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Fußball Europameisterschaft 2008
Österreichisches Bundesheer
bei EURO 08 im Einsatz
Bei einem Großereignis wie es die EURO 08 darstellt ist es notwendig für alle Eventualitäten gut vorbereitet zu sein. So stellt das Österreichische Bundesheer Soldaten ab, die ausgebildet sind mögliche Patienten aus der Gefahrenzone zu bergen.
© Österreichisches Bundesheer   © Österreichisches Bundesheer
© Österreichisches Bundesheer   © Österreichisches Bundesheer
Bilder: © Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Im Rahmen dieser Vorbereitungen haben die Soldaten den Umgang mit Tragen, Vakuummatratzen, Schaufeltragen und Bergetüchern geübt. Gestern fand die erste Übung im Stadionbad mit Hubschraubern statt. Die Soldaten konnte in Zusammenspiel mit dem Sanitätsteam Wien das Beladen eines Bundesheer-Sanitätshubschraubers AB 212 mit Patienten vor Ort üben. In diesem Hubschrauber können drei liegende Patienten (Schwerverletzte) plus zwei sitzende Patienten (Leichtverletzte) transportiert werden. Die Besatzung besteht aus zwei Piloten und einem Techniker, der ausgebildeter Notfallsanitäter ist.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Die Garde kann nicht nur exerzieren. Über 100 Patiententräger
der Garde stehen in der Maria Theresien-Kaserne bereit.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
An den Spieltagen befinden sich 183 Soldaten des Artillerieregiment 1 aus den Garnisonen Feldbach und Fehring im Stadionbad. Zusätzlich befinden sich, auch zwischen den Spielen, 200 Soldaten in der Maria-Theresia-Kaserne als Einsatzreserve.
Luftraumeinsätze
Das Österreichsche Bundesheer führte ab 2. Juni Erkundungsflüge über allen Spielstädten der Euro 08 durch. Aufgabe des Österreichischen Bundesheeres ist unter anderem die Sicherung des Luftraumes vor, während und nach den Spielen. "Sicher ins Finale" ist das Motto, unter dem das Österreichische Bundesheer seinen Beitrag zur Sicherheit und Sicherung der Europameisterschaft leistet.
© Österreichisches Bundesheer
Eine Eurofighter-Patrouille über dem Happel-Stadion in Wien
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Bereits am ersten Spieltag der EURO 08 in Österreich, kam es zu zwei "Priorität A" Einsätzen österreichischer Militärflugzeuge.

Der erste Abfang wurde kurz nach 1900 Uhr geflogen.
Vom Wechsel kommend Richtung Wr. Neustadt flog ein Hubschrauber
unerlaubt in die zeitlich begrenzte Flugverbotszone ein. Zwei PC-7
(Propellerflugzeuge für mittel schnell fliegende Luftfahrzeuge)
fingen den Eindringling ab und eskortierten den Hubschrauber nach Wr.
Neustadt- Flugfeld Ost, wo er um 1932 Uhr landete. Der Pilot wurde
von der Polizei empfangen. Ihm droht ein Verwaltungsstrafverfahren.

Der zweite Einsatz ereignete sich ab 1951 Uhr. Zwei angemeldete
Hubschrauber, aus Spital/ Drau kommend, wurden aus
Sicherheitsgründen von zwei PC-7 nach Klagenfurt eskortiert. Beide
Hubschrauber landeten wie geplant problemlos am Flugplatz in
Klagenfurt.

Die am Boden bereitgehaltenen Kräfte kamen, mit Ausnahme der
Versorgungstätigkeiten für die Exekutive und der zivilen
Organisationen, am ersten Spieltag nicht zum Einsatz. Insgesamt sind
zur Aufrechterhaltung der Sicherheit bei der EURO 08 etwa 3000
Soldaten eingesetzt.

Am 10. Juni kam es um 18.51 Uhr zum dritten
"Priorität A" Einsatz während der EURO 08.


Ein Sportflugzeug mit österreichischem Kennzeichen flog in die zeitlich begrenzte Flugverbotszone bei Bad Ischl ein. Da der Flug weder angemeldet noch genehmigt war, wurden zwei PC 7 Propellermaschinen, die sich bereits in der Luft befanden, zum Abfang angesetzt. Bereits vier Minuten später kam es zum Sichtkontakt und in weiterer Folge zum Funkkontakt mit dem Eindringling. Das Sportflugzeug wurde aus der Flugverbotszone eskortiert und landete wenig später am Flugplatz Wels. Die weiteren Amtshandlungen nahm die Exekutive vor.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Eine PC 7 beim  Überwachungseinsatz während der
Luftraumüberwachungsübung "Bubble 04"
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Am 18 Juni kam es zwischen 18.55 Uhr und 19.54 Uhr zu drei weiteren Abfängen durch österreichische Militärmaschinen - Luftraumverletzungen verursacht durch Pilotenfehler

Um 18.55 Uhr flog eine einmotorige Sportmaschine im Raum Attersee unerlaubt in die Flugverbotszone ein. Zwei Propellermaschinen PC 7 des Bundesheeres wurden mit Priorität "A" auf den Eindringling angesetzt. Die einmotorige Sportmaschine mit österreichischem Kennzeichen wurde um 19.05 Uhr identifiziert und aus der Flugverbotszone eskortiert. Die Landung erfolgte in Wels.

Um 19.20 Uhr flog eine weitere Propellermaschine im Raum Kufstein kurz in die Flugverbotszone ein. Zwei PC 7 wurden mit Priorität "A" auf das Flugzeug angesetzt. Das Sportflugzeug mit deutschem Kennzeichen verließ jedoch kurz darauf den österreichischen Luftraum Richtung Deutschland.

Die dritte Verletzung des gesperrten Luftraumes erfolgte um 19.35 Uhr ebenfalls durch ein Sportflugzeug mit deutschem Kennzeichen westlich von Innsbruck. Die mit Priorität "A" angesetzten PC 7 fingen das Flugzeug kurz vor Verlassen des österreichischen Luftraumes Richtung Deutschland ab und fotografierten es.

Die Kennzeichen aller drei Maschinen sind bekannt. Den Piloten droht nun ein Verwaltungsstrafverfahren. Insgesamt gab es zur Halbzeit der EURO 08 bereits sechs Verletzungen der zeitlich begrenzten Flugverbotszonen. PC 7 Propellermaschinen des Bundesheeres eignen sich besonders gut zum Abfang von mittel schnell fliegenden Flugzeugen oder auch Hubschraubern.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Die Pilatus PC-7 "Turbo Trainer" ist ein voll kunstflugtaugliches Schulflugzeug. Sie besitzt eine Propellerturbine, ein Einziehfahrwerk mit Bugrad und ist für insgesamt 2 Personen zugelassen (Tandemsitzanordnung). Das Flugzeug kann auch mit Maschinengewehren und Raketen bewaffnet werden. Das Flugzeug wird an der Fliegerschule für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung verwendet. Zusatzverwendungen sind taktische Einsätze entsprechend der Bewaffnungsmöglichkeit und Überwachungsflüge.
Die Höchstgeschwindigkeit der Pilatus PC-7 beträgt ca. 500 km/h.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
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Zwei F-5 "Tiger" des Überwachungsgeschwaders rollen am Flughafen
Graz-Thalerhof zur Startbahn. Die Abfangjäger sind, ebenso wie die
Eurofighter, Teil der Luftraumsicherungsoperation rund um die
Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Anflug der "Alouette" III mit Moskaus Bürgermeister Luschkow.
Airport Salzburg, 14. Juni 2008 - Einen besonders hohen Gast hatte
Pilot Stabswachtmeister Christian Richter heute an Bord seines Hubschraubers:
Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow wurde mit einer "Alouette" III
des Österreichischen Bundesheeres sicher von Kitzbühel nach Salzburg geflogen.
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Eine S-70 "Black Hawk" mit dem polnische Präsident Lech Kaczynski
an Bord landet vor dem Theseustempel im Wiener Volksgarten.
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
Erster Eurofightereinsatz über Österreich

Am Freitag den 20. Juni führten die Eurofighter des Bundesheeres ihren ersten Einsatz über Österreich durch. Nachdem eine ausländische Militärmaschine unerlaubt in den österreichischen Luftraum eingedrungen war, näherten sich zwei Eurofighter, nahmen Sichtkontakt auf und geleiteten den Flieger aus dem heimischen Luftraum.

Während des Finalspiels wurde außerdem ein Heißluftballon im Bereich des Wienerwaldes zur Landung gezwungen.
© Österreichisches Bundesheer
Eine Eurofighter-Patrouille über dem Innsbrucker Tivoli-Stadion
© Österreichisches Bundesheer - www.bundesheer.at
EURO 2008: Erfolgsbilanz des Bundesheeres
Wien, 30. Juni 2008 - Etwa 3.000 Soldaten und Zivilbedienstete des Bundesheeres standen während der EURO 2008 im Einsatz. Sie erbrachten dabei rund 31.850 Manntage als Arbeitsleistung und lieferten damit einen wesentlichen Beitrag zu einem sicheren Fußballfest in Österreich. Die Aufgaben des Bundesheeres umfassten die Luftraumüberwachung, die Bereithaltung von Sanitätspersonal und ABC-Abwehr-Spezialisten, Unterstützungsleistungen für die Exekutive sowie Protokollaufgaben.

Heer sichert Luftraum

Zur Sicherung des Luftraumes über den Stadien und für Transportaufgaben wurden insgesamt 40 Hubschrauber und 25 Flächenflugzeuge eingesetzt, darunter auch erstmals der Eurofighter. Dabei absolvierten die Luftstreitkräfte rund 680 Flugstunden. Insgesamt wurden acht Verletzungen der Flugbeschränkungsgebiete festgestellt.

Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt

Verteidigungsminister Norbert Darabos zog heute eine positive Bilanz über den Einsatz des Österreichischen Bundesheeres in den vergangenen drei Wochen: "Trotz anderer fordernder Aufträge ist das Bundesheer auch bei der EURO seinen Aufgaben ausgezeichnet nachgekommen. Unserer Soldatinnen und Soldaten haben ihre Einsatzbereitschaft wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Sanitätspersonal

In den Bundesländern hielt das Bundesheer je Spielort und Spieltag 200 Patiententräger, sowie in Wien 400 Patiententräger an Spieltagen und 100 Patiententräger an spielfreien Tagen bereit. Zusätzlich standen Sanitätsfahrzeuge, Patiententransportbusse und Hubschrauber zur Verfügung. Die Militärspitäler und Sanitätseinrichtungen des Bundesheeres wurden auf die volle Aufnahmekapazität hochgefahren.
aus
Österreichs Bundesheer
Informationssystem des Bundesministeriums für Landesverteidigung
www.bundesheer.at
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