Innere Stadt
1. Bezirk
Fläche: 2,88 km²
Einwohner: 18.002 (1991)
17.056 (2001)
Graben
Graben, Wien - © Citype, Gaube
Einkaufsstraßen in Wien
Graben
In den schematischen Darstellungen (die Straße wird immer senkrecht dargestellt) befindet sich die Hausnr. 1 unten, und ist zur groben Orientierung zwischen Querstraßen (immer Waagrecht) steigend nach oben dargestellt.
Straßenbahnstationen, Einträge, Hausnummern sind rein grafische Darstellungen, und geben nur ungefähr den Standort zwischen den Querstraßen an.
Nr 19 / 20
U 3
Kohlmarkt
Tuchlauben
Nr 17
Nr 21
Habsburgergasse Nr 16
Nr 22 Jungferngasse
Bräunerstraße Nr 14
Nr 28
Dorotheergasse Nr 11
Trattnerhof
Nr 10
Spiegelgasse
Sailergasse Nr 7
Nr 32
U 1 Nr 3
U Station - U 1 / U3 U 1
Stephansplatz
Stephansplatz
U 3
graben-77.jpg (10392 Byte)
Gastronomiebetriebe
Graben
Der Graben
agrab2.jpg (23806 Byte)
aus

www.aeiou.at
Bilder Album
Blick auf den Wiener Graben, aus dem 1915 veröffentlichten Werk "Mein Österreich, mein Heimatland"
Der Graben um 1905
Käthe Springer; Wien City Guide
Die Prachtstraßen - Der Graben
© Verlag Christian Brandstätter - Manfred Horvath
Bild: Die Pestsäule am Graben
© Verlag Christian Brandstätter - Manfred Horvath
Das Haas-Haus markiert den Beginn des Grabens, einer weiteren Prachtstraße im Zentrum Wiens. Seine Existenz verdankt er eigentlich den Engländern, denn für die Planierung des alten Stadtgrabens wurde ein Teil des enormen Lösegelds verwendet, das die Österreicher für die Herausgabe des von
ihnen gekidnappten Königs Richard I. Löwenherz erhalten hatten. Halb Straße, halb Platz, ist der Graben heute, zusammen mit dem Kohlmarkt, die eleganteste Einkaufs- und Flaniermeile Wiens. Hier sind die edelsten und teuersten Läden zu finden – darunter eine geballte Ladung ehem. k. u. k. Hoflieferanten: Juwelier Heldwein (Nr.13; gegr. 1902), Konditorei Lehmann (Nr.12), Porzellanhaus Denk (Nr.13; gegr. 1702), Parfümerie J. B. Filz Sohn (Nr.13; gegr. 1809) oder Modegeschäft Kniže (Nr.13; 1910-13 von Loos erbaut). Hier trifft man sich in den großen Straßencafés oder flaniert unter Topfpalmen, die dem Straßenzug das vornehme Flair der Jahrhundertwende verleihen. Lange war rund um den Graben auch das älteste Gewerbe vertreten mit seinen vielbesungenen „Grabennymphen“. Das traditionsreiche Café de L’Europe (Nr.31) könnte noch davon erzählen: Anfang des Jh.s traf man hier in dem ständig überfüllten Kaffeehaus tagsüber das Bürgertum und nachts die strahlende Halbwelt an. Ab dem Frühjahr 1933 kamen noch die politischen Emigranten aus Deutschland dazu, die das Café zu ihrem nächtlichen Treffpunkt wählten – unter ihnen Bert Brecht und Walter Mehring -, bevor die meisten Besucher ins Exil mußten. Ein Besuch des „L’Europe“ ist auch heute noch empfehlenswert: Erstens wird der Kaffee hier noch selbst geröstet, und zweitens hat man vom ersten Stock des neu renovierten Lokals einen wunderschönen Blick auf den Graben.

In der Mitte des Platzes erhebt sich die barocke Pestsäule (auch Dreifaltigkeitssäule), die auf ein Gelübde Kaiser Leopolds I. zurückgeht, als die Pest 1679 in Wien rund 100.000 Opfer forderte. Und noch eine Sehenswürdigkeit befindet sich in der Mitte des Platzes: die wunderschön renovierten, von Adolf Loos entworfenen Jugendstil-WCs, die aufzusuchen sich auch ohne „dringendes“ Bedürfnis lohnt.


Etwas weiter Richtung Kohlmarkt zweigt rechts vom Graben die Jungferngasse ab, die zur Peterskirche führt. Der barocke Bau mit der mächtigen Kuppel wurde 1703-08 von Johann Lukas von Hildebrandt ausgeführt und fügt sich in vollendeter Weise in die Enge der Altstadt ein. Ende November, Anfang Dezember ist hier eine stimmungsvolle Krippenschau zu sehen.
Graben, Wien - © Citype, Gaube
Am Ende des Grabens liegt die „Tuchlauben“ genannte Straße, wo das Haus Nr.19 mit den gotischen Neidhart-Fresken besonders sehenswert ist. Ein reicher Tuchhändler hatte um 1400 seinen Festsaal mit Darstellungen aus den Dichtungen des Minnesängers Neidhart von Reuenthal ausmalen lassen. Später verdeckt und teilweise zerstört, stieß man 1979 zufällig auf diese ältesten Profanmalereien Wiens.

Links zweigt vom Graben der mondäne Kohlmarkt ab, dem seine schmuddeligen Anfänge als Alt-Wiener Holzkohlenmarkt nicht im entferntesten mehr anzusehen sind. Hier setzt sich fort, was gut und teuer ist.
auszugsweise aus
Käthe Springer; Wien City Guide
Top Tips
Top Secrets
Top Infos
Photographien von Manfred Horvath
Verlag Christian Brandstätter - Wien
mit freundlicher Genehmigung
Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen und öffentliche Stellen
www.brandstaetter-verlag.at
Graben-Passage in alter Pracht
Rathauskorrespondenz vom 16.12.2002
© rk - Fotoservice - Christian Fürthner
Bild:
Christian Fürthner
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at
Die Grabenpassage
Wien (RK). In alter (neuer) Pracht präsentiert sich die Graben-Passage, die dreiarmig zwischen Graben, Petersplatz und Goldschmiedgasse verläuft. Die Passage in dem von Heinrich Förster 1874 errichteten Gebäudekomplex ist ein "intimes" Beispiel dieser für diese Zeit international charakteristischen architektonischen Thematik. Durch Zubauten und Änderungen in den Nachkriegsjahrzehnten hatte die Passage wesentlich an Attraktivität verloren. Mit Hilfe des Altstadterhaltungsfonds, der die denkmalpflegerischen Kosten von rund 380.000 Euro trug, wurde nun der ursprüngliche Zustand weitgehend hergestellt: für Weihnachtseinkäufer in der Innenstadt ein zusätzliches lohnendes Ziel.****
aus
Websercice der Stadt Wien
wien.at vereinigt umfangreiche Informationen und Dienste zu allen Lebensbereichen der Stadt Wien sowie zahlreiche weitere Services
www.wien.gv.at
Weitere Ergebnisse zum Thema
Graben
Bücher bei Amazon zum Thema
Wien
seite weiterempfehlen seite drucken nach oben nach oben