Bundesheer

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Adressen
Militärkommando Wien, Kommando
Kommandogebäude FM Radetzky
1163 WIEN, Panikengasse 2
Tel.: 01 / 5200
Fax: 01 / 5200-17 730
Maria Theresien-Kaserne
1130 WIEN, Am Fasangarten 2
Tel.: 01 / 5200
Starhemberg-Kaserne
1102 WIEN, Gußriegelstraße 45
Tel.: 01 / 5200
Van-Swieten-Kaserne
1216 WIEN, Brünner Straße 238
Tel.: 01 / 5200
Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne
1142 WIEN, Breitenseer Straße 61
Tel.: 01 / 5200
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1031 WIEN, Kelsenstraße 4
Tel.: 01 / 5200
Heerespsychologischer Dienst
Help-Line-Service des Heerespsychologischen Dienstes:
0810 / 200 104
Fax 01 / 5200 / 175 64
Unfälle mit Fahrzeugen: Fax 01 / 5200 / 177 31
Erholungsheime und Urlaubsaustausch: Fax 01 / 5200 / 171 63
Das österreichische Bundesheer
Trotz einiger Planungen in der Provisorischen Regierung Renner (Heeresamt) gab es zwischen 1945 und 1955 kein Bundesheer Jedoch kann die Bundesgendarmerie (ab August 1952 in den Besatzungszonen der westlichen Alliierten) als personelle Keimzelle des späteren Bundesheers angesehen werden. Wenige Wochen nach Abschluss des Staatsvertrags von Wien wurden im Juli 1955 die Gendarmerieschulen in den westlichen Besatzungszonen in Provisorische Grenzschutzabteilungen umbenannt. Sie unterstanden dem 1945 geschaffenen Amt für Landesverteidigung, einer Sektion des Bundeskanzleramts, bzw. seit 15. 7. 1956 dem Verteidigungsministerium. Das Wehrgesetz vom 7. 9. 1955 regelt den Oberbefehl und die Aufgaben des Bundesheers und legt die Ergänzung durch die allgemeine Wehrpflicht fest (ursprüngliche Dauer des Präsenzdienstes 9 Monate). Die erste Einberufung von Wehrpflichtigen erfolgte am 15. 10. 1956. Seit 1975 besteht die Möglichkeit zur alternativen Ableistung eines Zivildienstes (bis 1991 mit Gewissensprüfung). Die Kompetenzen dazu liegen beim Bundesministerium für Inneres.
Das Bundesheer hat, der Bundesverfassung und dem Wehrgesetz entsprechend, die Aufgabe der militärischen Landesverteidigung, daneben dient es dem Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen, der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit im Inneren und wird zur Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Katastrophen herangezogen. Die militärischen Angelegenheiten in Gesetzgebung und Vollziehung sind Bundessache. Den Oberbefehl über das Bundesheer führt der Bundespräsident; das Verfügungsrecht und die Geschäfte der obersten Bundesverwaltung sind dem Bundesministerium für Landesverteidigung und der Bundesregierung übertragen. Die Befehlsgewalt über die Kommandos, Truppen, Behörden, militärische Dienststellen und Heeresanstalten übt der Bundesminister für Landesverteidigung durch die Kommandanten und Leiter aus. Der dem Bundeskanzleramt beigeordnete Landesverteidigungsrat besteht aus Mitgliedern der Bundesregierung, der militärischen Führung und aus Vertretern der politischen Parteien; er ist in Verteidigungsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu hören und hat Besuchsrecht bei allen militärischen Einrichtungen. Der Generaltruppeninspektor ist engster militärischer Berater des Ministers.
Sanitätskraftfahrzeug und Steyr LKW
im Heeresgeschichtlichen Museum - © Citype
Das Bundesgebiet war bis 1973 in 3 Gruppenbereiche (Wien, Graz, Salzburg) mit 7 Einsatzbrigaden (bis 1962: 9) eingeteilt (Kommanden in Eisenstadt, Krems, Hörsching, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Götzendorf). Gruppe I befehligte 3 Brigaden, Gruppe II und III je 2 Brigaden. Jede Gruppe verfügte außerdem über ein Ausbildungsregiment, ein Telegraphenbataillon, ein Panzer- und ein Pionierbataillon sowie ein Versorgungsregiment. Bei jeder Brigade bestand ein Ausbildungsbataillon. Innerhalb der 7 Brigaden waren Einsatz- und Ausbildungstruppen getrennt, so dass die Jungmänner zunächst in Ausbildungsbataillonen ihre dreimonatige Grundausbildung erhielten und anschließend in den Einsatzbataillonen der Verbandsausbildung unterzogen wurden. In jedem Bundesland wurden selbständige Militärkommanden für die territoriale Verteidigung einschließlich Grenzschutz eingerichtet. Die Luftstreitkräfte unterstanden einem eigenen Kommando.

Engpässe bei der personellen Struktur und materiellen Ausstattung führten neben sozialen und politischen Veränderungen in Österreich ab 1970 zu einer weiteren Reform des Bundesheers, das nach den Vorschlägen der Bundesheer-Reformkommission ab Sommer 1971 neu organisiert wurde. Im Juli 1971 wurde die Dauer des Wehrdienstes auf 6 Monate und 60 Tage Truppenübungen geändert.
Sanitätspanzer "Pandur" - © Citype
Sanitätspanzer "Pandur" - © Citype
Die Änderung des Konzepts von der Grenzverteidigung zur Raumverteidigung bedingte eine Neugliederung des Bundesheers: Die Bereitschaftstruppe (30 Bataillone) sollte schnell zur Verfügung stehen; die Milizstruktur des Bundesheers wurde ausgebaut (mobile Landwehr mit 8 Jägerbrigaden, raumgebundene Landwehr mit 30 Landwehrregimentern sowie zahlreiche Wach- und Sicherungskompanien). 1986 betrug der Mobilmachungsrahmen 186.000 Mann, Mitte der 90er Jahre 300.000 Mann. Am 1. 7. 1973 wurde das Armeekommando als eine dem Verteidigungsministerium nachgeordnete Führungsebene geschaffen (ab Juni 1978 als Sektion III der Zentralstelle eingegliedert; mit 1. 7. 1991 aufgelöst). Aus den bisherigen 3 Gruppenkommanden und dem Kommando der Luftstreitkräfte entstanden die Korpskommanden I und II (1. 1. 1974), die (1.) Panzergrenadier- und die Fliegerdivision.

Die massiven politischen Veränderungen in Europa nach 1989 führten neben budgetären und personellen Überlegungen zu einer neuerlichen Heeresreform ab 1991 ("Heeresgliederung neu 1995"). Das Armeekommando wurde aufgelöst, dafür aus dem Kommando der 1. Panzergrenadierdivision ein III. Korps gebildet. Die neue Struktur des Heeres umfasste in der Friedensorganisation 3 Panzergrenadierbrigaden und 13 aus den 30 Landwehrstammregimentern gebildete Jägerregimenter. Die Einsatzorganisation sah damit 16 Brigaden mit einem Mobilmachungsstand von 150.000 Mann (einschließlich Reserven) vor. Damit verbunden war das Abgehen vom Konzept der Raumverteidigung und der Übergang zu einer grenznahen Einsatzdisposition.
Allschutzfahrzeug "Dingo" 2 - © Citype
Allschutzfahrzeug "Dingo" 2 - © Citype
Für 1998-2000 wurde vom Ministerrat eine neue Heeresstruktur beschlossen: Das Korpskommando III wurde ersatzlos aufgelöst; das Bundesheer ist (ähnlich wie 1973-95) wieder in 2 Korps gegliedert: Dem I. Korps (Kommando in Graz für Steiermark, Niederösterreich, Burgenland und Kärnten) unterstehen die 1. und 7. Jägerbrigade (die 1. mit Pandur-Radpanzern, die 7. luftbeweglich) sowie die 3. Panzergrenadierbrigade, dem II. Korps (Kommando in Salzburg für Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) die 4. Panzergrenadierbrigade und die 6. Jägerbrigade (gebirgsbeweglich); dazu kommen jeweils Korpstruppen und andere. Dem Verteidigungsministerium unmittelbar nachgeordnet sind die Fliegerdivision, das Militärkommando Wien sowie Ämter, Akademien und Schulen. Der Mobilmachungsstand wurde auf 120.000 Mann reduziert.

Seit 1998 besteht die Möglichkeit eines freiwilligen Wehrdienstes für Frauen (Laufbahn als Berufsoffizier bzw. Berufsunteroffizier); im Rahmen von Auslandseinsätzen waren Frauen schon früher eingesetzt.

2002 wurden das Verteidigungsministerium und die unmittelbar nachgeordneten Dienstellen neu gegliedert. Es wurde 3 Sektionen (Zentralsektion, Kontrollsektion, Generalstab) eingerichtet. Die Korpskommanden wurden aufgelöst, das Kommando Landstreitkräfte (Salzburg) wurde gegründet.Die Aufgaben der Luftstreitkräfte wurde im Kommando Luftstreitkräfte, die Auslandseinsätze im Kommando Internationale Einsätze (Graz) und die Spezialeinsätze im Kommando Spezialeinsatzkräfte (Wr. Neustadt) zusammengefasst.
S-70 "Black Hawk" - © Citype
S-70 "Black Hawk" - © Citype
Seit 1960 haben sich fast 40.000 Angehörige des Bundesheers an friedenserhaltenden Operationen der Vereinten Nationen beteiligt (UN-Einsätze). Aufgrund der erhöhten Beteiligung an internationalen Friedensoperationen und humanitären Einsätzen kommt dem Kaderpersonal größere Bedeutung zu, als dies im traditionellen Milizsystem der Fall war. Im Rahmen eines Assistenzeinsatzes überwacht das Bundesheer zur Unterstützung der Gendarmerie seit 1990 die österreichische Grenze zu Ungarn. Bis 2000 haben rund 1,8 Millionen Österreicher im Bundesheer gedient.
Theresianische Militärakademie
Bild: Bundesheer von Maria Theresia mit Entschließung vom 14. 12. 1751 gegründet. 1752-1918 zentrale Ausbildungsstätte für kaiserliche Offiziere in der Burg von Wiener Neustadt; 1. Direktor war Feldmarschall L. von Daun. Die Bezeichnung "Militärakademie" wurde seit der Vereinigung mit der "Pflanzschule" für Kadetten in Wien 1769 verwendet. 1806 wurde die Ausbildungszeit von 11 auf 8 Jahre (Eintrittsalter 10-12 Jahre) reduziert,
1852 auf 4 Jahre, 1874 auf 3 Jahre. Durchschnittlich absolvierten jährlich 400 Zöglinge die Akademie, im 1. Weltkrieg erfolgten mehrere Ausmusterungen jährlich. 1920-33 fand die Offiziersausbildung an der Heeresschule in Enns statt. 1934 wurde die Theresianische Militärakademie in der Burg von Wiener Neustadt wiedererrichtet. Nach der Besatzungszeit war die Militärakademie ab 1955 abermals in Enns untergebracht und ist seit 1958 wieder in Wiener Neustadt. 1-jährig-Freiwillige können nach einem Vorbereitungssemester die 3-jährige Ausbildung absolvieren und werden danach zum Leutnant ausgemustert. Seit 1997 ist die Militärakademie Fachhochschule und kann auch von Zivilisten besucht werden. Der Militärakademie angeschlossen ist ein Bundesoberstufenrealgymnasium (Militärrealgymnasium) und ein Bundesrealgymnasium für Berufstätige (zeitverpflichtete Soldaten).
Uniform
Feldanzug 75
Eine völlige Neuerung stellt die Einführung des bis heute getragenen Anzugs 75 dar. Dieser basiert auf einem "Zwiebelschalensystem". So kann der Soldat wärmere Schichten anziehen und sich dieser wieder entledigen, ohne dass die Norm-Adjustierung ausgezogen werden muss. Die Farbe ist braungrau und hat die Farbnormenangabe "RAL 7013" des RAL-Farbregisters. Die Feldbluse ist im wesentlichen gleich geschnitten wie die Drillichjacke. Die Jacke hat zwei aufgesetzte Brusttaschen mit Patten und Schulterklappen für das Aufschieben der Dienstgradabzeichen. Auch die Feldhose entspricht im Schnitt der Drillichhose. Sie verfügt über Gürtelschlaufen, zwei aufgesteppte Taschen und zwei Schenkeltaschen. Unter der linken Schenkeltasche befindet sich eine Verbandspäckchentasche. Die Überlegung, auch Gesäßtaschen anzubringen, wurde nicht weiter verfolgt. Beim Tragen der Feldschuhe sind die Hosenbeine der Feldhose im Schuhschaft einzuklemmen, nachdem die bei den Nähten gespannten Enden nach rückwärts eingeschlagen werden. Trotzdem werden weiterhin Generationen von Soldaten statt dessen die viel praktischeren Gummiringerln (auch Einsiedegummi) verwenden. Zur Hose wird der Hosengurt braungrau getragen. Klemmschnalle und Spitzenschoner sind aus dunkelbrüniertem Eisenblech.
Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer
Feldanzug 75 mit Barett und Feldhemd Feldanzug 75 mit blauem Barett und Halstuch sowie Segeltuchschuhen für UNO-Soldaten Für die Übergangszeit: Der Feldanzug 75 mit Feldbluse über dem Hemd. Als Kopfbedeckung dient die Feldkappe
Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer Bild: Bundesheer
In der kalten Jahreszeit wird der Feldanzug 75 mit Feldjacke getragen Auch zur Jacke kann statt dem Barett die Feldkappe als Kopfbedeckung verwendet werden Der Feldanzug 75 mit dem Feldpullover leicht
Das Feldhemd aus braungrauem Baumwollgemisch hat Brusttaschen und Schulterklappen. Auch auf dem Hemd ist seit 1990 ein Flauschband über der rechten Brusttasche aufgenäht. Wird das Feldhemd unter der Feldbluse getragen, so ist der Hemdkragen über dem Kragen der Feldbluse auszuschlagen. Für die Übergangs- bzw. kalte Jahreszeit wurde die Feldjacke eingeführt. Sie besteht aus doppeltem wasser-, öl- und schmutzabweisendem braungrauem Baumwollgewebe und ist mit vier Außentaschen mit Patten, einer Innentasche, eingearbeiteter Kapuze und mit Reißverschluss sowie Knöpfen in der Kante ausgeführt. Darüber hinaus verfügt die Feldjacke in der Taille und am Jackenende sowie die Kapuze über je einen Durchzug mit einer Kunststoffschnur. Die Ärmel sind mit doppelter Manschette versehen. Wie alle anderen Oberbekleidungsstücke hat auch die Feldjacke schwer ein Flauschband für die Anbringung des Namensbandes über der rechten Brusttasche. Die Feldjacke leicht verfügt über eine zwischen Ober- und Futterstoff eingearbeitete wasserdichte, aber wasserdampfdurchlässige ("atmungsaktive") Membran bzw. Folie sowie eine im Kragen verstaubare Kapuze. Als Verschluss dienen Druckknöpfe. Eine Neuheit stellt die Überhose dar. Sie ist ebenfalls aus braungrauem Baumwollgewebe wie die Feldjacke schwer, besonders wärmehaltend und mit einem Nierenschutz versehen. Sie ist so geschnitten , dass sie - nach Aufknöpfen der Hosenbeinschlitze - über die Schuhe an- bzw. ausgezogen werden kann. Neben den Hosentaschen befinden sich Durchgriffe zu den Taschen der Feldhose. Die Hosenträger sind aus dem gleichen Material wie die Hose sowie Gummibänder, am Rücken überkreuzt angenäht, vorne mittels einer Schubschnalle in der Länge verstellbar und an der Vorderhose mit dem Hosenträgerverschluss befestigt. Als Kopfbedeckung existieren die Feldkappe und die Plüschkappe. Letztere ist mit einem Ohrenschutz ausgestattet, der unter dem Kinn geschlossen werden kann. Als Fußbekleidung dienen die Feldschuhe leicht und schwer. Die Feldschuhe leicht sind Schaftschuhe mit geringem Gewicht aus pflegeleichtem Leder und aufgeklebter Formsohle. Sie sind für die wärmere Jahreszeit und leichtes Gelände vorgesehen. Für die kalte Jahreszeit, für schwieriges Gelände und für den militärischen Schilauf sind die Feldschuhe schwer vorgesehen. Dabei handelt es sich um die alten Bergschuhe mit halbhohem Schaft und Profilgummisohle. Die Feldschuhe schwer sind handgenäht, aus kombiniert gegerbtem und wärmehaltendem Leder. 1992 wurde zur Kennzeichnung des Anzuges 75 als Uniform des Bundesheeres das Nationalitätsabzeichen eingeführt. Es ist braungrau und enthält neben der Beschriftung "ÖSTERREICH - BUNDESHEER" auch das Bundeswappen. Dieses "Abzeichen ÖBH" wird ausschließlich am Anzug 75, in der Mitte des linken Oberärmels, 6 cm unterhalb der Ärmelnaht, aufgenäht und ist Bestandteil der Uniform. Alle seither neu beschafften Bekleidungsgegenstände sind bereits damit ausgerüstet.
Nach: Bgdr Rolf M. URRISK
(Buch "Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995")
Ausgangsuniform - Anzug 65
Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer
Ausgangsanzug mit Uniformschoß für Frauen. Als Kopfbedeckung fungiert hier eine Fliegermütze Ausgangsanzug groß für Männer Zur Ausgangsuniform gibt es auch passenden Witterungsschutz - hier der Regenmantel
1965 wurde die bis heute in ihrer Form unveränderte Ausgangsuniform des Bundesheeres eingeführt. Die Vorgaben an die Entwicklungskommission waren unter anderem, dass "eine traditionelle Schnittart und neuzeitliche bekleidungstechnische Grundlagen zu einem einheitlichem Ganzen zusammengeführt und den Soldaten eine Uniform gegeben wird, in der sie sich wohlfühlen können und mit der sie in jeder Weise angenehm in Erscheinung treten." Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen der bisher getragenen und der neuentwickelten Uniform, die bis heute ihre Form beibehalten hat, sind folgende:

Die Fasson des Uniformrockes ist etwas höher gestellt, der Kragen ist etwas schmäler und kürzer, die Taille ist leicht angedeutet . Die beiden Brusttaschen sind, wie beim alten Rock, aufgesteppt und mit einer Quetschfalte versehen. Die darüberliegende Patte ist etwas mehr geschweift und zum Knöpfen. Die Seitentaschen sind hingegen eingeschnitten, von vorn nach hinten unten schräg verlaufend und ebenfalls mit stärker geschweiften knöpfbaren Patten ausgestattet. Bei den Ausgangsuniformen sind dreierlei Knöpfe vorgesehen: Für Offiziere goldfarbene mit glattem Rand, strichmattiertem Grund und geprägtem stilisiertem Bundesadler; dieselbe Ausführung, jedoch silberfarben für Unteroffiziere; für Chargen und Wehrmänner ist der Knopf grau mit glattem Rand und fein gekörnter Innenfläche. Zu diesem Uniformstück wird beim Ausgang weder ein Stoffgürtel, noch ein Leibriemen getragen. Die Farbe der Uniformhose wurde von eisengrau auf hellgrau geändert und passt somit nuancenmäßig besser zum feldgrauem Uniformrock. Die Seitentaschen sind schräg geschnitten. Eine Neuerung war sicher die Tellerkappe. Dabei handelt es sich um die modifizierte ehemalige österreichisch-ungarische Marineoffizierskappe. Die Tellerkappe hat einen schwarzen, für Offiziere aus Samt, für Unteroffiziere, Chargen und Rekruten aus Halbkammgarn bestehenden Kopfstreifen und einen schwarzen Lackschirm. Die Kappenrosen sind die gleichen wie bei der Fliegertellerkappe Das Emblem ist für Offiziere goldfarben, für Unteroffiziere silberfarben, jeweils aus Metall oder gestickt, für Chargen und Rekruten altsilberfarben nur aus Metall. Das Emblem zeigt einen stilisierten Bundesadler mit Eichenlaubkranz. Zur besseren Unterscheidung von den Korpskommandanten wurde bei den Generalen 1982 das Emblem mit scharlachrotem Tuch unterlegt.
Soldaten des Gardebataillons beim Exerzieren in der
Maria Theresien Kaserne in Wien - © Citype
Für Offiziere wurde als Gesellschaftsanzug ein Uniformrock weiß, in Schnitt und Ausstattung gleich dem feldgrauem Rock, eingeführt. Als Stoff war ein Trevira/Kammgarn-Gemisch oder reine Baumwolle vorgesehen. Der Rock weiß ist auf eigene Kosten zu beschaffen. Zunächst durfte der weiße Rock nur im Sommerhalbjahr und nur zu offiziellen militärischen Veranstaltungen getragen werden. In weiterer Folge wurde der Rock auch bei anderen Veranstaltungen, so etwa auf Bällen, getragen. Obwohl zunächst nicht geduldet, glich man sich 1977 den Wünschen der Betroffenen an und gestattete das Tragen zu besonderen Anlässen ganzjährig. Seit November 1980 darf der Uniformrock weiß auch von Unteroffizieren getragen werden. 1986 wurde die Uniformhose schwarzblau eingeführt, die besser zum weißen Rock passt. Anstelle der Passepoillierung ist die Hose mit einem dunkelblauen Smokingband versehen.
Nach: Bgdr Rolf M. URRISK
(Buch "Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995")
1. Rockkragendienstgradabzeichen / Ärmeldienstgradabzeichen
2. Verbandsabzeichen
3. B-Gendarmerieabzeichen
4. Verwendungsabzeichen (max. 2 Abzeichen, wenn zusammen mit Truppenkörperabzeichen nur 1 Abzeichen)
5. Truppenkörper- oder Jahrgangs-/Lehrgangs-Abzeichen
6. Truppenabzeichen
7. Jagdkommando- oder Kampfschwimmerabzeichen
8. Fallschirmspringerabzeichen
9. Ordensspange (max. 5 Reihen à 3 Bänder) oder Ordensschnalle (max. 10 Auszeichnungen)
10. Leistungs-/Bewährungsabzeichen (max. 2) oder 1 Steckdekoration
Paradeuniform
Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer Foto: Bundesheer
Innenhelm mit Emblem, Paraderock, Fangschnur, Leibriemen, Paradehose und Paradeschuhen Paradeuniform für Offiziere mit Barett, goldener Fangschnur, Stieifelhose, Paradestiefeln und Säbel Paradeuniform für Offiziere mit Mantel
Uniformen für besondere Dienstverrichtungen
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Alpinist mit Ausrüstung ABC-Schutzanzug Flugdienstanzug
Dienstgrade
Rekrut
Abkürzung: Rekr
Chargen
Gefreiter
Abkürzung: Gfr
Korporal
Abkürzung: Kpl
Zugsführer
Abkürzung: Zgf
Unteroffiziere
Wachtmeister
Abkürzung: Wm
Oberwachtmeister
Abkürzung: OWm
Stabswachtmeister
Abkürzung: StWm
Oberstabswachtmeister
Abkürzung: OStWm
Offiziersstellvertreter
Abkürzung: OStv
Vizeleutnant
Abkürzung: Vzlt
Offiziere
Fähnrich
Abkürzung: Fhr
Leutnant
Abkürzung: Lt
Oberleutnant
Abkürzung: Olt
Hauptmann
Abkürzung: Hptm
Major
Abkürzung: Mjr
Oberstleutnant
Abkürzung: Obstlt
Oberst
Abkürzung: Obst
Brigadier
Abkürzung: Bgdr
Generalmajor
Abkürzung: GenMjr
Generalleutnant
Abkürzung: GenLt
General
Abkürzung: Gen
aus
Österreichs Bundesheer
Informationssystem des Bundesministeriums für Landesverteidigung
www.bundesheer.at
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