Die Donau
© Citype - 2005 - Erhard Gaube
Zahlen / Daten / Fakten
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Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas:
Gesamtlänge: 2.850 km

Einzugsgebiet
Gesamt: 817 000 km2
bis Hainburger Pforte: 131.000 km2
In Österreich
Länge: rund 350 km
Gefälle: rund 40 cm pro km
Gesamtgefälle: 155 m
Pegelschwankungen: bis zu 8 m
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Wichtigste Zubringer:
Inn/Passau - Donau/Passau - Traun - Enns - Ybbs
Wasserführung:
600 - 900 m3/sec. bei Niederwasser
1.500 - 1.900 m3/sec. bei Mittelwasser
8.500 - 11.000 m3/sec. bei hundertjährlichem Hochwasser
extremstes bekanntes Niederwasser:
Feb. 1885: 392 m3/sec
starke Hochwasserereignisse:
Aug. 1991: 8.760 m3/sec
Jul. 1954: 9.600 m3/sec
Sep. 1899: 10.500 m3/sec
Nov. 1787: 11.900 m3/sec
1501: 14.000 m3/sec
Freie Fließstrecken:
Wachau 35 km
östlich von Wien 47 km
im Nationalpark Donau-Auen 36 km
Donaukraftwerke:
Bild: www.wien.gv.at
Donaukraftwerk Freudenau - Bild aus www.wien.gv.at
Jochenstein Inbetriebnahme 1955
Aschach Inbetriebnahme 1964
Ottensheim-Wilhering Inbetriebnahme 1973
Abwinden-Asten Inbetriebnahme 1979
Wallsee-Mitterkirchen Inbetriebnahme 1968
Ybbs-Persenbeug Inbetriebnahme 1958
Melk Inbetriebnahme 1982
Altenwörth Inbetriebnahme 1976
Greifenstein Inbetriebnahme 1984
Freudenau Inbetriebnahme 1997  
Ökologie
Die unregulierte Donau - Bild aus www.aeiou.at
Die Donau entspricht in ihrem Charakter in Österreich einem Gebirgsfluss. Das durchschnittliche Gefälle liegt bei 40 Zentimeter pro Kilometer und die Strömungsgeschwindigkeit bei 1 bis 3 Meter pro Sekunde. Die Schneeschmelze im Gebirge verursacht Hochwässer vom späten Frühjahr bis in den Hochsommer, niederschlagsbedingte Hochwässer können das ganze Jahr über auftreten. Für die Tier- und Pflanzenwelt ist die Donauniederung eine Wanderstrecke entlang der Ost-West-Achse.
Die ursprüngliche Donau wird dem Furkationstyp zugeordnet. Vor der Regulierung im 19. Jahrhundert existierte ein reich gegliedertes System von Haupt-, Neben- und Altläufen, deren Abflusskapazität ständig wechselte. Die Dynamik der Donau führte zur ständigen Neu- und Umbildung der Landschaft. Neue Gewässer entstehen, Inseln werden gebildet, Altwässer verlanden, Waldflächen kommen auf und werden wieder abgetragen. Auch heute noch ist dieser Typus erkennbar und soll durch die neuen Flussbaumaßnahmen wieder hergestellt werden.
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Die Donau nimmt bezüglich ihrer Fauna (zirka 70 Arten) eine Sonderstellung unter den mitteleuropäischen Flüssen ein, da einige Arten nur in ihrem Flusssystem vorkommen. Bedrohte Fischarten sind unter anderem Zingel, Steingreßling und Huchen; es überwiegen Aale, Weißfische, Karpfen, Schleien, Barben, Brachsen, Hundsfische, Hechte und Welse.
Karpfen
Cyprinus carpio L.
Größe: 25-75 cm, max. bis 120 cm. Gewicht: Bis zu 30 kg.
Körperform: Der Körper der Stammform des Karpfens ist gestreckt und seitlich etwas abgeflacht. Am endständigen und vorstülpbaren Mund sitzen 4 Bartfäden.
Flossen: Die Rückenflosse hat 20-26, die Afterflosse 8 Strahlen.
Die Schwanzflosse ist deutlich zweizipfelig.
Schuppen: Der Karpfen hat große Schuppen entlang der Seitenlinie.
Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund. Er ist relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes.
Tagsüber ist er scheu und hält sich meist in tieferen Gewässerbereichen oder in Verstecken auf, um erst bei Einbruch der Dämmerung aktiv zu werden. Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere (Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, Insektenlarven), die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden. Die Laichzeit des Karpfens fällt in die Zeit von Mai - Juli bei Temperaturen von 18 - 20 ° C. Die ca. 1 mm großen Eier (100.000 - 200.000/kg Körpergewicht) werden in flachen Uferbereichen unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt.
Vorkommen in Europa: Die Wildform des Karpfens (Schuppenkarpfen) war ursprünglich nur in den Flußsystemen des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet. Der Karpfen wurde schon im Altertum vom Menschen weiter verbreitet und ist heute in ganz Europa - mit Ausnahme Skandinaviens - zu finden. In Flüssen wie der Donau, wo die Karpfenvermehrung besonders in den jahreszeitlich bedingten Überschwemmungsregionen in vergangenen Zeiten sehr groß war und im Rahmen von zahlreichen Regulierungen des Donauverlaufes erheblich abnahmen, handelte es sich bei den normal proportionierten Schuppenkarpfen zum Teil noch um echte Wildkarpfen, viel öfter jedoch um verwilderte Hauskarpfen bzw. ursprüngliche Hauskarpfen.
Eingriffe / Nutzung
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Die Donau wurde im vorigen Jahrhundert reguliert, dies schien erforderlich um die Schifffahrt zu erleichtern und die Agrarlandschaft des Marchfeldes vor Hochwässern abzusichern. Dadurch kam es aber auch zu einer grundlegenden Verschiebung der ökologischen Gegebenheiten im Gewässersystem: die Kanalisierung des Hauptstromes mit befestigten flussbegleitenden Uferdämmen, die Abtrennung von Nebenarmen, die Einschränkung der Hochwassereinwirkung auf die Auenlandschaft und einen höheren Wasserrückhalt in den Altarmen durch den Einbau von rückstauenden Traversen.
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Der Hauptstrom selbst wird seither durch wasserbauliche Maßnahmen (Baggerungen, Einbau von Buhnen und Leitwerken, ... ) an die technischen Erfordernisse der Schifffahrt angepasst.
Seit den 50iger Jahren wurde in Österreich eine beinahe lückenlose Kette von Donaukraftwerken errichtet. Nur die Wachau und der Bereich im Nationalpark Donau-Auen blieben als freie Fließstrecken erhalten. Die Kraftwerke haben den durchgehenden Donaustrom in eine Abfolge von Stauseen gewandelt, behindern die Wanderung der Tierwelt und halten das Geschiebe zurück. Dies verstärkt auch maßgeblich die "Selbsteintiefung" der Donau. Derzeit beträgt diese rund 1-2 cm pro Jahr, es gibt jedoch starke lokale Unterschiede. Langfristig besteht Handlungsbedarf, da die umliegende Auenlandschaft trockener wird.
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  Die Donau wird nicht nur für die Schifffahrt und die Stromerzeugung genutzt, sondern dient auch ganz wesentlich dem Abtransport von Abwässern. Durch intensive Programme zum Ausbau der Kläranlagen, konnte die Wasserqualität der Donau deutlich verbessert werden und liegt derzeit im Nationalpark-Bereich bei Güteklasse II (in kleinen Bereichen bei III).
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