Carnuntum - Römische Geschichte erleben
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Carnuntum: Flug über Heidentor und römische Amphitheater
Carnuntum - © Citype, Gaube
Carnuntum war in den ersten vier Jahrhunderten nach dem Beginn unserer Zeitrechnung die Hauptstadt des mit Rom verbündeten Königreiches Noricum und später die Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien; sie lag im Gebiet des heutigen Ortes Petronell, etwa 50 km östlich von Wien, direkt am Südufer der Donau. Sie war ein reiches, blühendes Handels- und Handwerkszentrum an der Kreuzung der Bernstein-Handelsstraße vom Norden nach Süden und dem natürlichen West-Ost-Verkehrsweg der Donau; es gab einen Donauhafen, öffentliche Thermenanlagen und ein Amphitheater für 13.000 Besucher.
Carnuntum - © Citype, Gaube
Carnuntum - © Citype, Gaube
An dem strategisch hervorragenden Platz befand sich aber auch die stärkste römische Grenzstation des mittleren Donaugebietes: das befestigte Dauerlager einer römischen Doppel-Legion mit allen Versorgungseinrichtungen, das getrennte Lager der fremdländischen Hilfstruppen - 600 Mann Reiterei - (das Auxiliarlager) und ein Militär-Amphitheater für 8000 Personen (Amphitheater I). Hier befand sich auch das Planungsszentrum zur Eroberung Germaniens und vier römische Kaiser hatten hier zeitweise ihre Residenz.

Carnuntum - © Citype, Gaube

Mit dem Zerfall des römischen Weltreiches etwa um 400 n. Chr. endet die Geschichte Carnuntums: Germanien wurde nicht erobert; vom Norden über die Donau gekommene Quadenstämme zerstörten die Stadt. Von den Bewohnern verlassen verödete sie und wurde nicht mehr aufgebaut.
Carnuntum 2009 - © Citype, Gaube
Militärischer Bereich
Römerfest Carnuntum 2009 - © Citype, Gaube
Römerfest Carnuntum 2009 - © Citype, Gaube
Römerfest Carnuntum 2009
Zw. Petronell und Bad Deutsch-Altenburg befindet sich das Legionslager, ein unregelmäßiges Vieleck mit einer Länge von 490 m und einer Breite zw. 334 und 391 m, die Front zur Donau ist vom Fluss weggerissen worden. Westlich davon liegt ein kleineres Hilfstruppenlager. Die Lagervorstadt (canabae legionis) hatte ein eig. Forum, eine Thermenanlage und ein Amphitheater für 8000 Personen; auch ein Tempelbezirk für oriental. Gottheiten wurde ausgegraben.
Römerfest Carnuntum 2009 - © Citype, Gaube
Römerfest Carnuntum 2009 - © Citype, GaubeRömerfest Carnuntum 2009 - © Citype, Gaube
Römerfest Carnuntum 2009
Ziviler Bereich
© Michael Klein - 7reasons - www.limes.co.at
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Carnuntum - Amphitheater
Frühe Anlage - massiver Holzbau auf Steinfundamente
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Die sog. Palastruine ist eine große Thermenanlage. Um 300 wurde sie als Repräsentationsbau adaptiert. Das Amphitheater in der Nähe des Heidentors fasste etwa 13.000 Personen. Ob die Einbauten im Südtor eine frühchristl. Kirche mit Baptisterium sind, erscheint zweifelhaft. 2 gemauerte, begehbare röm. Wasserleitungen führen noch heute Wasser. Auf der Kuppe des Pfaffenbergs befanden sich ein Tempelbezirk für den röm. Staatskult, Denkmäler für den Kaiserkult (Hadrian und Mark Aurel) und ein Kulttheater sowie zahlr. Altäre und Weiheinschriften.
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Carnuntum - Gräberstrasse - Ansicht
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Spaziergang durch die
Wiener Altstadt aus
archäologischer Sicht
Ein Führer durch die römische Vergangenheit Wiens.
Inkl. 3D Animationen auf Multimedia CD
(Auszüge aus der DVD Vindobona I)
Seit der Altsteinzeit (Paläolithikum) wird der Wiener Raum von Menschen genutzt. Zahlreiche Spuren hinterließen die Römer in Wien: Legionslager, Lagersiedlung, Zivilstadt, Gutshöfe und die Wasserleitungen.
Die Broschüre "Spaziergang durch die Wiener Altstadt aus archäologischer Sicht" führt Sie zu folgenden Stationen in der Wiener Altstadt:
Michaelerplatz - Kohlmarkt/Naglergasse - Naglergasse/Heidenschuss
Am Hof - Judenplatz - Wipplingerstrasse/Hohe Brücke - Renngasse 9 - Freyung

Texte, Pläne und 3D Rekonstruktionen geben einen Einblick in die römische Vergangenheit der jeweiligen Plätze.
CARNUNTUM
Vom Legionslager zur Donaumetropole
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Carnuntum - Übersicht
claudische Zeit - Blick in Richtung Süd/Westen
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Die virtuelle Dokumentation über die Römer in Carnuntum ist Ergebnis einer umfangreichen Kooperation mit der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Landes Niederösterreich, dem Institut für Antike Kulturgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Archäologischen Park Carnuntum und der Abteilung Vermessung und Geoinformation des Landes Niederösterreich.
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Carnuntum - Übersicht - Winter
claudische Zeit - Blick in Richtung Süd/Osten
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Die DVD führt genau 2000 Jahre, ins Jahr 6 n. Chr. zurück, als der römische Feldherr Tiberius im Zug einer groß angelegten Militäroffensive gegen die nördlich der Donau siedelnden Germanen ein Winterlager im Raum Carnuntum errichten ließ. Ausgehend vom Legionslager wird die Siedlungsentwicklung bis ins flavische Zeitalter zu Beginn des 2. Jhds. n. Chr. dokumentiert.
Neben einer Übersicht der antiken Geländesituation werden maßstabsgetreue virtuelle Nachbauten damaliger Anlagen, wie etwa des ehemaligen Stabsgebäudes principia, prätorium, Sitz des Kommandanten, der Mannschaftsunterkünfte, conturbenien, der Gräberstraße und des alten, ca. 6000 Personen fassende Amphitheaters als Idealrekonstruktion gezeigt.
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Römer / Carnuntum
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