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Mit dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen von SPÖ und ÖVP Ende Jänner 2000
begann sich Widerstand gegen eine Blau-Schwarze Regierung zu regen. Die täglichen
Proteste fanden in wöchentlichen Demonstrationen ihre Fortsetzung. |
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| 26.1.2000 Als sich abzeichnet, dass die ÖVP mit der FPÖ koalieren will, finden sich
einige hundert Menschen zur ersten Demonstration |
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gegen Schwarz-Blau zusammen. Die Route führt von der Universität zum Ballhausplatz.
1.2. Die ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse in Wien wird besetzt. Die Polizei schreitet
nicht ein. Es kommt zu Kundgebungen vor dem Parlament und in der Lichtenfelsgasse. |
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2.2. 20.000 bis 30.000 Menschen versammeln sich vor der ÖVP-Zentrale, wo die
Besetzung am späten Nachmittag beendet wird. Die Demonstration zieht zum Ballhausplatz.
Nach der Schlusskundgebung (organisiert von der Demokratischen Offensive) demonstrieren
mehrere tausend Menschen durch die Wiener Innenstadt.
3.2. Wieder versammeln sich Tausende vor der ÖVP-Zentrale, um |
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danach zum Parlament, auf den Ballhausplatz und zur FPÖ-Zentrale in der
Kärntnerstraße zu demonstrieren. Auch die Bühne des Burgtheaters wird
"erobert" und dazu aufgerufen, sich an den Protesten zu beteiligen das
Publikum reagiert mit Standing Ovations. |
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| 4.2. Am Tag der Regierungsangelobung ist der gesamte Ballhausplatz abgesperrt. Bereits
am Vormittag versammeln sich 10.000 Menschen rund um die Polizeigitter, um gegen eine
FPÖ-ÖVP Koalition zu |
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protestieren. Die neuen Regierungsmitglieder gelangen durch unterirdische Geheimgänge
zur Angelobung. Ein Teil der Kundegebung zieht zum Sozialministerium, das daraufhin für
kurze Zeit besetzt wird. Am Abend kommt es vor der FPÖ-Zentrale in der Kärntner Straße
zum Einsatz |
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von Wasserwerfern und zur gewaltsamen Auflösung der Kundgebung.
9.2. Die Botschaft besorgter Bürgerinnen und Bürger wird am Ballhausplatz errichtet. Sie
versteht sich als ständige Vertretung all |
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jener, die Probleme mit und durch eine Blauschwarze Regierung haben.
19.2 Mit einer Großkundgebung am Wiener Heldenplatz wurde am Samstag, den 19. Februar,
ein eindrucksvolles Signal des Protestes gegen die schwarz-blaue Regierung gesetzt. Trotz
Regens kamen |
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| zur Schlusskundgebung nach Angaben der Veranstalter an die 300.000 Menschen. Die
Polizei sprach von 150.000 Teilnehmern. Der Heldenplatz war jedenfalls übervoll.
Prominente Redner aus dem In- und Ausland übten heftige Kritik an der neuen Regierung.
Die |
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Demonstration verlief weitgehend friedlich. "Keinen Schritt zurück",
appellierte der französische Filmstar Michel Piccoli. Michel Friedman vom Zentralrat der
Juden in Deutschland meinte, dass "unsere Antwort auf Rassismus der Respekt vor jedem
Menschen" sei. "Und unsere Antwort auf Nationalismus und |
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| Chauvinismus ist ein demokratisches und freies Europa." Der Präsident der
Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Ariel Muzicant, |
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ergänzte: "Es ist ein Skandal, dass Rassismus und Antisemitismus wieder
Kavaliersdelikte geworden sind."
Die Großkundgebung war einer der größten Demonstrationen der jüngsten Geschichte in
Österreich. Zum ebenfalls von |
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| SOS-Mitmensch am 23. Jänner 1993 veranstalteten "Lichtermeer" gegen das
FPÖ-Ausländer-Volksbegehren kamen 250.000 Menschen auf den Heldenplatz |
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30.9.01 New York/Wien - Am Donnerstag findet in New York City erstmals eine
Donnerstagsdemonstration gegen die Politik des US-Präsidenten George W. Bush statt. Um 19
Uhr treffen sich zivilgesellschaftlich organisierte Gruppen im Washington Square Park zu
einer Kundgebung und einer anschließenden Demonstration zum Union Square.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gruppe "Thursday Night Bush Bash",
deren Mitglieder bewusst den Donnerstag als Demonstrationstag gewählt haben, da sie die
traditionellen friedlichen Antiregierungsdemos in Wien als ihr Vorbild sehen.
"Es steht zu viel auf dem Spiel"
Ab sofort soll jeden Donnerstag eine Demonstration stattfinden, so lange, bis sich der
politische Kurs signifikant ändert oder Bush nicht mehr Präsident ist. "Es steht zu
viel auf dem Spiel, um Bush kampflos weitermachen zu lassen", heißt es auf der
Homepage der RegierungsgegnerInnen. Den "Tausenden, wenn nicht Millionen"
empörten EinwohnerInnen von New York soll die Möglichkeit geboten werden, Stellung zu
beziehen.
(Textauszüge aus
derStandart) |