Compilation 2112m² Europe bietet Künstlerinnen und Künstlern aus den 10 neuen EU - Mitgliedern eine Plattform zur Präsentation. Andererseits wird aber auch die Sanierung des Wienertors in Hainburg an der Donau ermöglicht.
Konzept & Ausführung

Die Ausgangssituation
Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Wienertor in Hainburg an der Donau ist seit Jahren, insbesondere seit
der Ostöffnung schwersten Umweltbelastungen ausgesetzt. Täglich passieren etwa 6000 Kraftfahrzeuge das größte
mittelalterliche Stadttor Europas. Die dabei entstehenden Abgasemissionen haben mittlerweile die Substanz dieses
Baudenkmals in bedenklichem Ausmaß angegriffen, sodass dringend umfassende Sanierungsmassnahmen gesetzt
werden müssen. Um Passanten und Fahrzeuge vor herabfallenden Gebäudestücken zu schützen, muss das Wienertor
in erster Linie eingerüstet werden. In weiterer Folge sollte das einzigartige romanische Baudenkmal von Grund auf
renoviert werden.

Um diese Vorhaben umsetzen zu können, werden Mittel in der Höhe von ca. 400.000 € benötigt. Die notwendigen
Renovierungsarbeiten werden rund drei Jahre in Anspruch nehmen. Bei der üblicherweise gewählten
"Drei-Drittel-Finanzierung" würden die von der Gemeinde aufzubringenden Gelder 125.000 € ausmachen. Diese sind
beim gegenwärtigen Status von Hainburg als "Sanierungsgemeinde" nicht oder nur sehr schwer aufzubringen. So
entstand die Idee, die bei einer Einrüstung des Wienertores entstehenden Flächen sinnvoll zu nutzen. Eine
herkömmliche Vermarktung als Werbefläche kommt aber bei der großen historischen Bedeutung des Tores,
abgesehen auch von den zu niedrigen Erträgen bei der Vermietung an eine Werbegesellschaft, nicht in Frage.


Das von PRORELANs entwickelte Konzept bietet einerseits Künstlerinnen und Künstlern aus den 10 Staaten,
die 2004 zur EU beitreten - und auch den Ländern selbst - eine Plattform zur Präsentation. Andererseits wird aber
auch die Sanierung dieses bedeutenden Kulturdenkmals ermöglicht.



COMPILATION_2112 M² EUROPE ist eine Präsentationsplattform mit zwei tragenden Säulen:

Präsentation von je einem Werk von 2 Künstlerinnen oder Künstlern aus den Beitrittswerberländern in Form
eines Bildes von 12 mal 8m auf je einer Seite des Wienertores für die Dauer eines Monats je Staat.

Zeitgleich finden Ausstellungen des bisherigen Schaffens der Künstlerinnen und Künstler in einer
Galerie am Hauptplatz in Hainburg statt.



Der Ablauf

In Zusammenarbeit mit Kultur Kontakt Austria wird je ein Werk von 1 Künstler und 1 Künstlerin eines Beitrittslandes
ausgewählt, das dann jeweils für einen Monat auf einer der beiden Seiten des Wienertores zu sehen sein wird.

Gleichzeitig wird eine Auswahl des Gesamtwerkes der jeweils präsentierten Künstlerinnen und Künstler
parallel dazu in einer Galerie in Hainburg vorgestellt.

Im monatlichen Wechsel wird so jedes der neuen Beitrittsländer der EU präsentiert.

Eine Vernissage zum monatlichen Wechsel der Künstler aus der Schau stellt Kontakte zu den Bewerberländern
her und bringt zusätzliche Medienpräsenz. Länderbezogene Symposien, Lesungen und andere Veranstaltungen
ergänzen das vielfältige Programm.
Ein Projekt von
PRORELANs
Thomas Häringer / Andreas Strohmayer
Pressburger Reßichsstrasse 6
2410 Hainburg/D.
Tel.: 0676 / 327 26 62 - Thomas Häringer
0664 / 61 89 951 - Andreas Strohmayer
Konzept hinterlegt bei Dr. Bernhard Puhl, Notar
www.compilation-europe.info
Hainburg an der Donau
Eingebettet in eine märchenhafte Landschaft liegt Hainburg umgeben von zwei Weltstädten - Wien und Bratislava. Hainburg, ein Tor in die Vergangenheit mit malerisch engen Gässchen und zahlreichen Bauwerken, repräsentiert Architekturstile aus mehreren Epochen. Stark befestigte Stadttore und Türme sind und waren durch alle Jahrhunderte ein Symbol für Schutz und Sicherheit.
Als Gründungsjahr für Hainburg gilt das Jahr 1050, als Kaiser Heinrich III. den Auftrag erteilte, die Burg auf dem Schlossberg zu bauen. Die Stadt erlebte viele Höhen und Tiefen. Den Babenbergern, die der Stadt rege Bautätigkeit bescherten, folgten die Habsburger. Mit ihnen ging Hainburg in Jahrhunderte der Pfändung und Kriege. Ungarn und Türken suchten die Stadt mehrmals heim. Auch die zwei Weltkriege hinterließen ihre Spuren. Heute ist Hainburg wieder internationale Grenzstadt, so wie eh und je zwischen West- und Osteuropa.
Am 27.10.1996 wurde am Schlossberg der Vertrag für den Nationalpark Donau-Auen unterzeichnet, der die Ein- und Letztmaligkeit dieses Landschaftstyps in Mitteleuropa beschützen soll. Selbst in Österreich ist der Wasserwald mit der reich strukturierten Fließstrecke zwischen Wien und Hainburg der letzte seiner Art.