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| Spanische Galleone |
| Modellbau: Erhard Gaube |
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| Bild: Spanische Galleone Spanish
Galleon - © Citype |
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| Geschichtlich gesehen war die spanische Galleone einer der
berühmtesten Schiffstypen während des goldenen Alters der Segelschiffe. Die ersten
Galleonen traten um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts in Erscheinung, und für fast
hundert Jahre dienten diese beliebten Segelschiffe als Kriegs- sowie auch als
Handelsschiffe. Die Galleone ist ein direkter Nachkomme der durch Ruder betriebenen
Galeeren, die Rümpfe waren schlanker als die massigen, schwerfälligen Naos, und dennoch
fassten ihre Laderäume große Warenmengen. Spanische Galleonen befuhren die Weltmeere und
transportierten Juwelen, Gold, feine Stoffe und andere wertvolle Ware. |
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| Um Angriffe von Seeräubern abzuwehren, hatten die
spanischen Schiffe ihren eigenen Schutz in Form von schweren Messingkanonen. Die berühmte
spanische Armada von 1588 war aus über 70 bewaffneten Galeonen zusammengestellt. In einer
der größten Seeschlachten der Geschichte forderte die mächtige spanische Flotte die
kleine Seemacht von Englands Königin Elizabeth heraus. König Philip II von Spanien
plante seine mächtige Armada dazu zu benutzen, seine Armee über den Ärmelkanal zu
transportieren, und die britische Insel zu erobern. Die Galleonen hatten einen
tiefgehenden Einfluss auf die Schiffskonstrukteure der Welt. Ihre verbesserten
Handhabungseigenschaften waren deutlich sichtbar, und ihre grundsätzlichen Linien wurden
bald von fast allen europäischen Schiffsbauern übernommen. Die spanischen Galleonen
waren farbenfroh angemalt und mit Wappenschildern dekoriert. |
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Modellbausatz:
Spanische Galleone
Hersteller: Revell
Maßstab 1:96
Länge 724 mm
Höhe 635 mm
(Dieser Bausatz ist leider nur noch über Ebay verfügbar) |
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| Bauphasen: |
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| (modifizierte Version des Revell Bausatzes) |
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| I. Rumpf und Unterdeck |
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Ausfüllen von Fugen und Schleifen des
Achterstevens und Heckgestaltung |
Hauptdeck in Richtung Bug |
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Hauptdeck mit offenen Geschützpforten
ins fertige und bestückte Unterdeck |
Bugpartie - Grundierung des
Bootsrumpfes |
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| II. Hauptdeck und Aufbauten |
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Oben links: Die eingebauten Kanonen im
Hauptdeck in Richtung Vorschiff
Oben rechts: Geöffnete Pfortendeckel
des Unterdecks auf der Steuerbordseite
Links: Hauptdeck mit 2 nebeneinander-
liegenden Halterungen für die Schaluppen
und offenen Luken ins Unterdeck
Unten links: Steuerbordseite mit den
bestückten und geöffneten Geschützpforten
des Batteriedecks.
Unten rechts: Hauptdeck mit Knechten |
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| III. Vorschiff |
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Oben links: Patinierte Schaluppen und
Kanonen mit Kanonentakel
Oben rechts: Patiniertes Vorschiff mit
Mastfischung, Knechte, Taue und Blöcke
Links: Ankerbalken mit Stockanker |
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| IV. Achterschiff |
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Ausgefräste Fenster des
Rumpfaufbaus Achtern, mit auf der
Rückseite eingesetzten Querstreben |
Schrägansicht Steuerbord - Achtern |
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Ansicht des Plattgatthecks
mit Rumpfaufbau und Achtersteven |
Haupt- und Achterdeck |
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| Galerien des Achterschiffs |
Patinierte Galerie des Achterschiffs
mit von innen beleuchteten Fenstern |
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| V. Beleuchtung |
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| Die beleuchteten Hecklaternen |
Innenbeleuchtung |
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| VI. Mastaufbau - Takelung |
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| VII. Gallionsfigur |
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modifizierte Gallionsfigur |
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| VIII. Flaggenvorlagen |
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Oben: Angefertigte Vorlagen für Flaggen und Schilder. Im linken Bild
die fertige Heckflagge mit befestigten Borten, zwischen den beiden Hecklaternen. |
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| Verwendetes Zubehör und Material: |
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| Farben |
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| Revell: |
89 (Rumpfunterseite)
94 |
| Humbrol: |
186 (Rumpf)
83 (Deck)
63 (Masten)
94 (Blöcke) |
| Pelikan: |
Plaka 70 (Patina) |
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| Verbrauchsmaterialien: |
| Kleber |
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| Revell: |
Contacta Gel und Contacta Professional |
| Humbrol: |
Liquid Poly Füssig und Model Filler |
| Loctite: |
Superkleber Gel und Flüssig |
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| Zubehör: |
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| Ladegut |
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| Einbaulampen |
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| Viessmann Parklaternen 6620 N
(Hecklaternen) |
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| Werkzeug: |
| Bohr- und Fräsgerät: |
| PROXXON MICROMOT 40/E |
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Die Galeone ist ein Segelschiffstyp, der sich in der
ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts herausbildete und bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts
stark weiterentwickelt wurde. Galeonen waren große Kriegsschiffe, die mit zahlreichen
Kanonen bewaffnet waren. Ihre drei oder vier Masten trugen überwiegend Rahsegel.
Verbreitung und Einsatz
Galeonen waren zunächst vor allem in Spanien, Portugal und England verbreitet. So ist es
nicht verwunderlich, dass die Spanier ihre großen Galeonen benutzten, um Truppen und
Ausrüstung für die Eroberung Amerikas westwärts über den Atlantik zu transportieren.
Auf ihren Fahrten in der Gegenrichtung waren die Konvois mit erbeuteten Goldschätzen
beladen und weckten immer wieder die Begehrlichkeiten vor allem englischer und
französischer Piraten und Freibeuter. |
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| Spanische Armada |
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| Auch die Armada, die große Flotte, die Spaniens
König Philipp II. 1588 zum Angriff auf England ausschickte, bestand zum Teil aus
Galeonen. Die Spanier wurden allerdings trotz zahlenmäßiger Überlegenheit in einer
Seeschlacht im Ärmelkanal von der englischen Flotte besiegt, da die kleineren englischen
Galeonen wendiger und seetüchtiger waren und ihre Kanonen besser zum Einsatz bringen
konnten. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatte sich der Galeonentyp so weit verbreitet,
dass die Bezeichnung allmählich außer Gebrauch kam - es gab im europäischen Raum
praktisch keine anderen großen Segelschiffe mehr. Die letzten Schiffe, die noch
gelegentlich als Galeonen bezeichnet werden, sind die englische Prince Royal (1610), die
französische Saint Louis (1626) und die schwedische Wasa (1628). Danach ging man dazu
über, Schiffe nach ihrer Größe oder ihrem Verwendungszweck zu unterscheiden, wie etwa
Fregatte, Linienschiff oder Ostindienfahrer. Die spanischen Schiffe, die Handelswaren und
Schätze aus den Kolonien nach Europa beförderten, wurden noch im 18. Jahrhundert
Galeonen genannt. Mit diesem Begriff wurde allerdings kein bestimmter Schiffstyp mehr
bezeichnet, sondern jedes Schiff, was in dieser bestimmten Funktion unterwegs war. |
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Entwicklung und Merkmale
Der Ursprung der Galeone liegt im Dunkeln. Der Schiffstyp könnte aus dem Versuch
entstanden sein, die Kampfkraft der großen Karacken mit den guten Segeleigenschaften der
kleineren Karavellen zu kombinieren. Auch über den Ursprung des Wortes Galeone selbst ist
nichts gesichtertes bekannt. Gemutmaßt wird aber, dass sich die Bezeichnung vom Galion
ableitet, das ein wesentliches Merkmal des Schiffstyps darstellt. Im Vergleich zu den
älteren Karacken hatten die Galeonen einen schlankeren Rumpf. Das Verhältnis von Länge
über alles : Kiellänge : Breite betrug bei den Galeonen etwa 4:3:1, während es sich bei
den Karacken auf 3:2:1 belief. Die Aufbauten an Bug und Heck der Schiffe folgten bei den
Galeonen den Linien des Rumpfes und verjüngten sich nach oben hin stark. Sie waren auch
wesentlich niedriger als die blockhaften und vorspringenden Vorder- und Achterkastelle,
die bei den Karacken auf die Rümpfe aufgesetzt wurden. Während das Heck der Karacken
rund gestaltet war (Rundgatt), verfügten die Galeonen wie die Karavellen über ein
Plattgatt oder Spiegelheck. |
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Ein wesentliches Merkmal der Galeonen ist die Existenz
eines Galions. Diese Plattform am Bug der Schiffe erleichterte das Bedienen des
Blindensegels am Bugspriet. Im 16. Jahrhundert waren die Galeonen oft mit einfachen
geometrischen Mustern in verschiedenen Farben bemalt und trugen Wappenschilde an der
Reling. Mit Beginn des 17. Jahrhunderts wurden sie vor allem am Heck immer prächtiger mit
Schnitzereien verziert, die zum Teil sogar vergoldet wurden. Dreimastige Galeonen trugen
an Fock- und Großmast Rahsegel, am Besanmast ein Lateinersegel. Bei viermastigen Galeonen
kam ein weiteres Lateinersegel am Bonaventurmast dazu. Alle Galeonen hatten zumindest an
den vorderen Masten Marssegel, die größeren auch Bramsegel. Zur Bauzeit der frühen
Galeonen hatten Kanonen meistens kleine Kaliber und waren nicht sehr treffsicher.
Seeschlachten wurden im Enterkampf entschieden, wobei die Kämpfer auf einem größeren
und höheren Schiff deutlich im Vorteil waren. Daher waren auch die älteren Galeonen (und
die spanischen bis zur Armadaschlacht) mehr in die Höhe gebaut, was sie allerdings
schwerfälliger und weniger seetüchtig machte (wie auch die Karacken).
Als sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts Kanonen durchsetzten, deren Kugeln auch eine
Schiffswand durchschlagen konnten, hatte sich der Typ des Enterkampfschiffes überlebt.
Ein Schiff mit überlegener Artillerie konnte seinen Gegner auf Abstand halten, so dass
dessen vielleicht größere Entermannschaft gar nicht erst zum Einsatz kam. In der Folge
wurden die Galeonen niedriger gebaut und erhielten eine immer stärkere Bestückung mit
schweren Geschützen. |
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|
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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