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| Donauinsel |
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| Die Donauinsel ist ein multifunktionales Projekt an der
Donau, mit dem vordergründigen Zweck der Donauregulierung im
Stadtbereich Wien. Dazu wurde ein Entlastungsgerinne für die Donau
gebaut, bei dem die Donauinsel als Naherhohlungsgebiet für die
Wiener Stadtbevölkerung vorgesehen war. |
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Donau mit Überschwemmungsgebiet um
1928
aus "Slanar Atlas" - Atlas für Hauptschulen, Mittelschulen und
verwandte Lehranstalten von Dr. Hans Slanar, 1928 |
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| Dazu wurde ein Mix an sozialen, ökologischen und
ökonomischen Funktionen von Anfang an, also seit 1975, geplant. Es
wurden folgende technische Maßnahmen gesetzt: Die Konstruktion des Entlastungsgerinnes
parallel zum linken Flussufer, heute "Neue Donau" genannt, mit dem
Aushubmaterial wurde die Donauinsel als freie Insel zwischen Hauptstrom
und Entlastungsgerinne aufgeschüttet. |
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| Die "Neue Donau" wird nur zu Hochwasserzeiten mit Wasser gespeist, während des
Großteils des Jahres ist die Wasseroberfläche in der neuen
Donau ruhig, vergleichbar mit einem Binnensee. Das
Erholungsgebiet umfasst 270 ha Wasserfläche und 390 ha
öffentlicher Grünfläche. Zu erreichen ist die Donauinsel am
Besten per U-Bahn, vom Stadtzentrum aus dauert es
beispielsweise 7 min. Zusätzlich haben Straßenbahnen und
Busse ihre Stationen auf den 5 Donaubrücken. Die Schnellbahn
hält in unmittelbarer Nähe. |
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| Im Sommer suchen an einem normalen Wochenende etwa
300.000 Personen die Insel zum Baden, Sport treiben und Erholen auf. An
speziellen Wochenenden, wie dem bekannten "Donauinselfest" der Wiener
Sozialdemokraten im Frühsommer oder bei Konzerten sind es bedeutend mehr. Die Insel selbst ist
in mehrere Zonen eingeteilt, die unterschiedliche Funktionen
erfüllen: Durch das gesamte Gebiet, von Sportplätzen, mehreren
großen Wiesen, Restaurants, anderen Lokalen und Grillplätzen bis zu
den Randbereichen im Süden und Norden der Insel (eher so etwas wie
"Wildnis"), führen breite Fuß- und Radwege. |
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| Für privaten PKW-Verkehr ist die gesamte Insel
gesperrt. Im Süden wurden einige der Altarme der Donau als kleinere
Wasserflächen beibehalten und bilden hier ein auartiges Biotop. Der alte
Pappelbestand unterstützt diesen Eindruck. Durch den Bau des
Donaukraftwerkes "Freudenau" wurde hier ein weiteres Wasserbauprojekt in
die bestehende Anlage integriert. |
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| Donaukraftwerk Freudenau - Bild:
wien.gv.at |
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| Anlegestelle bei der Donauinsel im
Bereich der Wehrs 2 |
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Folgende Projekte
wurden in der Donauinsel
zusammenführt: |
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Hochwasserschutz;
Grundwassermanagement für den 2. und 20. Bezirk, auch das Kraftwerk
Freudenau soll unter anderem diesen Zweck erfüllen;
ein neues Kanalsystem für die nördlichen Bezirke;
Erholungsgebiet im Zentrum der Stadt;
Reduktion des Wochenendverkehrs in die stadtumliegendenen Gebiete;
Wiederherstellung des Lebensraumes für Flora und Fauna;
Wasserkraftwerk "Freudenau";
Wasserversorgung für die naheliegende Lobau, einem Au- und
Naturschutzgebiet;
ein urbanistisches Projekt mit dem Ziel, die Donau in Wien endlich auch
in die Stadt selbst zu integrieren, da Wien als eher neben der Donau
angelegt empfunden wurde;
ein Bürgerbeteiligungsprozess, bei dem die Frage, ob das Kraftwerk
Freudenau gebaut werden soll oder nicht in einer Volksabstimmung
entschieden wurde. 62 % stimmten dafür.
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| Donau mit Donauinsel |
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| Die hauptsächlichen Arbeiten wurden 1988 abgeschlossen, doch die
Veränderungen im Erholungsgebiet selbst werden wohl nie
abgeschlossen sein. Die Donauinsel und die Neue Donau sind heute
nicht nur für die Wiener Stadtbevölkerung bedeutend, sondern für die
gesamte Region. |
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| Die Donauinsel |
| Übersichtskarte |
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| Die Freizeitinsel |
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Frei zugängliche Sport- und Erholungsmöglichkeiten
Badebuchten mit flachen Stränden
Ausgedehntes Wegenetz für Wanderer, Jogger, Radfahrer und Skater
Rast- und Grillplätze
Lager- und Spielwiesen
Sportplätze mit Turniermaßen
Beachvolleyballplätze |
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Zusätzliche Einrichtungen
Radverleih
Surfschule
Wasserrutsche
Wasserschilift
Trampolinanlage
Tret-, Ruder- und Elektro-Bootverleih
Mehrzweckplatz
Gastronomiebetriebe |
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Norden und Süden: Segelboothäfen mit Slipanlagen
Ruderregattastrecke
Ruder- und Kanuweltmeisterschaften im Jahre 1991: Ausbau der Neuen Donau
stromab der Steinspornbrücke für diese Zwecke (Rudern: acht Bahnen zu je
13,5 Meter, Kanu: neun Bahnen zu je neun Meter)
Zielturm, Bootshaus, Infrastruktureinrichtungen und Tribünenanlage im
Bereich der Steinspornbrücke |
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| Untersuchungen der Badegewässer
Wiens |
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| Während der Badesaison werden in Wien insgesamt 17
EU-Badestellen durch das Institut für Umweltmedizin kontrolliert (neun
an der Neuen Donau, sieben an der Alten Donau und eine am Mühlwasser).
Die Untersuchungen erfolgen im Abstand von zwei Wochen, nach einem
Hochwasser in der Neuen Donau werden zusätzliche Untersuchugen
durchgeführt. Bei der Entnahme werden Sichttiefe, pH-Wert und
Sauerstoffsättigung vor Ort gemessen und es werden die Badestellen auf
sichtbare Verunreinigungen überprüft. Im Labor erfolgen dann
bakteriologische und in der Neuen Donau auch virologische Untersuchungen
der entnommenen Wasserproben. Die Ergebnisse werden regelmäßig im
Internet veröffentlicht |
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| Ökologische Nischen auf der
Donauinsel |
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| Toter Grund |
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Ehemaliger Donaualtarm - seit 1986 Naturdenkmal
(Wiener Naturschutzgesetz)
Refugium für Tier- und Pflanzenarten des ehemaligen
Überschwemmungsgebietes |
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| Hüttenteich |
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entstand durch eine Senke der Inseloberfläche während
der Bauarbeiten
dichter Bestand an Sumpfpflanzen und Röhricht
Lebensraum für Amphibien |
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| Zinkerbachl |
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Kleiner Altarmrest: blind endend, mit Anschluss an
die Neue Donau
Erhaltung eines Uferabschnittes als Lehmwand: Brutstätten für Eisvögel
Alter Pappelbestand |
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| Endelteich |
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Teich im Nordteil der Insel
"Kinderstube" für Amphibien: wichtiges Laichgewässer der Umgebung
Elf verschiedene Amphibienarten: unter anderem Teichmolche, Erdkröten,
Braunfrösche, Unken und Laubfrösche |
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| Schwalbenteich |
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Südteil der Insel: Brutgebiet für Uferschwalben
Ehemalige Humusdeponie wurde umgestaltet
Teich verbindet die Brutwände miteinander
Lebensraum für Niederwild |
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| Tritonwasser |
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größter künstlicher Teich auf der Donauinsel (zwei
Hektar)
Zwischen Kaisermühlenbrücke und Praterbrücke gelegen.
Unter ökologischen Gesichtspunkten angelegt
Differenzierte Gestaltung der Uferzonen |
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| Verbindung der einzelnen Biotope |
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Biotopverbundsystem
Trittsteinbiotope ermöglichen eine Ausbreitung von Pflanzen- und
Tierarten
Abschnitt unterhalb der Reichsbrücke
Vollständig der Natur überlassen
Lebensraum für Rebhühner |
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Text aus |
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| Websercice der Stadt Wien |
| wien.at vereinigt umfangreiche
Informationen und Dienste zu allen Lebensbereichen der Stadt
Wien sowie zahlreiche weitere Services |
| www.wien.gv.at |
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| Donauinsel |
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| Mittlerweile hat sich die Donauinsel zu einem
beliebten Naherholungsgebiet der Wiener Bevölkerung entwickelt.
Des weiteren befindet sich dort im nördlichen und südlichen
Bereich einer der größten in unmittelbarer Nähe einer Großstadt
gelegene FKK-Badebereiche. In den 1980er-Jahren hat sich am
gegenüber liegenden Ufer bei der Reichsbrücke unter dem Namen
Copa Cagrana (nach dem nahe liegenden Ortsteil Kagran) und unter
wechselndem Namen (derzeit: "Die Insel") auf der Donauinsel
selbst eine vielfältige Lokalszene entwickelt. |
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| Bilder oben: Donauinsel
Floridsdorfer Brücke "Spectacolos" September 2005 © Citype |
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| Seit 1984 findet
jährlich an einem Wochenende gegen Ende Juni (anfangs im Mai)
auf der Donauinsel das Donauinselfest statt. Es gab jedoch schon
1983 auf dem bereits fertig gestellten Bereich um die Floridsdorfer Brücke ein kleiner dimensioniertes "kulturelles
Frühjahresfest", das als Vorgänger des Donauinselfestes gilt und
vom SPÖ-Politiker Harry Kopietz initiiert wurde. Aus dem
anfänglich kleinen Fest wurde im Laufe der Jahre eine dreitägige
Veranstaltung mit mehr als drei Millionen Besuchern, es ist das
wohl größte Freiluftkonzert Europas mit freiem Eintritt. Das
Festgelände erstreckt sich über einige Kilometer Länge von der
Reichsbrücke bis zur Nordbrücke. |
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Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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