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| Eurofighter EF 2000 |
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| Eurofighter EF 2000 - Foto:
Bundesheer |
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| Der Eurofighter ist ein Abfangjäger der vierten
Generation von Kampfflugzeugen. Der einsitzige Jet verfügt über
zwei leistungsfähige Triebwerke. Die am Vorderteil des Rumpfs
angebrachten Entenflügel sorgen für eine besonders gute
Manövrierfähigkeit bei geringer Geschwindigkeit und einen
geringen Luftwiderstand. Seine hohe Wendigkeit erreicht der
Eurofighter mit Hilfe von Flugkontrollcomputern. |
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| Technische Daten |
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| Triebwerke: |
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2 Mantelstromtriebwerke Eurojet EJ200 |
| Länge: |
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15,96 m |
| Höhe: |
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5,28 m |
| Spannweite: |
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10,95 m |
| Höchstgeschwindigkeit: |
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2.495 km/h in 10.975 m Höhe |
| Reichweite: |
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1.390 km |
| Dienstgipfelhöhe:. |
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16.765 m |
| max. Flughöhe: |
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19.812 m |
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| Überwachungsgeschwader |
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| Eurofighter am
Flughafen Zeltweg. Foto: Bundesheer |
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| Das Überwachungsgeschwader besteht aus drei
fliegenden Staffeln, derzeit mit Abfangjägern vom Typ
Eurofighter und Saab 105 Düsentrainern. Außerdem verfügt der
Verband über eine Wachsicherungs- und Ausbildungskompanie, eine
Stabs- und eine Flugbetriebskompanie, die Militärflugleitung
Zeltweg sowie das Ausbildungs- und Simulationszentrum in
Zeltweg. Mit diesen Elementen stellt das Überwachungsgeschwader
die Ausbildung und den Flugbetrieb sicher. Seine Standorte hat
das Geschwader in Zeltweg, Graz-Thalerhof und Hörsching. |
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Der Eurofighter "7LWA" vor dem
Hangar in Zeltweg.
Foto: Bundesheer/Wolfgang Grebien |
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Die Soldaten des Überwachungsgeschwaders sichern und überwachen
den österreichischen Luftraum rund um die Uhr. Die Piloten des
Geschwaders stehen permanent für luftpolizeiliche Aufgaben zur
Verfügung, um unerlaubt eindringende Flugzeuge zu
identifizieren. Gegebenfalls drängen sie diese ab oder zwingen
sie zur Landung.
Mit dem Eurofighter verfügt das Österreichische Bundesheer über
eines der modernsten Waffensysteme der Gegenwart. Für die
kommenden Jahrzehnte werden die neuen Abfangjäger das Rückgrat
der Luftraumüberwachung bilden. |
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Text auszugsweise aus |
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| Österreichs Bundesheer |
| Informationssystem des Bundesministeriums für Landesverteidigung |
| www.bundesheer.at |
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| Auslieferung in
Österreich |
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Der erste Eurofighter setzt am
Flughafen Zeltweg auf.
Foto: Bundesheer/Wolfgang Grebien |
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| Am 21. März 2007 um 11:20 Uhr hob der
Eurofighter AS001 zum Erstflug in Manching ab. Am 26. Juni 2007
wurde eine Vereinbarung zwischen dem Hersteller und dem
damaligen Bundesminister für Landesverteidigung Norbert Darabos
(als zuständiger Vertreter der Republik Österreich) geschlossen,
die vorsieht, die Stückzahl von ursprünglich 18 auf 15
Jagdflugzeuge zu reduzieren (alle Tranche 1, neun Stück neu und
sechs Stück gebraucht). Am 12. Juli 2007 landete der erste der
15 Eurofighter auf dem Fliegerhorst Zeltweg in Österreich. |
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Eine Eurofighter-Patrouille
über dem Happel-Stadion in Wien
©
Österreichisches
Bundesheer -
www.bundesheer.at |
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| Am 12. Dezember 2007 wurde der dritte Eurofighter (Kennung:
7L-WC) und am 19. und 20. Dezember 2007 der vierte und fünfte
Jet (Kennungen: 7L-WH und 7L-WD) nach Zeltweg überstellt.
Bereits während der Fußball-Europameisterschaft 2008 wurden die
Eurofighter für die Luftraumüberwachung eingesetzt. Am 24.
September 2009 wurde der letzte Eurofighter (Kennung: 7L-WO) an
Österreich ausgeliefert. Alle Maschinen entstammen der deutschen
Endlinie. |
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| Konstruktive Auslegung |
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| Startvorbereitungen Foto:
Bundesheer |
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Bei der Entwicklung wurde großes Augenmerk auf
Wendigkeit, Vernetzung und Systeme zur elektronischen
Kriegsführung gelegt; ebenso auf die Möglichkeit, Gegner in
einem sehr breiten Frequenzbereich zu orten.
Die leichte Konstruktion besteht zu 82 % aus Verbundwerkstoffen
(70 % Kohlefaser, 12 % Glasfaser). Tragflächen und Rumpf sind
aus Kohlefaser gefertigt. Die Entenflügel, Querruder und Teile
der Triebwerke sowie der Flügelwurzeln bestehen aus einer
Titanlegierung. Die Lufteinlässe, Vorflügel und die Vorderkante
des Seitenleitwerks sind aus einer leichten
Aluminium-Lithium-Legierung gefertigt; die Cockpiteinfassung
besteht aus einer Magnesiumlegierung. Radome sind hauptsächlich
aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. |
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| Startvorbereitungen Foto:
Bundesheer |
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| Die Steuerung erfolgt über ein digitales, vierfach redundantes
Fly-by-Wire-System, das die vom Piloten am Steuerknüppel
ausgeführten Bewegungen über Sensoren aufnimmt. Somit steuert
der Pilot nicht direkt die Ruderanlage an, sondern gibt den
Flugkontrollcomputern die Fluglage vor, für die dann die
optimalen Ruderstellungen abhängig von Fluglage,
Geschwindigkeit, Luftdruck und Temperatur errechnet und die
Ruder entsprechend angesteuert werden. Die vier vorhandenen
Rechner verarbeiten die Eingabedaten und geben die Steuersignale
an die Aktuatoren (Flächen, Klappen, Fahrwerk usw.) weiter. |
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| Aerodynamik |
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| Eurofighter im Landeanflug.
Foto: Bundesheer/MINICH |
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| Der Eurofighter ist ein im Unterschallbereich
aerodynamisch um die Querachse instabiles Flugzeug. Statisch
instabil bedeutet, dass der Punkt, an dem die gesamte
Auftriebskraft angreift, vor dem Masseschwerpunkt liegt. Das
Flugzeug ist somit bestrebt, stets die Nase nach oben zu ziehen.
Dies verhindern die Flugkontrollcomputer (FCC), da selbst im
Geradeausflug permanente, schnelle und präzise Ruderbewegungen
zur Fluglagenstabilisierung erforderlich sind und somit eine
manuelle, direkte Steuerung durch einen Piloten nicht machbar
ist. Diese Konstruktion verleiht dem Typhoon eine hohe
Wendigkeit, die aber durch einen höheren Trimmwiderstand erkauft
wird. Anders als bei bisherigen Jagdflugzeugen mit Canards sind
die Entenflügel weit vorn angeordnet. Sie erhöhen die
Manövrierfähigkeit noch weiter und ermöglichen es dem
Eurofighter, kontrolliert höhere Anstellwinkel zu erreichen,
besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten. |
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| Eurofighter im Anflug auf
Zeltweg. Foto: Bundesheer/Markus Zinner |
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Derzeit einzigartig ist seine Fähigkeit, 9-g-Manöver auch im
Überschallbereich fliegen zu können (bis Mach 1,2). Das Flugzeug
ist Supercruise-fähig, obwohl dies in der Ausschreibung nicht
verlangt war. Der Typhoon wird also auch ohne Nachbrenner
überschallschnell und erreicht dabei Mach 1,2 in der
Luftüberlegenheitsrolle und Mach 1,5 ohne Bewaffnung oder
Zusatztanks, jeweils bei optimaler Flughöhe. Die
Höchstgeschwindigkeit mit Nachbrennern beträgt Mach 2,0 in
großer Höhe und Mach 1,2 in Bodennähe.
Der Eurofighter übertrifft mit einer Steigleistung von >315 m/s
[14] sowohl die F-16 (254 m/s) als auch die F-15 (>254 m/s)
deutlich. Das Kampfflugzeug besitzt 13 Aufhängungen, von denen
drei für Zusatztanks benutzt werden können.
Das Flugzeug kann auch in der Luft betankt werden, dazu befindet
sich rechts vor dem Cockpit eine abklappbare Betankungssonde.
Ein Bremsschirm ist im Ansatz des Seitenleitwerks vorhanden, er
wird allerdings nur bei Bedarf eingesetzt. |
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| Triebwerke |
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| EJ200 Triebwerk - Foto: Citype |
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| Das EJ200 ist ein Zweiwellentriebwerk mit einem
Nebenstromverhältnis von 0,4:1. Das geringe Nebenstromverhältnis
wurde für hohe Trockenschubleistung und einen guten
Vortriebswirkungsgrad im Überschall gewählt.[35] Das Triebwerk
ermöglicht es dem Typhoon, ohne den Einsatz des Nachbrenners
dauerhaft im Überschall zu fliegen. Im Vergleich zum Turbo-Union
RB199 benötigt es 37 % weniger Teile (1800 statt 2845) und
entwickelt 50 % mehr Schubkraft bei gleichen Ausmaßen. Die Luft
wird durch einen Niederdruckverdichter in drei Stufen auf ein
Druckverhältnis von 4,2:1 verdichtet. Der Hoch- und
Niederdruckverdichter werden in sogenannter Blisk-Technologie
hergestellt, wobei Verdichterscheiben und -schaufeln aus einem
Stück bestehen, was das Gewicht reduziert. |
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| Striker-Pilotenhelm |
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| Ein Pilot bereitet sich auf
einen Flug vor. Foto: Bundesheer |
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Der Striker-Helm ist das europäische Gegenstück
zum amerikanischen Joint Helmet Mounted Cueing System und wiegt
1,9 kg. Am Helm wird das Mikrofon und die Sauerstoffmaske
befestigt. Das Helmet Mounted Display (HMD) zeigt dem Piloten
alle wichtigen Flugdaten an, sobald er sein Blickfeld vom HUD
und den Instrumenten entfernt.
Am Pilotenhelm können links und rechts zwei
restlichtverstärkende Kameras (Night Vision Enhancement, NVC)
eingebaut werden, deren Bilder ebenfalls auf das Visier
projiziert werden können, um konventionelle Nachtsichtgeräte zu
ersetzen. Jede dieser CCD-Kameras besitzt ein Sichtfeld von 40°
und ermöglicht es dem Piloten, auch ohne Einschränkung des
Sichtfeldes im Dunkeln zu kämpfen.
Der PIRATE-Infrarotsensor kann mit der Kopfbewegung des Piloten
gekoppelt werden. Der Sensor schaut dann dorthin, wo der Pilot
hinsieht; das FLIR-Bild wird auf das HMD projiziert. Dies kann
beim Aufspüren von Zielen oder bei der Zielverfolgung im
Kurvenkampf bei schlechter Sicht (Regen/Wolken) hilfreich sein.
Auch das CAPTOR-Radar kann mit der Kopfbewegung des Piloten
gekoppelt werden, um Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen im
Lock-On-After-Launch-(LOAL)-Modus abzufeuern. |
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