DS "Donaupfeil"
donaupfeil4.jpg (13850 Byte)
Mitte der 80er Jahre startete die DDSG eine große Investitions- offensive. Es wurden zahlreiche Schiffe wie etwa MFS Admiral Tegetthoff, MFS Prinz Eugen, MS Mozart und eben auch der Donaupfeil beschafft. Hintergrund war, dass man den lukrativen Städteschnellverkehr Wien-Budapest nicht nur der ungarischen Reederei MAHART überlassen wollte. Außerdem bot sich gerade eine günstige Gelegenheit, da das Schiff, welches ursprünglich für den Iran vorgesehen war (wegen des Embargos kam das Geschäft jedoch nicht zu Stande), relativ günstig zu haben war. Anfang 1986 war es dann
aus http://members.aon.at/schiffahrt/schiffe/schiffe3.html soweit. Das Schiff wurde auf dem Wasserweg (Ärmelkanal - Rhein - Donau) nach Österreich überstellt. Von Nürnberg bis Kehlheim wurde dann auf der Straße auf einem Tieflader zurückgelegt, da der Rhein-Main-Donaukanal zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war. Von dort ging es
dann mit eigener Kraft bis Wien. Es erfolgten noch ein paar Anpassungen, so dass das Schiff rechtzeitig zu Saisonbeginn 1986 einsatzfähig war. Einsatzgebiet des Donaupfeils war die Strecke Wien-Budapest. Nur selten kam er außerhalb der Saison im Zuge von Sonderfahrten auf anderen Donauabschnitten zum Einsatz.
aus members.a1.net/donaupfeil/start.htm aus http://members.aon.at/schiffahrt/schiffe/schiffe3.html

In den Morgenstunden des 24. März 1990 fuhr das Schiff in dichtem Nebel von Bratislava kommend zu Berg, als ihm gegen 7.00 Uhr auf Höhe Stromkilometer 1880,400 ein bulgarischer Schubverband auf der falschen Seite entgegenkam. Platz zum Ausweichen war keiner, und so wurde das Schiff in voller Fahrt ziemlich unsanft auf Land gesetzt. Bei dieser Havarie erfuhr das Schiff ziemlich große Schäden an Struktur und Antrieb. Nach mehrwöchigen Reparaturarbeiten gelangte das Schiff wieder in den Streckendienst. Jedoch kam es nach dieser Havarie nie wieder voll in Fahrt. Die Ausfälle häuften sich, und es blieb nichts Anderes übrig, als den Donaupfeil endgültig außer Dienst zu stellen. Somit endete die Ära des einzigen Luftkissenschiffes auf der
aus members.a1.net/donaupfeil/start.htm aus members.a1.net/donaupfeil/start.htm
Donau ziemlich abrupt. Nach Liquidierung der DDSG im Herbst 1995 wurde das Schiff nach Kroatien verkauft, wo es als Fähre im Raum Sibenik zum Einsatz kommt.
Technische Daten:
Art: SES Survace Effect Ship
Hersteller: Vosper Hovermarine,Southhampton,UK
Typ: Hovermarine 221
Baujahr: 1985
Länge: 21,19m
Breite: 5,91m
Tiefgang: 1,40-1,80m
Antrieb: 2 GM 2-Takt Dieselmotoren je 490 PS
Hubtriebwerk: 1 Caterpillar Dieselmotor 270 PS(ab 1987)
Höchstgeschw.: 56 km/h
Treibstoffverbrauch: 2600l/Tag (Wien-Budapest-Wien=572 km)
Besatzung: 5-6
Passagiere: 80
Amtl.Kennzeichen: A-10161
aus members.a1.net/donaupfeil
Weitere Ergebnisse zum Thema
Donauschifffahrt
seite weiterempfehlen seite drucken nach oben nach oben