"Die Hofburg brennt" lautete der Schreckensruf durch die Medien in der Nacht vom
26. zum 27. November 1992, und bald machte diese schlechte Nachricht auch ihre Runden
durch die Straßen Wiens. Der Großbrand in der Hofburg - Brandausbruch kurz nach Mitternacht -
stellte auch an die Organe der Bundespolizeidirektion Wien in Bewältigung dieser
Katastrophe hohe Anforderungen.
So galt es nicht nur den Aktionsraum für die Wiener Berufsfeuerwehr
freizuhalten und großräumige Absperrungsmaßnahmen zu treffen, sondern auch tatkräftig
bei der Rettung bzw. Sicherung von nationalem Kulturgut mitzuwirken. Nach dem Brand im November 1992 wurde die Brandruine auf Standsicherheit
überprüft und Sofortmaßnahmen zur Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz getroffen.
Die Herstellung der provisorischen Eindeckung
(Stahlkonstruktion) erfolgte in 21 Tagen, so dass vor den Weihnachtsfeiertagen 1992
der gesamte Bereich des Kleinen und Großen Redoutensaales wetterfest verschlossen war.
Die Räumlichkeiten wurden teilweise zeitgemäß künstlerisch und teilweise wieder
originalgetreu renoviert, mit modernsten technischen Kongresseinrichtungen ausgestattet
und 1997 wieder eröffnet.