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| Hohe Warte |
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Mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Juli
1851 bewilligte Kaiser Franz Joseph die Errichtung "…einer
Centralanstalt für meteorologische und magnetische Beobachtungen"
der Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus, die auf |
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eine Initiative der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zurückgeht.
Diese richtete bereits 1848 das Ersuchen an Karl Kreil, Direktor der
Sternwarte zu Prag und wirkliches Mitglied der Akademie, ein
meteorologisches Beobachtungssystem für die österreichische Monarchie zu
entwerfen. Karl Kreil (1798 - 1862) wurde erster Direktor der neu
gegründeten Zentralanstalt und zugleich Professor für Physik an der
Universität Wien. Diese Personalunion, zwischen Direktor einerseits und
Universitätslehrer andererseits, blieb bis heute erhalten und
beeinflusste nachhaltig die wissenschaftliche Forschung an der
Zentralanstalt. Kreil richtete ein meteorologisches Beobachtungssystem
für das Gebiet der gesamten österreichischen Monarchie ein und führte
für dieses auch die erste geomagnetische Landesaufnahme durch. 1865
begann man an der Zentralanstalt mit der Herausgabe einer täglichen
Wetterkarte.
1872 übersiedelte die Zentralanstalt in ihr, von Heinrich Ferstel
erbautes, neues und endgültiges Quartier an der Hohen Warte in Wien
Döbling. Ein Jahr später, 1873, organisierte die Zentralanstalt den
ersten internationalen Meteorologenkongress in Wien, wo die
Internationale Meteorologische Organisation (IMO) als Vorläuferin der
Weltmeteorologischen Organisation (WMO) gegründet wurde. Ab 1877
erfolgte die Ausgabe des täglichen telegraphischen Wetterberichtes, mit
einer synoptischen Karte und der Prognose für den folgenden Tag. Der
neue Wetterbericht enthielt die Morgenbeobachtung von 60 Stationen aus
allen Teilen Europas, darunter 24 inländische. Mit Erlass vom 23.
Februar 1904, wurde der Zentralanstalt der gesamte seismische Dienst für
Österreich übertragen, was auch die Namensänderung in Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik nach sich zog.
In seinem Amt als Direktor folgten Kreil hervorragende Wissenschaftler,
darunter Julius Hann (1839 - 1921) und Felix Maria Exner (1876 -1930).
An der Zentralanstalt arbeiteten unter vielen anderen Forscher wie Max
Margules (1856 - 1920), Mitbegründer der theoretischen Meteorologie und
Victor Conrad (1876 - 1962), Entdecker der nach ihm benannten
Diskontinuität im mittleren Bereich der Erdkruste. Nur einmal wurde die
Tradition der Zentralanstalt unterbrochen: nach dem Anschluss
Österreichs an das Deutsche Reich musste der Klima- und Wetterdienst
nach Berlin übersiedelt werden, wo diese dem Deutschen
Reichswetterdienst unterstellt wurden; die Zentralanstalt in Wien
wandelte man in ein Forschungsinstitut um. Nach dem zweiten Weltkrieg
wurde der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt und es kam zu einer
beachtlichen personellen und räumlichen Expansion der Zentralanstalt,
die auch in den zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen
reflektiert wird. 1957 konnte ein Haus auf dem Nachbargrundstück
erworben und in der Folge für Bürozwecke adaptiert werden; zwischen 1967
und 1973 wurde ein Radarturm, ein Ballonfüllhaus und ein neues
Bürogebäude in zwei Baustufen auf dem Gelände der Zentralanstalt
errichtet. Das neue Bürogebäude beherbergt u.a. eine der größten
Fachbibliotheken auf dem Wissensgebiet der Meteorologie und Geophysik.
Heute ist die Zentralanstalt, mit ihren Regionalstellen für Salzburg und
Oberösterreich, für Kärnten, für Tirol und Vorarlberg und für die
Steiermark, als teilrechtsfähige Einrichtung des Bundes, ein moderner
Dienstleistungsbetrieb. Nur einige Tätigkeiten seien hervorgehoben: die
Synoptikabteilung ist, unter Zuhilfenahme modernster Technik, für den
täglichen Prognosedienst zuständig. Die geophysikalische Abteilung führt |
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den Erdbeben- und
Geomagnetischen Dienst durch. Die Klimaabteilung erstellt, mittels
der aus dem österreichischen Messnetz gewonnenen Daten,
Klimastatistiken und -karten. Die technische Abteilung betreut
dieses meteorologische |
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| Messnetz, das aus teilautomatischen
Wettererfassungssystemen (TAWES-Stationen) und teilautomatischen
Klimastationen (TAKLIS-Stationen) besteht. Die Abteilung für
Umweltmeteorologie untersucht die Ausbreitung von Schadstoffen in der
Atmosphäre und gibt in Krisenfällen (z.B. bei Austritt von
Radioaktivität in die Atmosphäre) direkte Information an die
Bundeswarnzentrale ab. Die Abteilung für elektronische Datenverarbeitung
ist mit modernsten Geräten zur Bewältigung der umfangreichen
computergesteuerten Abläufe ausgestattet. |
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| Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik |
A-1190 Wien, Hohe Warte 38
Telefon : (+43 1) 36 0 26
Telefax : (+43 1) 369 12 33
e-mail :
dion@zamg.ac.at |
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Briefmarken bei Post.at zum Thema |
150 Jahre Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik |
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Seit Beginn des 16. Jh. gibt es in
Österreich eine regelmäßige
Wetterbeobachtung. Ab 1654
verwendete man in Innsbruck hiezu
Instrumente, 1763 richtete das
Benediktinerstift Kremsmünster eine
Wetterstation ein und ab 1848 hat
die Akademie der Wissenschaften ein
meteorologisches Stationsnetz
aufgebaut. Seit ihrer Gründung 1851
hat sich das Aufgabengebiet der
"Hohen Warte", die viele heute noch
für eine bessere Wetter-, Erdbeben-
und Sternwarte halten, gewaltig zu
folgenden Fachgebieten erweitert:
Wetter: Es werden Kurz- und
Mittelfristprognosen erstellt und
Umwelt- und Smogwarnungen
herausgegeben, Abnehmer sind z.B.
die Medien, Straßendienste, die
Landwirtschaft (Ernte, Beregnung).
Klima: hier geht es um theoret. u.
angewandte Klimatologie,
Modellentwicklung und Anwendung,
Bioklimatologie, klimatolog.
Landesaufnahme, etc.
Umwelt: Messung und Modellberechnung
der Schadstoffausbreitung, der
Krisenvorsorge und -beratung,
Umweltverträglichkeitsprüfungen,
etc.
Geophysik: Seismologie, Magnetik,
Erdmagnetismus, Bodenuntersuchungen,
geophysikal. Landaufnahme,
Hilfestellung z.B. für
Altlastensuche, Archäologie etc. |
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Erscheinungsdatum: |
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5.10 2001 |
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Auflagenhöhe: |
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1 200 000 |
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Druckart: |
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Kombinationsdruck |
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Entwurf: |
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Werner Pfeiler |
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Stich: |
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Werner Pfeiler |
| Druck: |
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Österreichische
Staatsdruckerei |
| Art: |
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Sonderpostmarke |
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auszugsweise aus |
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Warte / Wetter |
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