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| Hernals |
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| 17. |
Bezirk |
| Fläche: |
11,35 km² |
| Einwohner: |
50.942(1991)
47.610(2001)
52.974(2005) |
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| Allgemeine
Informationen |
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| Das Schloss Hernals (1649) |
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| Die ehem. selbständige Gem. H. im
Alserbachtal zw. Wienerwaldausläufern wurde 1892 mit Dornbach und
Neuwaldegg zum 17. Bez. vereinigt. Erste urkundl. Erwähnung 1044; 1135
erscheinen als Besitzer die Brüder Diepold und Neudingus (oder Heudingus)
von Als. Um 1600, unter den Freiherren von Jörger, war H. Stützpunkt der
Wr. Protestanten und wurde im Zuge der Gegenreformation dem Domkapitel
von St. Stephan gegeben, das hier 1639 einen Kalvarienberg anlegte, zu
dem alljährl. Bußprozessionen zogen. Das "Heilige Grab" und die Kirche
wurden 1683 von den Türken zerstört, dann erneuert (Kirche 1766-69 vom
Paulinerorden neu aufgebaut). Aus der Prozession entwickelte sich der
volkstüml. Kalvarienmarkt zur Fastenzeit. Im 2. Weltkrieg schwere
Bombenschäden. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde der Ortskern rasch
verbaut und industrialisiert (vorwiegend verarbeitendes Gewerbe, Leicht-
und Nahrungsmittelind.), gegenwärtig ist die Zahl der Betriebe
rückläufig: 461 (1981), 358 (1991). |
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Text auszugsweise aus |
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Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs |
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| Magistratisches
Bezirksamt: |
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| Berühmte Bewohner |
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„In einem kleinen Café in Hernals…“ ist
eines der bekanntesten Wienerlieder. Geschrieben hat es ein Meidlinger,
Hermann Leopoldi (1888-1959). Wie Ottakring war auch Hernals ein Ort mit
vielen Gaststätten und Vergnügungslokalen, eines davon war einst die
„Güld’ne Waldschnepfe“, Dornbacher Straße 88, wo Kronprinz Rudolf
verkehrte und die Schrammeln aufspielten. Andere berühmte Hernalser
Lokale waren und sind das Metropol (ehemals Etablissement Klein) und die
„Kulisse“ in der Rosensteingasse.
Im Bezirksmuseum ist dem Schrammel-Quartett ein eigener Gedenkraum
gewidmet. Georg Dänzer, der Meister des „picksüßen Hölzls“ (der
G-Klarinette), neben den Brüdern Johann (1850-1893) und Josef Schrammel
(1852-1895) und Anton Strohmayer der vierte Mann des ursprünglichen
Quartetts, war gebürtiger Hernalser. Nach dessen Tod wurde die
Klarinette durch das Akkordeon ersetzt. Auf dem 1981 nachgeschaffenen
Alszauberbrunnen auf dem Elterleinplatz über dem Bachbett des Alsbaches
ist ein anderes, späteres Quartett verewigt. Ein weiteres
Schrammel-Denkmal – eine Marmorskulptur mit den Instrumenten des
Schrammelquartetts – befindet sich an der Ecke Dornbacher
Straße/Alszeile.
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Karl Schäfer
(1909 - 1976) |
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In Hernals geboren wurden der Operettenkomponist Edmund Eysler
(1874-1949), der das Silberne Zeitalter der Wiener Operette einleitete,
sowie der beliebte Burgschauspieler Josef Meinrad (1913-1996).
Kammerschauspieler Ewald Balser (1898-1978) wohnte in der Promenadegasse
24. Der berühmte Eiskunstläufer Karl Schäfer (1909-1976), achtmaliger
Europameister, siebenmaliger Weltmeister und zweimaliger Olympiasieger
im Eiskunstlauf, verheiratet mit Christa Engelmann, war geborener
Hernalser. Friedrich von Schmidt (1825-1891), der Ringstraßenarchitekt
und Erbauer des Neuen Rathauses, wohnte in der sogenannten Bärenvilla in
Dornbach, dem von ihm umgestalteten Haus eines Weinbauern. Es wurde ein
Treffpunkt berühmter Künstler und Architekten, darunter Theophil von
Hansen und Hans Markart. Der Stegreifdichter des Wiener Vormärz,
Ferdinand Sauter (1804-1854), der volksliedhafte und politische Gedichte
schrieb, starb in einem Cholera-Notspital in Hernals und ist auf dem
Hernalser Friedhof begraben.
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| Textauszug aus |
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Diem, Peter - Göbl Michael - Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen |
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Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638 |
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Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages |
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