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| Grinzing |
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| Grinzinger Dorfkirche, Himmelstraße |
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bis 1891 selbständige Weinhauergemeinde, seither
Teil des 19. Wr. Bez., seit 1114 ein großes Dorf; Name nach dem
Personennamen Grinco; durch Türken und Franzosen mehrmals zerstört,
im 19. Jh. Weinhauerdorf, Ausflugsort und Sommerfrische, heute bekannter
Heurigenort. Ortsbild mit Dorfcharakter (unter Denkmalschutz) in einem
Tal zw. rebenbestandenen Wienerwaldausläufern. |
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Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten
Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese
botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem
kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und
viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser
anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein! Um bei allen
kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich
ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren
Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre
geliebte Grinzinger Kirche brachten. |
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| Gasse hinter dem "Alten Preßhaus" |
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Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings
älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde
in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und
großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit
erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias
Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein
kleines, zeitloses Stückchen Glück. |
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| Grinzing |
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| Cobenzlgasse |
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Grinzing war bis 1892 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein
Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling sowie eine der
89 Wiener Katastralgemeinden.
Grinzing liegt im Nordwesten Wiens und ist mit einer Fläche von
613,52 ha der größte Bezirksteil Döblings. Im Nordosten grenzt es an
das Josefsdorf, danach verläuft die Grenze entlang der Wildgrube und
dem Schreiberbach nach Osten und zweigt dann entlang der
Springsiedelgasse und dem Neugebauerweg nach Süden ab. Entlang der
Hungerbergstraße folgt die Grenze zu Unterdöbling dem Verlauf des
Kaasgrabens, der Grinzing von Sievering trennt. Über die
Himmelstraße und den Spießweg verläuft die Grenze schließlich in
nordwestlicher Richtung zur Stadtgrenze, die Grinzing von Weidling
trennt. |
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| Cobenzlgasse |
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Grinzing ist in weiten Teilen von bewaldeten Bergrücken des
Wienerwalds geprägt. An der Grenze zu Niederösterreich liegt hier
auch der höchste Berg Wiens, der Hermannskogel. Darüber hinaus
liegen hier teilweise sehr bekannte Berge wie der Reisenberg,
Latisberg, Vogelsangberg, Hungerberg und Pfaffenberg. In den Teilen
des Grinziger Wienerwaldes liegen auch einige Bäche, so etwa der
Schreiberbach in der Wildgrube, der bis kurz vor Nußdorf zum Teil
unverbaut verläuft. Darüber hinaus entspringt westlich des
Reisenberges der Reisenbergbach (der ab der Grenze des Ortskerns als
Bachkanal geführt wird) und im westlichen Teil Grinzings liegt das
Quellgebiet des Arbesbachs. Ein weiteres Charakteristikum Grinzings
sind auch die noch vorhandenen Weinstöcke, die man insbesondere am
Reisenberg und am Hungerberg vorfindet. |
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| Himmelstraße / Cobenzlgasse |
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Neben den zahlreichen Heurigen sind insbesondere die Grinziger
Pfarrkirche und die Kaasgrabenkirche sehenswert. Im weitläufigen
Teil des Wienerwaldes liegen weiters die Habsburgwarte auf dem
Hermannskogel, das Karl-Lueger-Denkmal, das Restaurant „Cobenzl“ am
Reisenberg, sowie der romantische Wald - Biedermeierfriedhof an den
Hängen des Kahlenbergs, u. A. mit den Gräbern der "schönsten Frau
des Wiener Kongresses" sowie verschiedener Hocharistokraten der Ära
Metternich. Eine besondere Kostbarkeit stellt die Orgel in der
Pfarrkirche Grinzing dar.
Auf dem Grinzinger Friedhof befinden sich die Gräber von Gustav
Mahler, Alma Mahler-Werfel, Attila Hörbiger, Paula Wessely, Peter
Alexander, Heimito von Doderer, Ida Krottendorf und Thomas Bernhard. |
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Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Grinzing" der |
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| Der Heurige |
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| Heuriger "Bach Hengl", Sandgasse |
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Die Geschichte des Wiener Heurigen geht
eigentlich auf den römischen Kaiser Probus zurück, der im Jahre 276
seinen Legionären den Weinanbau in den Provinzen erlaubte. Auch im
Mittelalter finden sich zahlreiche Quellen, die sich auf den Wein
beziehen, so z.B. ein Schreiber, der seinen Zeitgenossen riet, "nie mehr
als sechs Maß (Liter) auf einen Sitz zu trinken, da die Mäßigkeit eine
gar gottgefällige Tugend ist."
Damals fuhr man ja noch nicht mit dem Auto ... Kein mittelalterlicher
Herrscher erließ soviele Gesetze, den Wein, die Weinpflege und das
Weinrecht betreffend, wie Karl der Große. |
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| Heuriger "Bach Hengl", Sandgasse |
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Ein weiterer Kaiser, der
Habsburger Josef II, schuf 1784 schließlich die erste allgemeingültige
gesetzliche Grundlage für den Heurigen, derzufolge jedem Weinhauer
(Weingärtner) erlaubt wurde, selbsterzeugten Rebensaft auszuschenken.
Das Wort Heuriger hat eine Doppelbedeutung und meint sowohl den Wein der
letzten Ernte, der im November des folgenden Jahres zum "Alten" wird,
als auch den Ort, wo man ihn trinkt. |
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| Heuriger "Berger", Himmelstraße |
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Gegenwärtig wird in Wien von rund 300 Weinhauern auf 700 Hektar Weinbau
betrieben. 90 Prozent der Wiener Weinernte von ca. 30.000 Hektolitern
sind Weißwein, der Rest Rotwein:
insgesamt 12 Millionen Vierteln. |
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