Die Habsburger
Wappen des Adelsgeschlechts
der Habsburger,
Holzschnitt aus der
Stumpfschen Chronik 1548
Stammbaum
Textfelder zum Anklicken
Bild und Detailinformationen öffnet im pop up Fenster
Spanische Linie
Österreichische Linie
Franz Karl
Sophie Friederike
1855 - 1857
Gisela Louise Marie
1856 - 1932
Rudolf Franz
1858 - 1889
Marie Valerie
1868 - 1924
Adelheid
1914–1971
Robert Karl Ludwig
1915–1996
Felix Friedrich
* 1916
Karl Ludwig
1918-2007
Rudolf Syringus
* 1919 
Charlotte
1921–1989
Elisabeth Charlotte
1922–1993
Otto Habsburg-Lothringen
* 1912
ehemaliger Kronprinz
Präsident der Internationalen Paneuropa-Union
Abgeordneter zum EU Parlament.
Nancy Regina
1925-2010
Prinzessin v. Sachsen-Meiningen
Andrea
* 1953
Monika
* 1954
Michaela
* 1954
Gabriela
* 1956
Walburga
* 1958
Georg
* 1964
Karl Habsburg-Lothringen
* 1961
Präsident der österreichischen Paneuropa-Bewegung
Francesca
* 1958
Baronesse von
Thyssen-Bornemisza de Kazon
Die Habsburger als Herrscher des
Heiligen Römischen Reiches
Nach der Wahl Rudolfs I. zum römisch-deutschen König etablierten die Habsburger mit dem Erwerb der Herzogtümer Österreich und Steiermark (durch Belehnung der Söhne Rudolfs) eine bedeutende Hausmacht. Mit weiteren Gebietszuwächsen im Osten und dem Verlust der althabsburgischen Besitzungen in der Schweiz im 14. und 15. Jahrhundert verlagerte sich das Machtzentrum endgültig in das Ostalpengebiet. Die Habsburg selbst ging 1415 an die Eidgenossen. Dennoch blieben die Beziehungen der Habsburger zu ihrem früheren Kernland eng. Dies zeigte sich unter anderem am Kloster Muri und an der Abtei Königsfelden. Die Nichtberücksichtigung im Kreis der Kurfürsten in der Goldenen Bulle veranlasste Herzog Rudolf IV. 1358/59 zu einer Fälschung, dem Privilegium Maius, in dem er den Erzherzogstitel, der später für die Habsburger charakteristisch wurde, für sich beanspruchte. Nach der Wahl König Albrechts II. 1438 stellten die Habsburger - mit Ausnahme Kaiser Karls VII. (1742–1745) - alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis zu dessen Ende 1806.
Glückliche Familienverbindungen und unvorhersehbare Todesfälle brachten den Habsburgern im auslaufenden 15. Jahrhundert das Herzogtum Burgund und danach die Kronen Spaniens, Böhmens und Ungarns. Mit den Nachfolgern von Kaiser Karl V. teilten sich die Habsburger in eine spanische und in eine österreichische Linie. Nach dem Erlöschen der spanischen Linie konnten die österreichischen Habsburger nur einen kleinen Teil des spanischen Erbes gewinnen. 1740 starb auch die österreichische Linie im Mannesstamm aus. Nach der Heirat der Erbtochter Maria Theresia, deren Herrscherrechte Karl VI. mit der Pragmatischen Sanktion gesichert hatte, mit Franz Stephan von Lothringen nannte sich die Dynastie Habsburg-Lothringen. Sie stellte von 1765 bis 1806 die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. 1806 legte Kaiser Franz II. als Folge der napoleonischen Kriege die Krone nieder und erklärte das Heilige Römische Reich für erloschen.
Kaisertum Österreich
Schon zuvor, nämlich 1804 hatte Kaiser Franz II. das erbliche Kaisertum Österreich proklamiert, um Ranggleichheit mit Napoleon zu wahren, welcher im gleichen Jahr zum Kaiser der Franzosen proklamiert worden war. Das Kaisertum Österreich umfasste sämtliche habsburgischen Erbländer. 1867 erfolgte die Umwandlung zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie; diese zerfiel mit dem Ende des ersten Weltkrieges 1918.
Das kleine Wappen Österreich-Ungarns 1915-1918. Es zeigt heraldisch rechts den österreichischen Doppeladler, heraldisch links das ungarische Wappen. Die beiden Wappenschilde werden überragt vom Wappen des Hauses Habsburg-Lothringen: Heraldisch rechts in Gold ein blaugekrönter roter Löwe (Habsburg), im roten Mittelfeld ein silberner Querbalken (Österreich), heraldisch links in Gold ein roter Schrägbalken mit drei gestümmelten silbernen Adlern (Lothringen). Es ist mit einer Königskrone bekrönt und dem Orden vom Goldenen Vlies (Toison d'or) geschmückt. H. Ströhl (1851-1919)
Habsburger nach 1918
Am 11. November 1918 verzichtete der letzte Kaiser Karl I. auf "jeden Anteil an den Staatsgeschäften" in Österreich, am 13. November auch in Ungarn.

Aufgrund des Habsburgergesetzes Deutschösterreichs vom 3. April 1919 wurden jene Habsburger, die nicht auf ihre Zugehörigkeit zum "Haus Habsburg-Lothringen" (also zur Dynastie mit ihren Herrschaftsansprüchen) verzichten und sich "als getreue Staatsbürger der Republik" bekennen wollten, des Landes verwiesen. Außerdem wurden die habsburgischen Familienfonds enteignet (nicht aber persönliches Privatvermögen). Die Mitglieder des Hauses entschieden sich teils für das republikanische Österreich, teils für das Leben im Ausland. Nach zwei gescheiterten Restaurationsversuchen König Karls IV. in Ungarn beschloss das ungarische Parlament am 6. November 1921 die Dethronisation des Hauses Habsburg-Lothringen. (Ungarn blieb bis 1944 Königreich ohne König.)

Familienoberhaupt ist gegenwärtig Otto Habsburg-Lothringen (* 1912), der älteste Sohn von Kaiser Karl. Er hat die Republik 1962 anerkannt.
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Bücher bei Amazon zum Thema
Habsburger
Weitere Ergebnisse zum Thema
Habsburger
seite weiterempfehlen seite drucken nach oben nach oben