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| Die Deutschmeister |
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| Hoch- und Deutschmeister
- Burgmusik |
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| Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment
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| Das Deutschmeister-Denkmal war das erste Wiener Monument, das nicht einen
Feldherrn pries, sondern zur Ehrung der einfachen Soldaten errichtet wurde, genauer gesagt
jener des k. u. k. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4, so die
offizielle Bezeichnung des Wiener Hausregiments. 1896, also zweihundert Jahre nach der
Gründung dieses Regiments, wurden die Wiener aufgerufen, für ein
Denkmal zu spenden. Als Ansporn legte man auch gleich den Grundstein. Am
29. September 1906 wurde das Monument schließlich enthüllt. Auf dem
hohen Sockel steht der „Deutschmeister-Fahnenträger“ mit gezogenem
Säbel, |
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| an seiner Seite unten die berührende Darstellung des treuen
Kameraden und des Grenadiers von Landshut. Die Figur der
Vindobona vorne in der Mitte symbolisiert die Verbundenheit des Regiments mit
Wien. Am Sockel befinden sich weiters Reliefs mit Kampfszenen aus den siegreichen
Schlachten von Zenta gegen die Türken (1697) und von Kolin im
Siebenjährigen Krieg gegen die Preußen (1757) |
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Bild: Wiener Hausregiment,
Deutschmeisterplatz (Thomas Apolt) |
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| Anton Weber sorgte für die architektonische Gestaltung, die Figuren
stammen vom Wiener Bildhauer Johannes Benk, der auch zahlreiche Skulpturen für die
Votivkirche, für die Hofburg und für das Wiener Rathaus schuf. Das
Deutschmeister-Denkmal ist nicht der einzige Versuch, die Erinnerung an dieses Regiment
aufrechtzuerhalten. Die Deutschmeister-Musikkapelle mit ihren historischen Uniformen hält
die Tradition des Regiments noch heute hoch. Auch die zahlreichen Deutschmeister-Märsche
bewahren die Erinnerung. Der älteste Teutschmeistermarsch stammt aus dem Jahr
1690. Er musste immer dann gespielt werden, wenn das Wiener Hausregiment in Paraden am
Kaiser vorbeizog. 1809 schrieb Ludwig van Beethoven einen Deutschmeister-Marsch, der
später allerdings der böhmischen Landwehr gewidmet wurde. Wie so oft setzte sich eine
inoffizielle Hymne durch. Der von Wilhelm August Jurek als
Gelegenheitskomposition geschaffene Marsch Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment
wurde niemals offiziell als Parademarsch genehmigt. Er erklang am 19.3.1893
zum ersten Mal im Kasino Ober St. Veit und ist der populärste dieser Märsche. |
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| auszugsweise aus |
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| Matthias Settele; Wiener Denkmäler |
Wiener Stadtgeschichten
vom Walzerkönig bis zur Spinnerin am Kreuz
Fotos von Thomas Apolt
Band 1011 -
Perlen-Reihe
Franz Deuticke Verlagsges.m.b.H. - Wien |
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mit freundlicher Genehmigung |
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K.u.k. Infanterie-Regiment
Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 |
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Das als kaiserliches Regiment Teutschmeister zu
Fuß 1696 gegründete spätere K.u.k.
Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr.
4 (offizielle Bezeichnung:
Niederösterreichisches Infanterie Regiment
"Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4;
umgangssprachlich kurz: Hoch- und
Deutschmeister) war ein sogenanntes „deutsches“
Infanterie-Regiment der
kaiserlich-habsburgischen und später der k.u.k.
Armee. |
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| Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr.4 |
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Das Regiment wurde 1696 durch einen Vertrag
Kaiser Leopolds I. mit dem Hochmeister des
Deutschen Ordens, Franz Ludwig von
Pfalz-Neuburg, aufgestellt und hieß zuerst „Pfalz-Neuburg-Teutschmeister“,
wurde aber bald nur noch „Teutschmeister“
genannt. Das Regiment wurde in Franken geworben
und sammelte sich in Donauwörth, um am 3. Juni
1696 in den kaiserlichen Dienst übernommen zu
werden. Das Regiment nahm am Großen Türkenkrieg
teil und war die meiste Zeit in Siebenbürgen
eingesetzt. Am 11. September 1697 schlug das
Teutschmeister-Regiment bei Zenta seine erste
große Schlacht. Das Regiment zeichnete sich
dabei so aus, dass der Kaiser auf den Bericht
des Prinzen Eugen ein Dank- und
Anerkennungsschreiben an den damaligen
Kommandeur des Regiments, Damian Hugo Freiherr
von Viermund zu Neersen, erließ. Im
Siebenjährigen Krieg nahm das Regiment an der
Schlacht bei Kolin teil, worauf sich auch sein
Traditionstag, der 18. Juni 1757, zurückführt.
Nach diesem Krieg wurden dem Regiment die Gegend
des Wienerwaldes und die Wiener Vorstädte zur
Werbung zugewiesen, worauf hin es sich zum
Wiener Hausregiment entwickelte.
Bei Einführung der Stammnummern für
Infanterieregimenter 1769 erhielt das Regiment
die Nr. 4. Inhaber des Regiments war der
jeweilige Ordenshochmeister, dessen Amt von 1530
bis 1929 umgangssprachlich „Hoch- und
Deutschmeister“ genannt wurde, so dass 1814 der
Regimentsname offiziell in „Hoch- und
Deutschmeister“ geändert wurde. Nach Verlust der
Souveränität des Ordens 1806 war Inhaber bis
1918 stets ein Habsburger Erzherzog.
Im Jahre 1914 gehörte das Regiment zur 25.
Infanterie Truppendivision im II. Armeekorps. Es
war zum größten Teil in Wien stationiert, jedoch
lag ein Bataillon in Wöllersdorf und ein
weiteres in Konjic. Das Regiment setzte sich zu
diesem Zeitpunkt zu 95% aus deutschsprachigen
und zu 5% aus andersprachigen Angehörigen
zusammen.
Im Jahre 1915 verloren alle Regimenter ihre
Zusatz- und Ehrennamen und wurden nur noch nach
ihrer Stammnummer benannt. Von da an hieß das
Regiment -zumindest offiziell- nur noch
Infanterie-Regiment Nr. 4. |
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Verbandstradition nach 1918 |
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Spätere Truppenteile erhielten aus
Traditionsgründen ebenfalls den Ehrennamen
„Hoch- und Deutschmeister“. Im Bundesheer der
ersten österreichischen Republik erhielt das
Infanterieregiment 4 den Traditionsnamen „Hoch-
und Deutschmeister“. Während des Zweiten
Weltkrieges trug die 44.
Reichs-Grenadier-Division Hoch- und
Deutschmeister diesen Beinamen, wobei das 3.
Bataillon des Grenadier-Regiments Nr. 134 als
einer der wenigen Verbände der Deutschen
Wehrmacht eine gesonderte Fahne führte. Sie war
der Truppenfahne der ehemaligen k.u.k. Armee
nachgebildet. Die militärischen Traditionsträger
im österreichischen Bundesheeres der heutigen
Republik waren zunächst das
Landwehrstammregiment 21 (dann als Jägerregiment
2 der 2. Jägerbrigade) und anschließend bis zu
seiner Auflösung im Sommer 2006 das
Jägerregiment WIEN. Derzeit wird die Tradition
vom Miliz-Jägerbataillon 4 (jetzt Jägerbataillon
Wien 1) fortgesetzt. |
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Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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| Deutschmeister-Regimentsmarsch |
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| Wilhelm August Jurek (1870 - 1934) schrieb 1893 den
Deutschmeister-Regimentsmarsch für das Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4,
das zugleich das Wiener Hausregiment war. Hatte bis 1866 jedes Regiment seine eigene
Musikkapelle, so war ab diesem Zeitpunkt die Infanterie die alleinige Trägerin der
österreichischen Militärmusik. Neben den Paraden und anderen militärischen Ereignissen
gestaltete die Militärmusik auch das öffentliche Konzertleben, vor allem durch
Platzkonzerte in Parkanlagen, die für jedermann zugänglich waren, mit. |
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aus |
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Politik und Wirtschaft Österreichs |
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Burgmusik in Wien
Wiederbelebung einer alten Tradition |
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| Diese Veranstaltung hat als Wachablöse
eine lange Tradition, die seit dem Ende der Monarchie in Vergessenheit
geraten ist. Seit einigen Jahren gibt es den musikalischen Teil dieser
Zeremonie wieder und hat sich zu einem Anziehungspunkt für Besucher der
Stadt Wien entwickelt. |
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| Jeden Samstag - von Ende April bis Mitte
Oktober - marschieren die Hoch- und Deutschmeister kurz vor 11 Uhr vom Michaelerplatz den Kohlmarkt auf und ab und ziehen dann in den Burghof
ein. Dort spielen Sie ein Platzkonzert in der traditionellen
Kreisaufstellung, selbstverständlich bei freiem Eintritt. Kurz vor 12
Uhr marschieren Sie wieder zurück zum Michaelerplatz. |
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| Text auszugsweise aus |
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