Bundesbahn
Die erste Dampf-Eisenbahn in Österreich fuhr im Jahr 1837 von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram. Die Lokomotive ,,Austria" stammte aus der Stephenson-Werkstätte in Newcastle (England). Bei ihrer Eröffnungsfahrt zog die Lokomotive acht Waggons und benötigte für die 13 Kilometer lange Strecke 21 Minuten. Das war eine Geschwindigkeit von 37 km/h.
Lokomotive ,,Austria"
"Es war ein großartiges Erlebnis", berichtete ein Augenzeuge. "Ich kam am frühen Vormittag nach Floridsdorf um die erste Eisenbahnfahrt mitzuerleben. Viele vornehme Kutschen waren bis zum Bahndamm vorgefahren. Tausende Zuschauer standen beim Abfahrtsplatz und entlang der Bahnstrecke. Plötzlich rauchte es aus der Maschine und die Waggons setzten sich in Bewegung. Die Zuschauer jubelten, die Männer schwenkten die Hüte und Freudenschüsse waren zu hören. Schnell nahm ich im letzten Waggon der 1. Klasse Platz. Mein Sitz war sehr bequem und ich spürte keine Erschütterung. An den Zuschauern, die entlang des Bahndammes standen und uns zuwinkten, merkte ich, wie schnell der Zug unterwegs war. Kaum hatte ich sie erblickt, waren wir auch schon wieder an ihnen vorbeigefahren."
aus www.aeiou.at - Video Album
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Im Schienenauto durchs Donautal - ÖVW
Der Austro Daimler Schnelltriebwagen, 1932
Nordbahn
Drei Namen sind mit dem Bau der Nordbahn verbunden. Salomon Rothschild, als Finanzier, der Konstrukteur Franz Xaver Riepl und der Baumeister Alois Ritter v. Negrelli, der allerdings erst durch seinen Anteil am Bau des Suezkanals und des Kanals von Korinth seinen Weltruhm erlangte. Nachdem Rothschild mit viel Engagement und Überredungskunst das Kaiserhaus für sein Projekt gewinnen konnte und sich die Nordbahn "Kaiser-Ferdinands-Nord-Bahn" nennen durfte, war auch der finanzielle Durchbruch geschafft. Vor allem der Gütertransport war von Anfang an ein gutes Geschäft und wurde mit dem Kohlentransport aus Mähren eine wahre Goldgrube. Geschickt wusste man jede Konkurrenz auszuschalten und so war es ein Leichtes schon 1858 einen neuen Hauptbahnhof für die Nordbahn zu bauen. 1863 wurde der erste Teil des neuen Nordbahnhofs eröffnet. Jahrzehntelang war er der Hauptbahnhof von Wien mit den wichtigen Verbindungen nach Brünn, Prag und Warschau und für viele Einwanderer die Tür für Wien. Er war ein beeindruckendes Beispiel für den Historismus und seinen gänzlichen Abbruch 1965, also genau hundert Jahre nach seiner Fertigstellung, konnten viele Wiener nicht verstehen. Nach dem Abbruch des Nordbahnhofs stand natürlich viel kostbares Bauland zur Verfügung (was ja auch der Grund für die Schleifung des architektonischen Kleinods war) und so siedelten sich unter anderem auch Österreichs finanzkräftigste Unternehmen wie Bank Austria und OMV in der Lasallestraße, einem Randgebiet des Nordbahngeländes an.
Südbahn und Raaber-Bahn
Die Raaber-Bahn war in ihrer ersten Streckenführung der Vorgänger der Südbahn. Sie wurde schon vier Jahre nach der Eröffnung der Nordbahn im Juni 1841 feierlich eröffnet und führte vom Gloggnitzer Bahnhof (heute Südbahnhof) entlang der heutigen Südbahnstrecke nach Gloggnitz. Die erste Lokomotive stammte aus den USA, hieß Philadelphia und heute erinnert noch die Philadelphia-Brücke in Meidling an sie. Der Bau, der laut Konzession genehmigten Raaber-Bahn erfolgte erst später Richtung Raab (heute Györ) auf der Strecke Wien - Bruck/Leitha, wo nach Unstimmigkeiten mit den Ungarn vorerst Schluss war.
Es war ein fließender Übergang von der Raaber- zur Südbahn, denn einerseits wird sie schon als Südbahn bezeichnet und andererseits wurden die Fahrpläne noch unter Raaber-Bahn veröffentlicht. Es gab wohl anfangs kurze Zeit 4 Klassen, aber bis nach dem 2. Weltkrieg nur noch drei. Wobei die Zeit natürlich viel verändert hat. Erste und Zweite Klasse waren gedeckt, wobei nur die Erste Klasse Fenster hatte. Dritte und Vierte Klasse waren ohne Dach, wobei wiederum nur die Dritte Klasse Sitzbänke hatte.- Vor dem Auflassen der Dritten Klasse bestand der letzte Unterschied darin, dass die Dritte Klasse noch Holzbänke hatte.- Im Gegensatz zur Nordbahn besserte sich die wirtschaftliche Entwicklung der Südbahn erst nach der durchgehenden Verbindung bis Triest.
Badner Bahn
Die Badner Tramway Gesellschaft führte ab 1873 eine Pferdebahn von Baden nach Rauhenstein. 1894 wurde diese Bahn mit der elektrischen Straßenbahn von Baden nach Vöslau vereinigt, wobei die Pferdebahnwaggons die Beiwagen der elektrischen Triebwagen wurden. So entstand die Badner-Bahn, die erst ab 1907 bis zur Staatsoper geführt wurde. Heute ist sie Bestandteil des VOR und dient vielen Pendlern.
Schnellbahn
Bis 1859 wird die Verbindung vom Staats- bzw. heutigem Südbahnhof zum Nordbahnhof als Teilstück der Nordbahn fertiggestellt. Im wesentlichen entspricht dies der heutigen Schnellbahntraße. Das erste Teilstück der heutigen Schnellbahn vom Hauptzollamt (heute Wien Mitte) nach Floridsdorf wurde am 27. März 1961 in Betrieb genommen. Es wurden dazu jene Zugsgarnituren verwendet, die bis dahin als "Transalpin" Wien-Zürich unterwegs waren.
Donauländebahn
Die anlässlich der Weltausstellung gebaute Bahn ist ein wesentlicher Bestandteil des neuen Betriebsansiedlungsgebietes auf den Draschegründen.
Pottendorfer Linie
Eine Eisenbahnlinie, die hauptsächlich zur Entlastung des Lastzugverkehrs auf der Südbahnstrecke dient.

aus www.wiener-bezirk.at
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OTS   PRESSEAUSSENDUNG   24.10.2005
Nationalfeiertag mit Bundesheer-TAURUS am Rathausplatz
ÖBB am Nationalfeiertag erstmals als ziviler Partner bei der
großen Leistungsschau des Bundesheeres am Rathausplatz mit
moderner TAURUS-Lok vertreten
Wien (OTS) - Die große Leistungsschau des Österreichischen
Bundesheeres anlässlich des Nationalfeiertages findet heuer am 25.
und 26. Oktober erstmals unter Einbindung der zivilen Partner statt.
Der ÖBB-Konzern wird sich in diesem Rahmen mit allen seinen
Gesellschaften präsentieren. Es werden die Aufgaben und Tätigkeiten
der ÖBB Holding, der ÖBB-Personenverkehr AG, der Rail Cargo Austria
AG, der ÖBB-Traktion GmbH, der ÖBB-Technische Services GmbH, der
ÖBB-Postbus GmbH, der Speditions Holding GmbH, der
ÖBB-Dienstleistungs GmbH, der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, der
ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, der Brenner Eisenbahn GmbH und der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG dargestellt.
Bild: ÖBB
ÖBB-Jubiläumslokomotive "50 Jahre Bundesheer"
Am Führerstand der Bundesheer-TAURUS
Als besonderes Highlight wird eine speziell für das Bundesheer
lackierte TAURUS-Lok der ÖBB am Rathausplatz ausgestellt. Außerdem
wird jedem Bahninteressierten am 25. und 26. Oktober, in der Zeit von
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, die Möglichkeit geboten, den Führerstand
dieser Lok zu besichtigen.

Infostand der ÖBB-Personenverkehr AG
Kundendienst wird beim Infostand der ÖBB-Personenverkehr AG groß
geschrieben. Ein Fahrkartenautomat steht für Schulungen bereit,
Experten des ÖBB-Personenverkehrs werden auf alle Fragen der Besucher eingehen. Zusätzlich kann jeder Besucher sein eigenes Ticket
ausdrucken und gewinnen.
Bild: ÖBB
Verladung am Westbahnhof
Außergewöhnlicher Straßentransport
Bereits am Samstag erfolgte am Wiener Westbahnhof die Verladung des
Bundesheer-TAURUS für den Straßentransport. Verladungen und
Transporte dieses Ausmaßes sind ohne professionelle Teamarbeit nicht
zu bewältigen. Rail Cargo Austria konnte für die Umladung und den
Transport des Bundesheer-TAURUS die Firma Felbermayr gewinnen - in
Sachen Schwertransport eine bekannte Größe. Gemeinsam mit dem
Hilfszug-Team der ÖBB-Technische Services GmbH wurde der 86 - Tonnen Stahlkoloss in der Nacht von Sonntag auf Montag durch die Straßen Wiens geleitet. Zahlreiche Oberleitungen der Wiener Straßenbahn und einige Ampelanlagen mussten angehoben werden, um dem TAURUS Platz zu machen. Zwei Turmwagen der MA 46 sorgten dafür, dass dem Schwertransport keine Hindernisse im Weg standen. Der Transport wurde in den Nachtstunden durchgeführt, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Zur Sicherheit des Transportes und der anderen Verkehrsteilnehmer begleiteten vier Straßenaufsichtsorgane den Tieflader.

Rücktransport
Nach Beendigung der Leistungsschau erfolgt die Verladung am Wiener
Rathausplatz. Der Transport mit dem Tieflader erfolgt am 27. Oktober,
in der Zeit von 01.00 bis 05.00 Uhr über die gleiche Route:
Rathausplatz - Lichtenfeldgasse - Friedrich Schmidt Platz -
Landesgerichtsstraße - Museumsplatz - Getreidemarkt - Gumpendorfer
Straße - Gürtel - Felberstraße
Rückfragehinweis:
Rail Cargo Austria AG
Mag. Andreas Rinofner / Mag. Thomas Berger
Kommunikation
Tel. +43 1 93000 37201
Fax. +43 1 93000 37219
E-Mail: kommunikation@railcargo.at
www.railcargo.at
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