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| Erntedank |
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| Erntedankfest 2009 am Heldenplatz. |
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Erntedank, kirchliche Feier anlässlich der Ernteeinbringung an einem
Sonntag Ende September bis Mitte Oktober, bei der die "Erntekrone" mit Ähren,
Blumen und Früchten feierlich in die Kirche eingeholt wird. Meist ist der Erntedank auch
mit Gabensegnung, Pfarrfest oder Frühschoppen verbunden.
Der Ernteabschluss wurde früher oft mit einem Festmahl für Gesinde und Saisonarbeiter
beim Bauern oder Gutsherrn begangen. Dabei erfolgte das Schmücken des letzten Erntewagens
mit Blumen und Bändern sowie die Überreichung des "Erntekranzes" als Lohn- und
Festaufforderung. Erntedank wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in den
katholischen Festkreis aufgenommen (Einfluss der volksliturgischen Bewegung) und erfuhr
nach dem 2. Weltkrieg allgemeine Verbreitung. |
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Text auszugsweise aus |
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| Erntedankfest |
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Das Erntedankfest wird gefeiert, um sich bei Gott
für die Ernte zu
bedanken.
Bei der Feierlichkeit, die oft in einer Kirche veranstaltet wird, werden Feldfrüchte,
geerntetes Getreide und anderes dekorativ aufgestellt. Eine aus Getreide oder Weinstöcken
geflochtene "Erntekrone" wird oft in einer Prozession durch das Gemeindegebiet
getragen. In ländlichen volkskirchlichen Gemeinden kommen zu den Gottesdiensten
zahlreiche Gemeindeglieder zusammen.
Mit dem Erntedankfest soll an die Arbeit in Landwirtschaft und Gärten erinnert werden und
daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu
verfügen.
So drückt es auch das wahrscheinlich populärste Lied zu Erntedank von Matthias Claudius
aus:
"Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!" |
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| Geschichte |
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Der Ursprung des Erntedankfests reicht bis in die vorchristliche Zeit
zurück. In Mittel- und Nordeuropa wurde Erntedank (Haustblot) zur
Herbst-Tagundnachtgleiche (23. September) mit einem Dankopfer gefeiert. Ähnliche Riten
gab es in Israel, Griechenland oder im Römischen Reich. Zum Judentum vgl. etwa: Exodus
34,22; Numeri 28, Deuteronomium 16.
In der katholischen Kirche ist ein Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt.
Offizieller Bestandteil des Kirchenjahres ist es aber bis heute nicht. "Das
heilsgeschichtlich orientierte Jahr der Kirche kennt kein E.-Dankfest" (Rupert
Berger: Artikel "Ernte, Erntedankfest. II. Liturgisch", Lexikon für Theologie
und Kirche (3.Auflage), Band 3, Sp. 821). Dennoch ist der Brauch des Dankes für eine gute
Ernte seit vielen Jahren auch in vielen katholischen Gemeinden üblich geworden, so dass
neben Kräuterweihen (am 15. August), Quatember, Erstlingsfrüchtesegnung in der
katholischen Kirche die Eucharistie am ersten Oktobersonntag vielfach als "Dank für
die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit" auf dem von Erntedank-Gaben
umgebenen Altar gefeiert wird. |
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| Deutschland |
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| Seit dem Mittelalter kennt man verschiedene Daten für eine
Erntedankefeier. Nach der Reformation bürgerte sich in evangelischen Gemeinden der
Michaelistag oder ein dem Michaelistag benachbarter Sonntag ein. Das Fest wird in den
evangelischen Kirchen Deutschlands gemäß einem königlichen Erlass in Preußen im Jahr
1773 am Sonntag nach Michaelis (29. September) begangen. Die evangelischen Freikirchen
feiern wie die römisch-katholische Kirche das Fest in der Regel am ersten Sonntag im
Oktober. Im Jahr 1972 wurde dieser Termin von der deutschen Bischofskonferenz festgelegt.
Mancherorts sind andere Termine üblich, so begehen etwa die Moselgemeinden das Fest nach
der Weinlese am zweiten Novembersonntag. |
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Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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