Wiener Hafen
Mit einer Fläche von 3,5 Mio m2 ist der Wiener Hafen der größte öffentliche Donauhafen und damit eines der größten Güterverkehrszentren Österreichs. Durch seine optimale Anbindung an die Verkehrsträger Bahn/Schiff/LKW und die Nähe zum Flughafen Wien - Schwechat fungiert er als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege.
Der Wiener Hafen betreibt das größte (Zoll)Freilager Österreichs.
Für die Lagerung bzw. Bearbeitung von Zoll- und Inlandsware stehen moderne Lagerhallen sowie geschultes, gut ausgerüstetes Personal zur Verfügung. Ein eigenes Zollamt sorgt für rasche Abfertigungen.
Das Gelände ist rund um die Uhr bewacht, Zu- und Abfahrten unterliegen nicht dem Wiener Nachtfahrverbot. Die drei Wiener Donauhäfen zeichnen sich durch moderne Umschlagseinrichtungen,  ausgezeichnete Infrastruktur und zuverlässiges, geschultes Personal aus.
Ob Baustoffe,  Container, Stück- oder Schüttgut:
Für einen raschen und sicheren Güterumschlag ist gesorgt. 
Hafen Freudenau
Stromkilometer 1920.1
Der Hafen Freudenau ist der bedeutendste der drei Wiener Donauhäfen. Hier befinden sich Direktion und Verwaltung, der Umschlagsbereich inkl. Hafenmeisterei, das Lagerzentrum, der Container- und Autoterminal sowie das größte (Zoll)Freilager Österreichs mit Zollamt und eigener Polizeistation. Der Hafen dient weiters als Schutz- und Winterhafen.
Hafen Albern
Stromkilometer 1918.3
© Erhard Gaube
Der Hafen Albern wird vorwiegend als Umschlags- und Lagerort für Getreide und Baustoffe genutzt.
Hafen Lobau
Stromkilometer 1916.4
© Erhard Gaube
© Erhard Gaube
Im Hafen Lobau wird vorwiegend Mineralöl umgeschlagen. Umschlag und Lagerung werden großteils von Privatfirmen durchgeführt.
Wiener Hafen, GesmbH & Co KG
A 1023 Wien, Seitenhafenstraße 15
+43 1 72716-111
+43 1 72716-600
Umschlag und Hafenbetrieb
Containerterminal - Autoterminal
Lager- und Citylogistik - Freilager Wien
Betriebsansiedlung
Zertifiziert nach DIN ISO 9001
Eisbrecher "Eisvogel"
36 Tonnen Stahl und 520 PS im Kampf gegen das Eis
Eisbrecher Eisvogel, Foto: Christian Fürthner / PID
Eisbrecher "Eisvogel" im Einsatz im Wiener Hafen
Foto: Christian Fürthner / PID
Hoch "Robinson" (Jänner 2010) verhilft einer Kaltfront über Europa derzeit zu vollem Durchbruch. Die Kältewelle hat auch Wien voll erfasst und macht vor dem Wiener Hafen, einem Unternehmen der Wien Holding, nicht halt: Die frostigen Temperaturen lassen das Wasser zu einer dicken Eisschicht erstarren. Ab minus sechs Grad frieren die Fahrrinnen der Hafenbecken innerhalb eines Tages zu. Deshalb sorgt die "Eisvogel" - der Eisbrecher des Wiener Hafens - dafür, dass der Hafen für die Schifffahrt offen bleibt. Diese Woche war das Schiff in diesem Winter zum ersten Mal im Einsatz, um in bis zu 15 Zentimeter dicke Eisplatten Wasserwege zu brechen.

36 Tonnen bringt der 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Eisbrecher auf die Waage. Um sich mit noch größerer Wucht auf die Eisplatten zu hieven, kann das Schiff das Doppelte seines Gewichtes zusätzlich an Wasserballast aufnehmen. 14 Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den scharfen, harten Eisschollen. Die 520 PS starken Dieselmotoren schieben den Koloss im Schritttempo Meter für Meter voran. Noch ist die Eisdecke im Wiener Hafen nicht besonders dick. "Bis zu sechzig Zentimeter dickes Eis schaffen wir locker", erklärt am Freitag Kapitän Wolfgang Steindl. Zuletzt war das 1985 der Fall, bei tagelanger klirrender Kälte mit bis zu minus 28 Grad. Dann vibriert im Kampf gegen die Eismassen der ganze Schiffskörper, Heckwasser schäumt auf und laut knirschend bricht das Eis in Stücke", so Steindl.

"Ein bis maximal zwei Stunden werden derzeit benötigt, um eine Fahrrinne in einen der drei Wiener Häfen (Hafen Albern, Hafen Freudenau und Ölhafen Lobau) zu brechen. Fünf Mann Besatzung arbeiten auf der 'Eisvogel': ein Kapitän, ein Maschinist, zwei Steuermänner und ein Matrose", erklärt Hafen-Direktor Ing. Rudolf Mutz. Der Job ist kein einfacher bei dem vielen Lärm unter Deck. Auch die Steuerung des großen Ruders ist oft Schwerstarbeit und erfordert gleichzeitig Fingerspitzengefühl, wenn das Schiff bis auf wenige Millimeter an die Kaimauer heranmanövriert wird.
Wiener Hafen auch im Winter in Vollbetrieb
"Als größter Donauhafen Österreichs und einer der wichtigsten Donauhäfen in Europa muss der Wiener Hafen auch im Winter nicht nur für die Güter, die per Schiene und LKW hier umgeschlagen werden, sondern auch für die Schifffahrt offen sein", erklärt Direktor Mutz. Pro Jahr werden im Logistikzentrum Wiener Hafen von allen dort ansässigen Unternehmen bereits rund 12 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Etwa die Hälfte der Güter werden per LKW, 35 Prozent per Bahn und 15 Prozent per Schiff umgeschlagen.

In allen drei Häfen (Hafen Albern, Hafen Freudenau und Ölhafen Lobau) werden pro Jahr fast 1.700 Frachtschiffe abgefertigt. "Im Winter sind es immerhin bis zu 400 Schiffe", so der neue Hafen-Co-Direktor Herbert Szirota. "Per Schiff werden vor allem Mineralölprodukte (über 60%) sowie Streusalz, Baustoffe wie Zement, Sand oder Stahlprodukte bzw. landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Kunstdünger transportiert. Der Wiener Hafen betreibt für den Winterdienst der Stadt Wien auch eine Soleanlage. Damit stellt der Hafen Wien als Nahversorger Wiens u.a. auch sicher, dass im Winter ausreichend gestreut und damit zur Sicherheit der Strassen beigetragen werden kann." Genau deshalb ist die "Eisvogel" im Winter immer startklar, um das Eis im Hafenbecken aufzubrechen, den Schiffen die Ein- und Ausfahrt zu ermöglichen, vor allem aber um den Kähnen den gigantischen Druck des Eises zu nehmen. Denn das Hafenbecken kann rasch zufrieren. Ab Minus 15 Grad sogar innerhalb weniger Stunden. In diesem Geschäft ist die "Eisvogel" bereits ein "alter Hase", der sich seit 1955 erfolgreich bewährt.
aus
Websercice der Stadt Wien
wien.at vereinigt umfangreiche Informationen und Dienste zu allen Lebensbereichen der Stadt Wien sowie zahlreiche weitere Services
www.wien.gv.at
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