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Franzosenkriege
Schlacht von
Aspern 1809 |
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Ab 1808 bereitete Österreich auf Betreiben seines Außenministers
Graf von Stadion neuerlich einen Krieg gegen Napoleon vor. Nach anfänglichen
Erfolgen u. a. durch Andreas Hofer in Tirol musste
sich Österreich nach einem kurzen Sieg in Aspern erneut geschlagen
geben.
Der Oberbefehlshaber der Österreicher, Erzherzog Carl, befand sich auf dem Rückzug von
Bayern und suchte die Vereinigung mit Hiller's Streitkräfte noch vor Wien, um die
Verteidigung der Stadt zu organisieren. Hiller hatte aber schon genug Schwierigkeiten,
sich den Verfolgern zu entziehen. Im Zuge dieses Rückzugs kam es auch zum blutigen
Treffen von Ebelsberg, bei Linz. Dort gelang es zwar den Franzosen unter fürchter-lichen Verlusten die Stadt einzunehmen, aber
nur weil sich Hiller einer Umzingelungsgefahr durch eine schnelle Absetz-bewegung
entziehen musste. |
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Der Löwe von Aspern, Denkmal
von Anton Fernkorn
"Dem Andenken der, am 21 und 22 May 1809
ruhmvoll gefallenen österreichischen Krieger" |
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Im weiteren Verlauf des Feldzuges versuchte Hiller
die Garnison Wiens zu verstärken, um Napoleon an der Eroberung zu hindern. Erzherzog Carl erkannte aber,
dass er nicht rechtzeitig würde eintreffen können und gab den Befehl, Wien aufzugeben,
und alle kampffähigen Soldaten dem Feldheer zuzuführen. Napoleon zog in Schönbrunn ein,
während sich die österreichische Armee am nördlichen Rand des Marchfeldes sammelte.
Entgegen dem Entschluss Carls, den Uferwechsel vorzunehmen und Napoleon
die Entscheidungsschlacht am rechten Donauufer zu liefern, beschloss
der Hof, unter dem Einfluss von Generalquartiermeister Wimpffen, abzuwarten
und die schwierige Aufgabe der Donauüberquerung mit all ihren Risken
den Franzosen zu überlassen. Wie risikoreich dieses Unterfangen war,
sollte Napoleon sehr bald erfahren. Die Ruhepause kam dem Erzherzog
Carl gelegen. Er nutzte sie, um das Feldheer in seinen neuen Bereitschaftsräumen
am nördlichen Rand des Marchfeldes zu entfalten. Napoleon hingegen
hatte es äußerst eilig, die Entscheidung herbeizuführen.
Das französische Heer war weit im Feindesland und Europa wartete gespannt auf die weitere
Entwicklung. Die Vernichtung der militärischen Mittel Österreichs war der unabdingbare
Schlusspunkt, sollte der Feldzug für Napoleon erfolgreich enden. Dazu kam die
Notwendigkeit, den deutschen Nationen und dem Zaren die Furcht und den Respekt vor der
militärischen Macht Frankreichs zu erhalten.
Für Österreich bestand die Aussicht, durch einen Sieg seine - nach 1805 verlorenen -
Gebiete zurückzuerlangen, und zur ersten Macht einer europäischen Koalition gegen
Napoleon aufzusteigen. Napoleon wählte für den Übergang auf das Nordufer den Weg über
die Lobau. Der dichte Bewuchs dieser Insel verhinderte das Erkennen der französischen
Vorbereitungen. Ohne auf seine dislozierten Korps zu warten, begann Napoleon mit dem
Brückenschlag von Kaiserebersdorf über den Hauptarm der Donau in die Lobau, und von dort
aus in den Raum zwischen Aspern und Eßling. |
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| Bereits am 20. Mai, bei der ersten Phase über den Hauptarm in die Lobau, brachen die Brücken unter der Wucht der
Wassermassen der durch Schneeschmelze angeschwollenen Donau. Obwohl seine Verbindungen
keineswegs gesichert waren, schien Napoleon das Risiko einer Niederlage als gering anzusehen. Er glaubte nicht, dass die österreichische Armee ihm Paroli
bieten könnte. Auch hegte er die Befürchtung, Carl würde sich der Entscheidung durch
einen Marsch nach Mähren zu entziehen suchen. Napoleon ließ unverzüglich mit dem Bau
der Brücken über den Stadlauer-Arm beginnen. Zur Sicherung der Arbeiten vertrieb man die
österreichischen Posten und brachte einige Kompanien im Gehölz der Mühlau in Stellung.
Die ersten französischen Einheiten, die in das Marchfeld vordrangen,
bestanden hauptsächlich aus leichter Kavallerie um die Dispositionen der
Österreicher zu erkunden. Da diese das Vorpostengefecht jedoch gewannen,
und die französische Kavallerie zurückgeschlagen wurde, verlor Napoleon
den Kontakt zum Gegner und in der Nacht zum 21. Mai setzte der erste
Teil der Franzosen über in dem Glauben, dass sich Erzherzog Carl auf dem
Rückzug befände. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt durch die
Tatsache, dass sich die österreichischen Korps auf dem Marsch zur Donau
befanden, und daher für die Franzosen keine Lagerfeuer zu sehen waren. |
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"Napoleonstein"
Napoleons Hauptquartier |
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Napoleonstraße |
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| Beide Feldherren waren enttäuscht. Napoleon,
weil er die Chance für die ersehnte Schlacht verstrichen
glaubte, und der Erzherzog Carl, weil er vermutete, dass die
Aktion Napoleons bestenfalls die Errichtung eines
Brückenkopfes bedeutete. Dies, da die momentane Hochwassersituation
ein Übersetzen der ganzen Armee in seinen Augen allzu gefährlich machte. So gingen sowohl
Napoleon, als auch der Generalissimus von falschen Voraussetzungen aus, als sie ihre
Armeen aufeinander zubewegten. Auch der Morgen brachte kaum Neues, da dichter Nebel die
Donauauen einhüllte und die Sicht völlig verdeckte.
Napoleon trieb den Übergang auf das Nordufer jedoch mit größter Eile voran, um kein
Risiko einzugehen, was die Haltbarkeit der Brücken betraf. Als sich der Vormarsch Masenas
gegen Eßling und Groß-Enzersdorf entwickelte, gab Carl die Angriffsdispositionen aus.
Von der Linie Groß-Jedlersdorf - Gerasdorf - Deutsch-Wagram ausgehend, sollte die Armee
in fünf Kolonnen gegen die Donau vorrücken: die 1. Kolonne - (das 6. Korps unter FML
Hiller) gegen Aspern, die 2. (das 1. Korps unter GdK Bellegarde) - über Kagran
gegen Hirschstetten, die 3. (das 2. Korps unter FML Hohenzollern-Hechingen)
ebenfalls gegen Aspern, die 4. (das 4. Korps unter FML Rosenberg u. FML Dedovich) - über
Aderklaa und Raasdorf gegen Eßling und die 5. Kolonne (die Divisionen Hohenlohe und Rohan
vom 4. Korps) - über Parbasdorf und östlich von Raasdorf an die Donau östlich von
Grossenzersdorf. Die Armeereserve (die schwere Kavallerie und die Grenadiere unter GdK
Liechtenstein) - sollte zwischen der 3. u. 4. Kolonne in den Raum zwischen Aspern und
Esslig vorrücken. Diese Dispositionen gingen von einem Angriff der Franzosen gegen
Hirschstetten aus, doch von einem solchen Angriff konnte im Moment keine Rede sein, ganz
im Gegenteil! Am Morgen des 21. war die Brücke über den Hauptarm zerstört worden, und
Napoleon plante, angesichts der anrückenden überlegenen österreichischen Kräfte, einen
Rückzug auf die Lobau.
Zu diesem Zeitpunkt standen ihm nur einige Divisionen auf dem Nordufer
zur Verfügung. Da sich jedoch bereits einige Einheiten im Kampf befanden,
seine Generäle ihm versicherten, zumindest die beiden Orte Aspern
und Esslig für den Rest des Tages halten zu können, und ihm gemeldet
wurde, dass die Brücke wiederhergestellt sei, entschloss er sich,
die Schlacht doch aufzunehmen. Mittlerweile war es Nachmittag geworden,
und Napoleon rechnete damit, in der Nacht zum 22. die gesamte Armee
überzusetzen. Nun entwickelte sich die Schlacht, zuerst zwischen Hiller und Massena im Raum Aspern. Unterdessen
entfalteten sich die übrigen Korps in die Breite, da ihnen die weiteren Pläne Napoleons
völlig unklar waren. Mit grosser Vorsicht näherten sie sich und es
war schon später Nachmittag, bevor sie auch nur in der Nähe
des Schlachtfeldes eintrafen. |
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Der ehemalige Friedhof war am
21. und 22. Mai 1809 der Brennpunkt der
Schlacht von Aspern. Sechsmal von den Franzosen und
Österreichern
erstürmt und verteidigt, wurde er endgültig von Einheiten der
Regimenter
Benjowsky und Klebek, sowie von 3. Wiener Freiwilligenbataillon
erobert. |
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Gedenkstein
Pulverturmmagazin der Franzosen |
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Gedenkstein
Friedhof der Franzosen |
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| Hiller hatte bereits einen Teil von Aspern eingenommen, als im
Zentrum ein heftiges Kavallerieduell entbrannte. Nach kurzem blutigen Kampf gelang es, die
französischen Regimenter zurückzuschlagen, aber die Reserve war bereits angeschlagen und
musste sich zuerst reformieren, bevor sie wieder eingesetzt werden konnte.
Somit konnte der Erzherzog im Zentrum vorerst keinen Druck ausüben, da das 2. Korps
hinter Hiller aufmarschierte. Erst als Carl feststellte, dass die Schlacht nicht, wie
angenommen, im Raum Hirschstetten stattfinden würde, wurde diese Schwäche der
österreichischen Aufstellung offensichtlich. Da dämmerte jedoch bereits der Abend. Wenn
auch das österreichische Zentrum nicht soviel Infanterie aufwies, als nötig gewesen
wäre, um starken Druck auf Napoleons Mitte auszuüben, so schafften es die wenigen
Bataillone doch, alle weiteren französischen Kavallerieattacken zurückzuschlagen. Die
Österreicher behielten die Ruhe und Disziplin, die gute Truppen kennzeichnen. Die
leichten französischen Siege sollten endgültig der Vergangenheit angehören. Während
die Kämpfe im Zentrum auf ein Patt hinausliefen, versuchte Erzherzog Carl, auch Hiller
den östlichen Ankerpunkt der französischen Position einzunehmen. Eßling war insgesamt
offener im Aufbau als Aspern, es schien also leichter, es zu erobern.
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| Eßlinger Schüttkasten |
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Die Division Boudet verfügte aber über einen gewaltigen Trumpf, den großen
Schüttkasten. Dieser massive Bau ermöglichte es den Franzosen, den Ort erfolgreich zu
verteidigen. Dazu kam noch die Tatsache, dass FML Rosenberg seine Einheiten nach einander
zum Einsatz brachte, anstatt sie zu einem konzertierten Angriff zusammenzufassen. Trotz
der Initiative Carls, konnte Rosenberg nicht dazu gebracht werden, den Druck auf Boudet
und seine geringen Kräfte zu verstärken. Als um 23 Uhr die Kämpfe erloschen, war
Eßling immer noch fest in französischer Hand.
Der erste Tag hatte keine Entscheidung gebracht, dafür aber erbitterte Kämpfe. Nun
sollte der darauffolgende 22. Mai den Feldzug beenden. Beide Oberkommandierende waren mit
den Resultaten zufrieden. Erzherzog Carl glaubte, der gesamten französischen Armee
getrotzt zu haben. und rechnete mit einem Rückzug der Franzosen auf das Südufer.
Napoleon hingegen war nicht vom Nordufer vertrieben worden, obwohl er nur einen Teil
seiner Kräfte hatte einsetzen können. Carl hatte seine zahlenmäßige Überlegenheit
nicht ausspielen können und so hoffte der Kaiser, in der Nacht, durch die restlichen
Korps verstärkt, den Gegner am nächsten Tag vom Schlachtfeld zu fegen. Sein Plan sah
vor, mit der nötigen Infanterie das österreichische Zentrum zu durchbrechen und die
beiden Flügel auseinander zutreiben. Dazu musste Massena Aspern endlich nehmen und
halten. Hier begann auch der Kampf am 2. Tag mit einem Erfolg für die Franzosen, als es
ihnen gelang, die Österreicher unter Wacquant aus dem Ort zu vertreiben. Hiller, der
durch die zu geringe Motivation seines Generals aufgebracht war, griff selbst ein, und
verhinderte vorerst ein weiteres Vordringen Massenas. Gleichzeitig gelang es Lannes, die
beiden Kolonnen, des nach wie vor ungeschickt operierenden Rosenberg, zu trennen, und
Hohenlohe auf Groß-Enzersdorf zurückzuwerfen.
So begann der 2. Tag für die Franzosen planmäßig. Der Aufmarschraum war vergrößert
und die auf den wiederhergestellten Brücken herangeführte Division wurde sofort dem 2. Korps beigefügt, das den Angriff auf das
österreichische Zentrum durchführen sollte. Die Stossrichtung zielte auf eine
Schwachstelle, nämlich die Naht zwischen dem 2. Korps (3. Kolonne) unter Hohenzollern und
der Kavalleriereserve Liechtensteins. Erzherzog Carl wartete ab, weil es noch nicht
ersichtlich war, wohin der französische Angriff genau gerichtet war. Außerdem bestand im
Zentrum keine unmittelbare Gefahr, da die Grenadierreserve bereitstand.
Aspern zurückzuerobern war momentan wichtiger, und Carl befahl Hiller, mit aller Wucht
anzugreifen. Bellegarde sollte diesen Angriff unterstützen. Danach ritt Carl ins Zentrum,
um persönlich den weiteren Verlauf der Kämpfe zu überwachen. Die Schlacht strebte ihrem
Höhepunkt zu.
Am Beginn des französischen Angriffs, gelang es Carl, die Infanterie in guter Ordnung zu
halten, wenn auch hohe Verluste hingenommen werden mussten. Mit Hilfe der Artillerie
konnte Lannes sogar gestoppt werden, woraufhin der Marschall seine Kavallerie (ca. 9000
Mann) auf breiter Front in den Angriff schickte. Diesmal musste die österreichische
Kavallerie hinter die Infanterie zurückweichen, die aber selbst Auflösungserscheinungen
zeigte. Als hier das Regiment Zach unter besonders heftigen Druck geriet, und zu
zerbrechen drohte, kam es zum berühmten Eingreifen Erzherzog Carl, das seither, in
ungezählten Varianten, falsch dargestellt wurde. Carl hielt die Fahne des Regiments
sicher nicht hoch, zumal er, laut eigener Aussage, dazu körperlich gar nicht in der Lage
gewesen wäre.
Trotzdem ist es seinem mutigen persönlichen Einsatz zu verdanken, dass in diesem
kritischen Moment der Angriff der Franzosen gestoppt werden konnte. Lannes hätte hier und
jetzt Verstärkungen gebraucht, um noch den Erfolg herbei zuführen, aber gerade in diesem
Augenblick erfuhr er, dass die Brückenverbindung mit dem Südufer unterbrochen worden
war, und dass mit weiteren Truppen nicht zu rechnen sei. Unterdessen war Aspern von Hiller
wieder erobert worden. Ein halbherziger Versuch Massenas, Aspern zu erstürmen scheiterte,
und Napoleon sah nun die Hoffnungslosigkeit der Situation ein, und um 11 Uhr erteilte er
den Rückzugsbefehl. Dieser Befehl beendete jedoch noch keineswegs die Kampftätigkeit,
denn die beiden Ortschaften waren für die Deckung des französischen Rückzugs von
großer Bedeutung. Aspern wurde insgesamt sechs Mal von Hiller erobert, und blieb in
österreichischer Hand. Ein Flankenangriff auf die französischen Rückzugslinien gelang
jedoch nicht, und Eßling konnte auch nach weiteren schweren Angriffen
nicht vollständig eingenommen werden.
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| Die französische Kaisergarde verhinderte diese
Versuche, den französischen Rückzug in eine heillose Flucht zu
verwandeln. Aus diesem Grund findet man auch den Namen "Eßling" als Siegesehrung auf französischen Fahnen. Wohl auch
als Ehrung für Lannes, dem französische Heerführer, der an seinen in Eßling erlittenen
Verwundungen, wenig später in der Lobau erlag. Napoleon war zufrieden mit der Tatsache,
dass die Österreicher seinen Rückzug nicht erschwerten, und zog sich auf die Lobau
zurück. Erzherzog Carl versuchte nur mehr weitere schwere Kämpfe zu vermeiden - entgegen
der Meinung seiner Umgebung - die hier wohl eine Gelegenheit sah, Napoleon noch
entscheidender zu schlagen. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob sich eine wirkliche
Gelegenheit bot. Was für Napoleon bereits feststand, nämlich die Notwendigkeit einer
weiteren Schlacht, um seine erste persönliche Niederlage wettzumachen und seine
politische Zukunft mit einem, alles entscheidenden, Sieg zu sichern, war auch Erzherzog
Carl klar. Nun ging es darum, Verstärkungen herbeizuschaffen, um gleichgerichteten
Bestrebungen Napoleons entgegenzuwirken.
Während der nächsten 6 Wochen zogen beide Feldherren alle verfügbaren Reserven an sich,
und Napoleon bereitete den zweiten Übergang über die Donau sorgfältiger vor. Er hatte
einsehen müssen, dass die Österreicher sehr wohl ein ebenbürtiger Gegner geworden
waren; auch für den größten Feldherrn der Moderne. Allerdings nahm die Geschichte
vorerst noch einmal eine Wende in der großen Schlacht von Deutsch-Wagram.
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Briefmarken bei Post.at zum Thema |
| 200 Jahre Schlacht bei Aspern und Essling |
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Aspern, auf dem linken Donauufer
gelegen, ist zu Fuß nur etwa eine
halbe Stunde von Essling entfernt.
Östlich und nördlich davon breitet
sich das Marchfeld aus, das im
Westen vom Bisamberg begrenzt wird.
Bei ebendiesem stand die Armee von
Erzherzog Karl, der sich nach den
unglücklichen Kämpfen bei Regensburg
wieder zur Donau zurückgezogen
hatte. Er war fest entschlossen, den
strategisch wichtigen Punkt, wo sich
die Straßen nach Böhmen, Mähren und
Ungarn vereinen, gegen Napoleon zu
verteidigen. Die Franzosen rückten
am 13. Mai in Wien ein und standen,
fast 90.000 Mann stark, auf dem
rechten Ufer der Donau – bereit,
diese zu überschreiten. Als
Übergangspunkt wählte Napoleon jene
Stelle, wo die Lobau von zwei Armen
der Donau umschlossen wird. Am 20.
Mai begannen die Franzosen sodann
den Übergang über den nördlichen
Flussarm und besetzten die Dörfer
Aspern und Essling; bis zum nächsten
Tag hatten es etwa 30.000 Mann auf
das linke Donauufer geschafft – und
zwar in der Art, dass Masséna bei
Aspern, Lannes bei Essling und
zwischen beiden Napoleon selbst
stand, als Erzherzog Karl mit seiner
Armee zum Angriff auf die Franzosen
schritt, um sie über die Donau
zurückzuwerfen, die Brücken zu
zerstören und die Ufer mit
Artillerie zu besetzen. |
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Erscheinungsdatum: |
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04.06 2009 |
|
Auflagenhöhe: |
|
300.000 |
|
Druckart: |
|
Offset |
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Entwurf: |
|
Hannes Margreiter |
| Druck: |
|
Österreichische
Staatsdruckerei |
| Art: |
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Blockausgabe |
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auszugsweise aus |
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| www.post.at/276.php |
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Franzosenkriege /
Österreich / Geschichte |
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