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| Die Wiener Bezirke |
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Diem, Peter - Göbl Michael - Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen
Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638 |
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| Aus dem Inhalt: |
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Karl Kraus
(1874 - 1936) |
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Auf der Wieden, wie die Wiener sagen, wohnten und
wohnen viele prominente Vertreter von Kunst und Kultur. Außer dem oben erwähnten
Wolfgang Amadeus Mozart wohnte ein weiterer Opernkomponist, Christoph Willibald Gluck, im
Bezirk. Der 1714 in der Oberpfalz geborene Musiker lebte und starb (1787) im Haus Wiedner
Hauptstraße 32. Franz Schubert (geboren 1797) starb 1828 in dem im selben Jahr erbauten
Haus Kettenbrückengasse 6 als Untermieter bei seinem Bruder. Das Haus ist als
Gedenkstätte eingerichtet. Johann Strauß (Sohn) erbaute in der heutigen Johann
Strauß-Gasse 1876-78 ein zweistöckiges Palais. Im Garten stand ein Brunnen mit
Donauweibchen-Figur. Berühmt waren die Johann-Strauß-Abende im Musiksalon des Hauses.
Das Johann-Strauß-Theater war die erste und einzige Bühne Wiens, die als
Operettentheater errichtet wurde (1908). Das Haus am Anfang der Favoritenstraße wurde
1931 in ein Kino umgestaltet und erhielt den Namen Scala. Nach dem Zweiten
Weltkrieg diente die Scala der sowjetischen Besatzungsmacht als Theater. 1960 wurde das
Gebäude abgerissen. Der Komponist Johannes Brahms (geboren 1833) lebte von 1872 bis zu
seinem Tod im Jahre 1897 in der Karlsgasse 4. Das Brahmsdenkmal auf dem Karlsplatz und der
Brahmsplatz erinnern an sein Wirken.
Von 1912 bis zu seinem Tod 1936 wohnte Karl Kraus (geboren 1874) in dem großen
Straßenpalais Lothringer Straße 6. Eine Gedenktafel erinnert an den scharfzüngigen
Dichter und Kritiker. Weitere Gedenkstätten sind das Wohnhaus Hans Makarts (1840-1884)
und das Atelier Anton Dominik von Fernkorns (1813-1878) im Hinterhof des alten
Elektrotechnischen Instituts in der Gusshausstrasse (so genannt nach einer dort früher
bestehenden Kanonengießerei und dem späteren Atelier Fernkorns). Die berühmtesten
Vertreter aus dem Bereich der Politik sind Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910) und
Bruno Kreisky (1911-1990). Karl Lueger wurde als Sohn eines Aufsehers am Polytechnischen
Institut geboren und wuchs auf der Wieden auf. Bruno Kreisky verbrachte seine Jugend in
der Rainergasse und begann sich fünfzehnjährig im Heim der Sozialistischen
Arbeiterjugend, Wiedner Hauptstraße 60b, politisch zu engagieren. |
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| Auszugsweise Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des
Deuticke Verlages. |
| erhältlich im Buchhandel |
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| Auszugsweise Veröffentlichung mit freundlicher
Genehmigung des Deuticke Verlages und der Autoren in Zusammenarbeit mit Wien-Vienna. |
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