unversehrt erhalten. Im September 1922 konnte das Akademietheater in der Lisztstraße als
zusätzliche Spielstätte gewonnen werden; auf dem Spielplan, der bisher von der Klassik
dominiert wurde, hielten nun auch österreichische und internationale Autoren der
Gegenwart Einzug. 1938 machten die politischen Veränderungen auch vor dem Theater nicht
halt. Die Direktion wurde ausgetauscht, immer mehr Künstler mußten emigrieren. Während
der letzten Kriegstage wurde das Haus am Ring durch Bombeneinschläge und einen
ungeklärten Brand stark beschädigt. Das Ensemble, unter der Leitung des beliebten
Schauspielers Raoul Aslan, fand für zehn Jahre eine Ersatzheimat im "Etablissement
Ronacher". |
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| 1955 kehrte man in das in alter äußerer Form wiederaufgebaute, aber
technisch erneuerte Haus am Ring zurück. Die Direktoren Josef Gielen, Adolf Rott und
Ernst Haeussermann versuchten, das berühmte Schauspieler-Ensemble weiter aufzubauen und
anerkannte Regisseure zu gewinnen. Nach Paul Hoffmann (1968-1971) leitete der Regisseur
Gerhard Klingenberg das Theater und holte Regisseure wie Giorgio Strehler und Jean-Louis
Barrault an die Burg. Ihm folgte das Ensemblemitglied Achim Benning, der seine Arbeit
erfolgreich fortsetzte und im Besonderen die Öffnung zum deutschen Regietheater betrieb
(Dieter Dorn, Hans Neuenfels, Peter Palitzsch u.v.a.). |
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| Von 1986 bis 1999 leitete Claus Peymann
als Regisseur und Direktor das Burgtheater. Mit zahlreichen
Uraufführungen von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke,
Peter Turrini und George Tabori konnte er
den Ruf des Theaters als eine der großen Sprechbühnen Europas festigen.
Von
1999 bis 2009 hatte Klaus Bachler die Leitung des Burgtheaters inne und führte das Theater als
eigenständige GesmbH. International anerkannte Künstler wie Andrea Breth, Luc Bondy,
Declan Donellan, Klaus Michael Grüber, Silviu Purcarete und Peter Zadek, sowie junge,
erfolgreiche Regisseure einer neuen Generation der deutschsprachigen Theaterszene wie
Andreas Kriegenburg, Sven-Eric Bechtolf, Martin Kuej und Karin Beier begleiteten ihn
auf den Weg ins neue Theaterjahrtausend. 2009 übernahm Matthias Hartmann die Leitung. |
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Burgtheater |
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| A 1010 Wien, Dr. Karl Lueger
Ring 2 |
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+43-(0)1- 51444-4145 (Kartenbüro) |
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