Die erste Dampf-Eisenbahn in Österreich fuhr im Jahr 1837
von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram. Die Lokomotive ,,Austria" stammte aus der
Stephenson-Werkstätte in Newcastle (England). Bei ihrer Eröffnungsfahrt zog die
Lokomotive acht Waggons und benötigte für die 13 Kilometer lange Strecke 21 Minuten. Das
war eine Geschwindigkeit von 37 km/h.
Lokomotive ,,Austria"
"Es war ein großartiges Erlebnis", berichtete ein Augenzeuge. "Ich kam am
frühen Vormittag nach Floridsdorf um die erste Eisenbahnfahrt mitzuerleben. Viele
vornehme Kutschen waren bis zum Bahndamm vorgefahren. Tausende Zuschauer standen beim
Abfahrtsplatz und entlang der Bahnstrecke. Plötzlich rauchte es aus der Maschine und die
Waggons setzten sich in Bewegung. Die Zuschauer jubelten, die Männer schwenkten die Hüte
und Freudenschüsse waren zu hören. Schnell nahm ich im letzten Waggon der 1. Klasse
Platz. Mein Sitz war sehr bequem und ich spürte keine Erschütterung. An den Zuschauern,
die entlang des Bahndammes standen und uns zuwinkten, merkte ich, wie schnell der Zug
unterwegs war. Kaum hatte ich sie erblickt, waren wir auch schon wieder an ihnen
vorbeigefahren."
Drei Namen sind mit dem Bau der Nordbahn verbunden. Salomon
Rothschild, als Finanzier, der Konstrukteur Franz Xaver Riepl und der Baumeister Alois
Ritter v. Negrelli, der allerdings erst durch seinen Anteil am Bau des Suezkanals und des
Kanals von Korinth seinen Weltruhm erlangte. Nachdem Rothschild mit viel Engagement und
Überredungskunst das Kaiserhaus für sein Projekt gewinnen konnte und sich die Nordbahn
"Kaiser-Ferdinands-Nord-Bahn" nennen durfte, war auch der finanzielle Durchbruch
geschafft. Vor allem der Gütertransport war von Anfang an ein gutes Geschäft und wurde
mit dem Kohlentransport aus Mähren eine wahre Goldgrube. Geschickt wusste man jede
Konkurrenz auszuschalten und so war es ein Leichtes schon 1858 einen neuen Hauptbahnhof
für die Nordbahn zu bauen. 1863 wurde der erste Teil des neuen Nordbahnhofs eröffnet.
Jahrzehntelang war er der Hauptbahnhof von Wien mit den wichtigen Verbindungen nach
Brünn, Prag und Warschau und für viele Einwanderer die Tür für Wien. Er war ein
beeindruckendes Beispiel für den Historismus und seinen gänzlichen Abbruch 1965, also
genau hundert Jahre nach seiner Fertigstellung, konnten viele Wiener nicht verstehen. Nach
dem Abbruch des Nordbahnhofs stand natürlich viel kostbares Bauland zur Verfügung (was
ja auch der Grund für die Schleifung des architektonischen Kleinods war) und so siedelten
sich unter anderem auch Österreichs finanzkräftigste Unternehmen wie Bank Austria und
OMV in der Lasallestraße, einem Randgebiet des Nordbahngeländes an.
Südbahn und Raaber-Bahn
Die Raaber-Bahn war in ihrer ersten Streckenführung der
Vorgänger der Südbahn. Sie wurde schon vier Jahre nach der Eröffnung der Nordbahn im
Juni 1841 feierlich eröffnet und führte vom Gloggnitzer Bahnhof (heute Südbahnhof)
entlang der heutigen Südbahnstrecke nach Gloggnitz. Die erste Lokomotive stammte aus den
USA, hieß Philadelphia und heute erinnert noch die Philadelphia-Brücke in Meidling an
sie. Der Bau, der laut Konzession genehmigten Raaber-Bahn erfolgte erst später Richtung
Raab (heute Györ) auf der Strecke Wien - Bruck/Leitha, wo nach Unstimmigkeiten mit den
Ungarn vorerst Schluss war.
Es war ein fließender Übergang von der Raaber- zur Südbahn, denn einerseits wird sie
schon als Südbahn bezeichnet und andererseits wurden die Fahrpläne noch unter
Raaber-Bahn veröffentlicht. Es gab wohl anfangs kurze Zeit 4 Klassen, aber bis nach dem
2. Weltkrieg nur noch drei. Wobei die Zeit natürlich viel verändert hat. Erste und
Zweite Klasse waren gedeckt, wobei nur die Erste Klasse Fenster hatte. Dritte und Vierte
Klasse waren ohne Dach, wobei wiederum nur die Dritte Klasse Sitzbänke hatte.- Vor dem
Auflassen der Dritten Klasse bestand der letzte Unterschied darin, dass die Dritte Klasse
noch Holzbänke hatte.- Im Gegensatz zur Nordbahn besserte sich die wirtschaftliche
Entwicklung der Südbahn erst nach der durchgehenden Verbindung bis Triest.
Badner Bahn
Die Badner Tramway Gesellschaft führte ab 1873 eine
Pferdebahn von Baden nach Rauhenstein. 1894 wurde diese Bahn mit der elektrischen
Straßenbahn von Baden nach Vöslau vereinigt, wobei die Pferdebahnwaggons die Beiwagen
der elektrischen Triebwagen wurden. So entstand die Badner-Bahn, die erst ab 1907 bis zur
Staatsoper geführt wurde. Heute ist sie Bestandteil des VOR und dient vielen Pendlern.
Schnellbahn
Bis 1859 wird die Verbindung vom Staats- bzw. heutigem
Südbahnhof zum Nordbahnhof als Teilstück der Nordbahn fertiggestellt. Im wesentlichen
entspricht dies der heutigen Schnellbahntraße. Das erste Teilstück der heutigen
Schnellbahn vom Hauptzollamt (heute Wien Mitte) nach Floridsdorf wurde am 27. März 1961
in Betrieb genommen. Es wurden dazu jene Zugsgarnituren verwendet, die bis dahin als
"Transalpin" Wien-Zürich unterwegs waren.
Donauländebahn
Die anlässlich der Weltausstellung gebaute Bahn ist ein
wesentlicher Bestandteil des neuen Betriebsansiedlungsgebietes auf den Draschegründen.
Pottendorfer Linie
Eine Eisenbahnlinie, die hauptsächlich zur Entlastung des
Lastzugverkehrs auf der Südbahnstrecke dient.
Nationalfeiertag mit Bundesheer-TAURUS
am Rathausplatz
ÖBB am Nationalfeiertag erstmals als ziviler Partner bei
der
großen Leistungsschau des Bundesheeres am Rathausplatz mit
moderner TAURUS-Lok vertreten
Wien (OTS) - Die große Leistungsschau des
Österreichischen
Bundesheeres anlässlich des Nationalfeiertages findet heuer am 25.
und 26. Oktober erstmals unter Einbindung der zivilen Partner statt.
Der ÖBB-Konzern wird sich in diesem Rahmen mit allen seinen
Gesellschaften präsentieren. Es werden die Aufgaben und Tätigkeiten
der ÖBB Holding, der ÖBB-Personenverkehr AG, der Rail Cargo Austria
AG, der ÖBB-Traktion GmbH, der ÖBB-Technische Services GmbH, der
ÖBB-Postbus GmbH, der Speditions Holding GmbH, der
ÖBB-Dienstleistungs GmbH, der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, der
ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, der Brenner Eisenbahn GmbH und der ÖBB-Infrastruktur
Betrieb AG dargestellt.
ÖBB-Jubiläumslokomotive "50 Jahre
Bundesheer"
Am Führerstand der Bundesheer-TAURUS
Als besonderes Highlight wird eine speziell für das Bundesheer
lackierte TAURUS-Lok der ÖBB am Rathausplatz ausgestellt. Außerdem
wird jedem Bahninteressierten am 25. und 26. Oktober, in der Zeit von
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, die Möglichkeit geboten, den Führerstand
dieser Lok zu besichtigen.
Infostand der ÖBB-Personenverkehr AG
Kundendienst wird beim Infostand der ÖBB-Personenverkehr AG groß
geschrieben. Ein Fahrkartenautomat steht für Schulungen bereit,
Experten des ÖBB-Personenverkehrs werden auf alle Fragen der Besucher eingehen.
Zusätzlich kann jeder Besucher sein eigenes Ticket
ausdrucken und gewinnen.
Verladung am Westbahnhof
Außergewöhnlicher Straßentransport
Bereits am Samstag erfolgte am Wiener Westbahnhof die Verladung des
Bundesheer-TAURUS für den Straßentransport. Verladungen und
Transporte dieses Ausmaßes sind ohne professionelle Teamarbeit nicht
zu bewältigen. Rail Cargo Austria konnte für die Umladung und den
Transport des Bundesheer-TAURUS die Firma Felbermayr gewinnen - in
Sachen Schwertransport eine bekannte Größe. Gemeinsam mit dem
Hilfszug-Team der ÖBB-Technische Services GmbH wurde der 86 - Tonnen Stahlkoloss in der
Nacht von Sonntag auf Montag durch die Straßen Wiens geleitet. Zahlreiche Oberleitungen
der Wiener Straßenbahn und einige Ampelanlagen mussten angehoben werden, um dem TAURUS
Platz zu machen. Zwei Turmwagen der MA 46 sorgten dafür, dass dem Schwertransport keine
Hindernisse im Weg standen. Der Transport wurde in den Nachtstunden durchgeführt, um
Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Zur Sicherheit des Transportes und der anderen
Verkehrsteilnehmer begleiteten vier Straßenaufsichtsorgane den Tieflader.
Rücktransport
Nach Beendigung der Leistungsschau erfolgt die Verladung am Wiener
Rathausplatz. Der Transport mit dem Tieflader erfolgt am 27. Oktober,
in der Zeit von 01.00 bis 05.00 Uhr über die gleiche Route:
Rathausplatz - Lichtenfeldgasse - Friedrich Schmidt Platz -
Landesgerichtsstraße - Museumsplatz - Getreidemarkt - Gumpendorfer
Straße - Gürtel - Felberstraße
Rückfragehinweis:
Rail Cargo Austria AG
Mag. Andreas Rinofner / Mag. Thomas Berger
Kommunikation
Tel. +43 1 93000 37201
Fax. +43 1 93000 37219
E-Mail: kommunikation@railcargo.at www.railcargo.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER
AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS