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| International Atomic Energy Agency |
| A 1400 Wien, Wagramer Strasse 5 |
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IAEO (Internationale Atom-Energie-Organisation)
IAEA (International Atomic Energy Agency) |
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| Die IAEO wurde am 29.7.1957 als autonome Organisation in der UN
gegründet mit dem Ziel, die sichere und friedliche Nutzung der Atomenergie zu fördern.
Seit dem Atomwaffensperrvertrag von 1970 soll die IAEO außerdem den Missbrauch von
Atomanlagen und radioaktiven Substanzen für militärische Zwecke verhindern: sie
kontrolliert die Nichtverbreitung von Atomwaffen und beugt der Abzweigung von nuklearen
Stoffen sowie der Verbreitung von technischen Geräten oder Anlagen zur Herstellung von
Atomwaffen vor. |
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| Wappen und Flagge der AIEA (IAEO) |
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| 45th IAEA General Conference. (Austria
Center, Vienna, Austria, 17 Sept 2001) |
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UN Secretary-General Kofi Annan with members of the UN
Security in the VIC.
2. April 2004 |
Dr. ElBaradei toasts the UN Secretary-General at
a luncheon hosted by the IAEA.
Restaurant Steirereck, 2. April 2004 |
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Die Atommächte Indien, Pakistan und Israel sind seit 1957 Mitglied der
IAEO, obwohl sie den Atomwaffensperrvertrag bisher nicht unterzeichnet haben. Die 5
offiziellen Atommächte (= ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat) werden nicht von der
IAEO kontrolliert, obwohl sie Mitglieder sind: USA, Russland, Frankreich, Großbritannien
seit Gründung der IAEO 1957, China ab 1984.
Der Gouverneursrat umfasst 35 Mitglieder, die jeweils auf 2 Jahre von den derzeit 138
Mitgliedssstaaten der IAEO gewählt werden. Er tritt u.a. aus aktuellem Anlass zusammen
(z.B. Atomprogramm des Irans am 10.8.05), um Problemlagen zu beraten und ggf. Maßnahmen
zu beschließen.
Die Mitglieder im Jahr 2004/2005:
Algerien, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Ecuador,
Frankreich, Ghana, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Jemen, Kanada, Mexiko,
Niederlande, Nigeria, Pakistan, Peru, Polen, Portugal, Russland, Singapur, Slowakei,
Südafrika, Südkorea, Sri Lanka, Schweden,Tunesien, Ungarn, USA, Venezuela und Vietnam.
Das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag, von der IAEO 1997 beschlossen, ergänzt
den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (von 1968). Es bietet mehr
Kontrollmöglichkeiten, die notwendig wurden aufgrund der Erfahrungen mit den
Atomrüstungsplänen des Iraks nach dem Golfkrieg 1991. Mehr als 80 Länder haben das
Zusatzprotokoll unterzeichnet. |
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| Alle Bilder: Dean Calma/IAEA |
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Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO,
englisch: International Atomic Energy Agency, IAEA) ist eine wissenschaftlich-technische
Organisation der Vereinten Nationen und dient der internationalen Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der Kernenergie. Die IAEO soll die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen
Nutzung der Kernenergie und der Anwendung radioaktiver Stoffe fördern und gleichzeitig
den Missbrauch dieser Technologie (z. B. Proliferation von Kernwaffen) durch
Überwachungsmaßnahmen (Safeguards) verhindern. Für ihren Einsatz für diese
Ziele wird sie 2005 gemeinsam mit ihrem aktuellen Generalsekretär Mohammed el-Baradei mit
dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Organisation
Die IAEO wurde am 29. Juli 1957 im Rahmen des Programms Atoms for Peace als
Unterorganisation der UNO gegründet und hat ihren Verwaltungssitz in der Wiener UNO-City
(Österreich). Regionale Büros sind in Genf/Schweiz, New York/USA, Toronto/Kanada und
Tokio/Japan angesiedelt. Das kerntechnische Untersuchungslabor befindet sich im etwa 30 km
von Wien entfernten Seibersdorf am Gelände des Austrian Research Centers. Außerdem
betreibt und fördert die IAEO Kernforschungszentren in Monaco und Triest/Italien. Die
IAEO setzt sich aus der Generalkonferenz, dem Gouverneursrat (Board of Governors) und dem
Sekretariat zusammen. Derzeitiger Generaldirektor ist Mohammed el-Baradei. 2004 verfügte
die Organisation über etwa 2200 Mitarbeiter (davon etwa 350 Inspektoren) aus über 90
Ländern. Die sechs Hauptabteilungen, jeweils unter einem Vizedirektor, sind den Ressorts
Technische Zusammenarbeit, Kernenergie, Nukleare Sicherheit, Verwaltung,
Nuklearwissenschaften und Anwendungen sowie Kernmaterialüberwachung
(Safeguards) zugeordnet. Die Programme und Gelder werden von dem 35-köpfigen
Gouverneursrat und der Generalversammlung aller Mitgliedsstaaten festgelegt. Der Etat
beinhaltet ein reguläres Budget sowie zusätzlich freiwillige Beiträge. Das reguläre
Budget für 2004 belief sich auf rund 270 Millionen US $. An zusätzlichen Beiträgen
werden rund 75 Millionen US $ angestrebt. Die Ausgaben der IAEO werden jährlich von einer
externen Prüforganisation (englisch: External Auditor) geprüft. Der External Auditor
wird von der Generalkonferenz gewählt. Zur Zeit ist der Vizepräsident des deutschen
Bundesrechnungshofes External Auditor der IAEO. Berichte zu den Aktivitäten der IAEO
werden regelmäßig und zusätzlich bei Bedarf dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
und der UN-Generalversammlung vorgelegt. In jüngerer Zeit erregte die IAEO vor allem
durch ihre Missionen im Irak vor Beginn des Krieges im Jahr 2003 sowie für ihre Arbeit in
Nordkorea und dem Iran weltweite Aufmerksamkeit.
Arbeitsgebiete
Atomwaffensperrvertrag
Unter anderem ist die IAEO seit März 1970 auch zuständig für die Überwachung des
Atomwaffensperrvertrages. Neben der Entsendung von Inspektoren, die weltweit etwa 2500
Überprüfungen vor Ort anstellen, bedient sich die IAEO mittlerweile auch der
Satellitenüberwachung und ähnlicher Mittel, um die Einhaltung des Sperrvertrags zu
kontrollieren. Ins internationale Interesse rückte sie 1991 nach Beendigung des zweiten
Golfkriegs, als sie im Irak erstmals auch Untersuchungen außerhalb der vertraglichen
Selbstverpflichtung eines Unterzeichnerstaates anstellen durfte und dabei ein geheimes
Atomwaffenprogramm enthüllte.
Weitere Arbeitsgebiete
Außerdem engagiert sich die IAEO in der Anwendung und Entwicklung von friedlichen
Möglichkeiten der Nukleartechnologie, z.B. in der Medizin, Landwirtschaft,
Produktionsprozessen und natürlich der Stromerzeugung. Das IAEO-Forschungszentrum in
Seibersdorf (Niederösterreich) beherbergt mehrere Abteilungen, die sich mit
verschiedensten Applikationen der Kernenergie befassen; es gibt eigene Abteilungen für
Pflanzenzucht (Plant Breeding), Erdreich (Soil Science), Agrochemie, Entomologie
(Insektenkunde, in deren Rahmen u.a. das unten genannte SIT-Programm erforscht wird).
Ferner werden auch veterinärmedizinische Anwendungen in Seibersdorf erforscht und
durchgeführt. Die Laboratorien ebendort beschäftigen ca. 180 Mitarbeiter (ca. 2.200 IAEO
gesamt).
Zusammen mit der FAO betreibt die IAEO unter anderem ein Forschungsprogramm, welches sich
mit der Sterile Insect Technology (SIT) beschäftigt. Dabei werden männliche Insekten
mittels Radioaktivität bestrahlt und so sterilisiert. Diese werden in der freien Wildbahn
ausgesetzt und geben ihren sterilen Samen an die Weibchen weiter. Langfristig sollen so
Krankheiten wie Malaria oder die Schlafkrankheit ausgerottet werden. |
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Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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Internationale Atomenergie-Organisation,
IAEO, International Atomic Energy Agency, gegründet 1957 mit Sitz in Wien.
Sonderorganisation der UNO zur weltweiten Kontrolle kerntechnischer Anlagen und des
Atomwaffensperrvertrags. Inspektoren führen Kontrollen in zirka 60 Staaten durch (zum
Beispiel Irak 1992/93). Organe: Generalkonferenz der 153 Signatare, Gouverneursrat,
Generalsekretär. - Aktivitäten: Förderung der Kooperation in Kerntechnik und -forschung
sowie der friedlichen Nutzung der Kernenergie, Austausch wissenschaftlich-technischer
Erfahrungen durch Förderungsprogramme, Bereitstellung technischer Materialien,
Dienstleistungen, Erstellung von Richtlinien und Empfehlungen für Reaktorsicherheit,
Strahlenschutz und physische Sicherheit von Kernmaterial. |
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aus |
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| aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk |
| 14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie,
Politik und Wirtschaft Österreichs |
| www.aeiou.at |
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Friedensnobelpreis 2005
Generaldirektor Muhammed ElBaradei bei der Pressekonferenz am 7. 10. 2005 anlässlich der
Verleihung des Friedensnobelpreises
Bild: Dean Calma/IAEA |
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| OTS
PRESSEAUSSENDUNG 07.10.2005 |
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| Bundespräsident Dr. Heinz Fischer
gratuliert Generaldirektor ElBaradei und IAEO zur Verleihung des Friedensnobelpreises |
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Wien (OTS) - Bundespräsident Dr. Heinz Fischer richtete
heute nach
erhalt der Nachricht über die Verleihung des diesjährigen
Friedensnobelpreises an die Internationale Atomenergie-Organisation
(IAEO) und ihren ägyptischen Generaldirektor Muhammed ElBaradei ein
herzliches Glückwunschschreiben an ElBaradei, in dem er zu der großen
Ehre und Auszeichnung durch das Nobelkomitee herzlich gratuliert.
"Über diese Entscheidung kann man sich nur uneingeschränkt freuen,
weil mit dem Friedensnobelpreis eine Person ausgezeichnet wurde, die
durch Standfestigkeit, Mut und Einsatzbereitschaft im Dienste des
Friedens diese Auszeichnung im höchsten Masse verdient hat", heißt es
in dem Glückwunschschreiben.
"Ebenso hat sich die in Wien ansässige Atomenergie-Organisation
(IAEO) diese sichtbare Würdigung ihres jahrzehntelangen Einsatzes
gegen die Verbreitung von Atomwaffen verdient und schließlich hat das
Prinzip einer Absage an die Drohung eines Einsatzes von
Massenvernichtungswaffen durch die Verleihung des Nobelpreises eine
wertvolle Unterstützung erhalten, was in einer Zeit zunehmender
Bedrohung durch nukleare Waffen besonders wichtig ist", heißt es in
dem Glückwunschschreiben abschließend. |
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Rückfragehinweis:
Österreichische Präsidentschaftskanzlei
Presse und Informationsdienst
Tel.: (++43-1) 53422 230
mailto:pressebuero@hofburg.at
http://www.hofburg.at
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OTS-ORIGINALTEXT UNTER
AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS |
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