
|
Standorte in Wien |
 |
|
 |
| Links |
Bundesministerium für Landesverteidigung
Militärkommando
Wien
Garde
Jägerregiment
Wien
Landesverteidigungsakademie
Fernmeldetruppenschule
Sanitätsschule
Heeressportzentrum
Heeresgebührenamt |
 |
 |
 |
| Maria Theresien
Kaserne |
 |
| Adressen |
| Militärkommando Wien, Kommando |
 |
Kommandogebäude FM Radetzky
1163 WIEN, Panikengasse 2
Tel.: 01 / 5200
Fax: 01 / 5200-17 730 |
 |
| Maria Theresien-Kaserne |
 |
1130 WIEN, Am Fasangarten 2
Tel.: 01 / 5200 |
 |
| Starhemberg-Kaserne |
 |
1102 WIEN, Gußriegelstraße 45
Tel.: 01 / 5200 |
 |
| Van-Swieten-Kaserne |
 |
1216 WIEN, Brünner Straße 238
Tel.: 01 / 5200 |
 |
| Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne |
 |
1142 WIEN, Breitenseer Straße 61
Tel.: 01 / 5200 |
 |
| Kaserne Arsenal |
 |
1031 WIEN, Kelsenstraße 4
Tel.: 01 / 5200 |
 |
Heerespsychologischer Dienst
Help-Line-Service des Heerespsychologischen Dienstes:
0810 / 200 104
Fax 01 / 5200 / 175 64
Unfälle mit Fahrzeugen: Fax 01 / 5200 / 177 31
Erholungsheime und Urlaubsaustausch: Fax 01 / 5200 / 171 63 |
|
 |
| Das
österreichische Bundesheer |
 |
|
Trotz einiger Planungen in der
Provisorischen Regierung Renner (Heeresamt) gab es zwischen 1945 und
1955 kein Bundesheer Jedoch kann die Bundesgendarmerie (ab August
1952 in den Besatzungszonen der westlichen Alliierten) als
personelle Keimzelle des späteren Bundesheers angesehen werden.
Wenige Wochen nach Abschluss des Staatsvertrags von Wien wurden im
Juli 1955 die Gendarmerieschulen in den westlichen Besatzungszonen
in Provisorische Grenzschutzabteilungen umbenannt. Sie unterstanden
dem 1945 geschaffenen Amt für Landesverteidigung, einer Sektion des
Bundeskanzleramts, bzw. seit 15. 7. 1956 dem
Verteidigungsministerium. Das Wehrgesetz vom 7. 9. 1955 regelt den
Oberbefehl und die Aufgaben des Bundesheers und legt die Ergänzung
durch die allgemeine Wehrpflicht fest (ursprüngliche Dauer des
Präsenzdienstes 9 Monate). Die erste Einberufung von Wehrpflichtigen
erfolgte am 15. 10. 1956. Seit 1975 besteht die Möglichkeit zur
alternativen Ableistung eines Zivildienstes (bis 1991 mit
Gewissensprüfung). Die Kompetenzen dazu liegen beim
Bundesministerium für Inneres.
Das Bundesheer hat, der
Bundesverfassung und dem Wehrgesetz entsprechend, die Aufgabe der
militärischen Landesverteidigung, daneben dient es dem Schutz der
verfassungsmäßigen Einrichtungen, der Aufrechterhaltung von Ordnung
und Sicherheit im Inneren und wird zur Hilfeleistung bei
Elementarereignissen und Katastrophen herangezogen. Die
militärischen Angelegenheiten in Gesetzgebung und Vollziehung sind
Bundessache. Den Oberbefehl über das Bundesheer führt der
Bundespräsident; das Verfügungsrecht und die Geschäfte der obersten
Bundesverwaltung sind dem Bundesministerium für Landesverteidigung
und der Bundesregierung übertragen. Die Befehlsgewalt über die
Kommandos, Truppen, Behörden, militärische Dienststellen und
Heeresanstalten übt der Bundesminister für Landesverteidigung durch
die Kommandanten und Leiter aus. Der dem Bundeskanzleramt
beigeordnete Landesverteidigungsrat besteht aus Mitgliedern der
Bundesregierung, der militärischen Führung und aus Vertretern der
politischen Parteien; er ist in Verteidigungsfragen von
grundsätzlicher Bedeutung zu hören und hat Besuchsrecht bei allen
militärischen Einrichtungen. Der Generaltruppeninspektor ist engster
militärischer Berater des Ministers. |
 |
 |
 |
Sanitätskraftfahrzeug und
Steyr LKW
im
Heeresgeschichtlichen Museum - © Citype |
 |
Das Bundesgebiet war bis 1973 in 3 Gruppenbereiche (Wien, Graz,
Salzburg) mit 7 Einsatzbrigaden (bis 1962: 9) eingeteilt (Kommanden
in Eisenstadt, Krems, Hörsching, Graz, Innsbruck, Klagenfurt,
Götzendorf). Gruppe I befehligte 3 Brigaden, Gruppe II und III je 2
Brigaden. Jede Gruppe verfügte außerdem über ein
Ausbildungsregiment, ein Telegraphenbataillon, ein Panzer- und ein
Pionierbataillon sowie ein Versorgungsregiment. Bei jeder Brigade
bestand ein Ausbildungsbataillon. Innerhalb der 7 Brigaden waren
Einsatz- und Ausbildungstruppen getrennt, so dass die Jungmänner
zunächst in Ausbildungsbataillonen ihre dreimonatige Grundausbildung
erhielten und anschließend in den Einsatzbataillonen der
Verbandsausbildung unterzogen wurden. In jedem Bundesland wurden
selbständige Militärkommanden für die territoriale Verteidigung
einschließlich Grenzschutz eingerichtet. Die Luftstreitkräfte
unterstanden einem eigenen Kommando.
Engpässe bei der personellen
Struktur und materiellen Ausstattung führten neben sozialen und
politischen Veränderungen in Österreich ab 1970 zu einer weiteren
Reform des Bundesheers, das nach den Vorschlägen der
Bundesheer-Reformkommission ab Sommer 1971 neu organisiert wurde. Im
Juli 1971 wurde die Dauer des Wehrdienstes auf 6 Monate und 60 Tage
Truppenübungen geändert. |
 |
 |
 |
| Sanitätspanzer "Pandur" - © Citype |
 |
Die Änderung des Konzepts von der Grenzverteidigung zur
Raumverteidigung bedingte eine Neugliederung des Bundesheers: Die
Bereitschaftstruppe (30 Bataillone) sollte schnell zur Verfügung
stehen; die Milizstruktur des Bundesheers wurde ausgebaut (mobile
Landwehr mit 8 Jägerbrigaden, raumgebundene Landwehr mit 30
Landwehrregimentern sowie zahlreiche Wach- und Sicherungskompanien).
1986 betrug der Mobilmachungsrahmen 186.000 Mann, Mitte der 90er
Jahre 300.000 Mann. Am 1. 7. 1973 wurde das Armeekommando als eine
dem Verteidigungsministerium nachgeordnete Führungsebene geschaffen
(ab Juni 1978 als Sektion III der Zentralstelle eingegliedert; mit
1. 7. 1991 aufgelöst). Aus den bisherigen 3 Gruppenkommanden und dem
Kommando der Luftstreitkräfte entstanden die Korpskommanden I und II
(1. 1. 1974), die (1.) Panzergrenadier- und die Fliegerdivision.
Die massiven politischen Veränderungen in Europa nach 1989 führten
neben budgetären und personellen Überlegungen zu einer neuerlichen
Heeresreform ab 1991 ("Heeresgliederung neu 1995"). Das
Armeekommando wurde aufgelöst, dafür aus dem Kommando der 1.
Panzergrenadierdivision ein III. Korps gebildet. Die neue Struktur
des Heeres umfasste in der Friedensorganisation 3
Panzergrenadierbrigaden und 13 aus den 30 Landwehrstammregimentern
gebildete Jägerregimenter. Die Einsatzorganisation sah damit 16
Brigaden mit einem Mobilmachungsstand von 150.000 Mann
(einschließlich Reserven) vor. Damit verbunden war das Abgehen vom
Konzept der Raumverteidigung und der Übergang zu einer grenznahen
Einsatzdisposition. |
 |
 |
 |
| Allschutzfahrzeug "Dingo" 2 - © Citype |
 |
Für 1998-2000 wurde vom Ministerrat eine neue Heeresstruktur
beschlossen: Das Korpskommando III wurde ersatzlos aufgelöst; das
Bundesheer ist (ähnlich wie 1973-95) wieder in 2 Korps gegliedert:
Dem I. Korps (Kommando in Graz für Steiermark, Niederösterreich,
Burgenland und Kärnten) unterstehen die 1. und 7. Jägerbrigade (die
1. mit Pandur-Radpanzern, die 7. luftbeweglich) sowie die 3.
Panzergrenadierbrigade, dem II. Korps (Kommando in Salzburg für
Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) die 4.
Panzergrenadierbrigade und die 6. Jägerbrigade (gebirgsbeweglich);
dazu kommen jeweils Korpstruppen und andere. Dem
Verteidigungsministerium unmittelbar nachgeordnet sind die
Fliegerdivision, das Militärkommando Wien sowie Ämter, Akademien und
Schulen. Der Mobilmachungsstand wurde auf 120.000 Mann reduziert.
Seit 1998 besteht die Möglichkeit eines freiwilligen Wehrdienstes
für Frauen (Laufbahn als Berufsoffizier bzw. Berufsunteroffizier);
im Rahmen von Auslandseinsätzen waren Frauen schon früher
eingesetzt.
2002 wurden das Verteidigungsministerium und die unmittelbar
nachgeordneten Dienstellen neu gegliedert. Es wurde 3 Sektionen
(Zentralsektion, Kontrollsektion, Generalstab) eingerichtet. Die
Korpskommanden wurden aufgelöst, das Kommando Landstreitkräfte
(Salzburg) wurde gegründet.Die Aufgaben der Luftstreitkräfte wurde
im Kommando Luftstreitkräfte, die Auslandseinsätze im Kommando
Internationale Einsätze (Graz) und die Spezialeinsätze im Kommando
Spezialeinsatzkräfte (Wr. Neustadt) zusammengefasst. |
 |
 |
 |
| S-70 "Black Hawk" - © Citype |
 |
| Seit 1960 haben sich fast 40.000 Angehörige des Bundesheers an
friedenserhaltenden Operationen der Vereinten Nationen beteiligt
(UN-Einsätze). Aufgrund der erhöhten Beteiligung an internationalen
Friedensoperationen und humanitären Einsätzen kommt dem
Kaderpersonal größere Bedeutung zu, als dies im traditionellen
Milizsystem der Fall war. Im Rahmen eines Assistenzeinsatzes
überwacht das Bundesheer zur Unterstützung der Gendarmerie seit 1990
die österreichische Grenze zu Ungarn. Bis 2000 haben rund 1,8
Millionen Österreicher im Bundesheer gedient. |
 |
 |
| Theresianische Militärakademie |
 |
 |
 |
von Maria Theresia mit Entschließung vom 14. 12.
1751 gegründet. 1752-1918 zentrale Ausbildungsstätte für kaiserliche Offiziere in der
Burg von Wiener Neustadt; 1. Direktor war Feldmarschall L. von Daun. Die Bezeichnung
"Militärakademie" wurde seit der Vereinigung mit der "Pflanzschule"
für Kadetten in Wien 1769 verwendet. 1806 wurde die Ausbildungszeit von 11 auf 8 Jahre
(Eintrittsalter 10-12 Jahre) reduziert, |
|
| 1852 auf 4 Jahre, 1874 auf 3 Jahre.
Durchschnittlich absolvierten jährlich 400 Zöglinge die Akademie, im 1. Weltkrieg
erfolgten mehrere Ausmusterungen jährlich. 1920-33 fand die Offiziersausbildung an der
Heeresschule in Enns statt. 1934 wurde die Theresianische Militärakademie in der Burg von
Wiener Neustadt wiedererrichtet. Nach der Besatzungszeit war die Militärakademie ab 1955
abermals in Enns untergebracht und ist seit 1958 wieder in Wiener Neustadt.
1-jährig-Freiwillige können nach einem Vorbereitungssemester die 3-jährige Ausbildung
absolvieren und werden danach zum Leutnant ausgemustert. Seit 1997 ist die
Militärakademie Fachhochschule und kann auch von Zivilisten besucht werden. Der
Militärakademie angeschlossen ist ein Bundesoberstufenrealgymnasium
(Militärrealgymnasium) und ein Bundesrealgymnasium für Berufstätige (zeitverpflichtete
Soldaten). |
 |
|
|
 |
| Uniform |
 |
|
| Feldanzug 75 |
 |
|
| Eine völlige Neuerung stellt die Einführung des bis
heute getragenen Anzugs 75 dar. Dieser basiert auf einem "Zwiebelschalensystem".
So kann der Soldat wärmere Schichten anziehen und sich dieser wieder entledigen, ohne
dass die Norm-Adjustierung ausgezogen werden muss. Die Farbe ist braungrau und hat die
Farbnormenangabe "RAL 7013" des RAL-Farbregisters.
Die Feldbluse ist im wesentlichen gleich geschnitten wie die Drillichjacke. Die Jacke hat
zwei aufgesetzte Brusttaschen mit Patten und Schulterklappen für das Aufschieben der
Dienstgradabzeichen. Auch die Feldhose entspricht im Schnitt der Drillichhose. Sie
verfügt über Gürtelschlaufen, zwei aufgesteppte Taschen und zwei Schenkeltaschen. Unter
der linken Schenkeltasche befindet sich eine Verbandspäckchentasche. Die Überlegung,
auch Gesäßtaschen anzubringen, wurde nicht weiter verfolgt. Beim Tragen der Feldschuhe
sind die Hosenbeine der Feldhose im Schuhschaft einzuklemmen, nachdem die bei den Nähten
gespannten Enden nach rückwärts eingeschlagen werden. Trotzdem werden weiterhin
Generationen von Soldaten statt dessen die viel praktischeren Gummiringerln (auch
Einsiedegummi) verwenden. Zur Hose wird der Hosengurt braungrau getragen. Klemmschnalle
und Spitzenschoner sind aus dunkelbrüniertem Eisenblech. |
 |
 |
 |
| Feldanzug 75 mit Barett und Feldhemd |
Feldanzug 75 mit blauem Barett und
Halstuch sowie Segeltuchschuhen für UNO-Soldaten |
Für die Übergangszeit: Der Feldanzug 75
mit Feldbluse über dem Hemd. Als Kopfbedeckung dient die Feldkappe |
|
|
|
 |
 |
 |
| In der kalten Jahreszeit wird der
Feldanzug 75 mit Feldjacke getragen |
Auch zur Jacke kann statt dem Barett die
Feldkappe als Kopfbedeckung verwendet werden |
Der Feldanzug 75 mit dem Feldpullover
leicht |
|
|
|
|
 |
|
| Das Feldhemd aus braungrauem Baumwollgemisch hat
Brusttaschen und Schulterklappen. Auch auf dem Hemd ist seit 1990 ein Flauschband über
der rechten Brusttasche aufgenäht. Wird das Feldhemd unter der Feldbluse getragen, so ist
der Hemdkragen über dem Kragen der Feldbluse auszuschlagen.
Für die Übergangs- bzw. kalte Jahreszeit wurde die Feldjacke eingeführt. Sie besteht
aus doppeltem wasser-, öl- und schmutzabweisendem braungrauem Baumwollgewebe und ist mit
vier Außentaschen mit Patten, einer Innentasche, eingearbeiteter Kapuze und mit
Reißverschluss sowie Knöpfen in der Kante ausgeführt. Darüber hinaus verfügt die
Feldjacke in der Taille und am Jackenende sowie die Kapuze über je einen Durchzug mit
einer Kunststoffschnur. Die Ärmel sind mit doppelter Manschette versehen. Wie alle
anderen Oberbekleidungsstücke hat auch die Feldjacke schwer ein Flauschband für die
Anbringung des Namensbandes über der rechten Brusttasche.
Die Feldjacke leicht verfügt über eine zwischen Ober- und Futterstoff eingearbeitete
wasserdichte, aber wasserdampfdurchlässige ("atmungsaktive") Membran bzw. Folie
sowie eine im Kragen verstaubare Kapuze. Als Verschluss dienen Druckknöpfe.
Eine Neuheit stellt die Überhose dar. Sie ist ebenfalls aus braungrauem Baumwollgewebe
wie die Feldjacke schwer, besonders wärmehaltend und mit einem Nierenschutz versehen. Sie
ist so geschnitten , dass sie - nach Aufknöpfen der Hosenbeinschlitze - über die Schuhe
an- bzw. ausgezogen werden kann. Neben den Hosentaschen befinden sich Durchgriffe zu den
Taschen der Feldhose.
Die Hosenträger sind aus dem gleichen Material wie die Hose sowie Gummibänder, am
Rücken überkreuzt angenäht, vorne mittels einer Schubschnalle in der Länge verstellbar
und an der Vorderhose mit dem Hosenträgerverschluss befestigt.
Als Kopfbedeckung existieren die Feldkappe und die Plüschkappe. Letztere ist mit einem
Ohrenschutz ausgestattet, der unter dem Kinn geschlossen werden kann.
Als Fußbekleidung dienen die Feldschuhe leicht und schwer. Die Feldschuhe leicht sind
Schaftschuhe mit geringem Gewicht aus pflegeleichtem Leder und aufgeklebter Formsohle. Sie
sind für die wärmere Jahreszeit und leichtes Gelände vorgesehen.
Für die kalte Jahreszeit, für schwieriges Gelände und für den militärischen Schilauf
sind die Feldschuhe schwer vorgesehen. Dabei handelt es sich um die alten Bergschuhe mit
halbhohem Schaft und Profilgummisohle. Die Feldschuhe schwer sind handgenäht, aus
kombiniert gegerbtem und wärmehaltendem Leder.
1992 wurde zur Kennzeichnung des Anzuges 75 als Uniform des Bundesheeres das
Nationalitätsabzeichen eingeführt. Es ist braungrau und enthält neben der Beschriftung
"ÖSTERREICH - BUNDESHEER" auch das Bundeswappen. Dieses "Abzeichen
ÖBH" wird ausschließlich am Anzug 75, in der Mitte des linken Oberärmels, 6 cm
unterhalb der Ärmelnaht, aufgenäht und ist Bestandteil der Uniform. Alle seither neu
beschafften Bekleidungsgegenstände sind bereits damit ausgerüstet. |
 |
Nach: Bgdr Rolf M. URRISK
(Buch "Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995") |
 |
| Ausgangsuniform
- Anzug 65 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Ausgangsanzug mit Uniformschoß für
Frauen. Als Kopfbedeckung fungiert hier eine Fliegermütze |
Ausgangsanzug groß für Männer |
Zur Ausgangsuniform gibt es auch
passenden Witterungsschutz - hier der Regenmantel |
|
|
|
|
 |
|
1965 wurde die bis heute in ihrer Form unveränderte
Ausgangsuniform des Bundesheeres eingeführt. Die Vorgaben an die Entwicklungskommission
waren unter anderem, dass "eine traditionelle Schnittart und neuzeitliche
bekleidungstechnische Grundlagen zu einem einheitlichem Ganzen zusammengeführt und den
Soldaten eine Uniform gegeben wird, in der sie sich wohlfühlen können und mit der sie in
jeder Weise angenehm in Erscheinung treten." Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale
zwischen der bisher getragenen und der neuentwickelten Uniform, die bis heute ihre Form
beibehalten hat, sind folgende:
Die Fasson des Uniformrockes ist etwas höher gestellt, der Kragen ist etwas schmäler und
kürzer, die Taille ist leicht angedeutet . Die beiden Brusttaschen sind, wie beim alten
Rock, aufgesteppt und mit einer Quetschfalte versehen. Die darüberliegende Patte ist
etwas mehr geschweift und zum Knöpfen. Die Seitentaschen sind hingegen eingeschnitten,
von vorn nach hinten unten schräg verlaufend und ebenfalls mit stärker geschweiften
knöpfbaren Patten ausgestattet. Bei den Ausgangsuniformen sind dreierlei Knöpfe
vorgesehen: Für Offiziere goldfarbene mit glattem Rand, strichmattiertem Grund und
geprägtem stilisiertem Bundesadler; dieselbe Ausführung, jedoch silberfarben für
Unteroffiziere; für Chargen und Wehrmänner ist der Knopf grau mit glattem Rand und fein
gekörnter Innenfläche. Zu diesem Uniformstück wird beim Ausgang weder ein Stoffgürtel,
noch ein Leibriemen getragen. Die Farbe der Uniformhose wurde von eisengrau auf hellgrau
geändert und passt somit nuancenmäßig besser zum feldgrauem Uniformrock. Die
Seitentaschen sind schräg geschnitten.
Eine Neuerung war sicher die Tellerkappe. Dabei handelt es sich um die modifizierte
ehemalige österreichisch-ungarische Marineoffizierskappe. Die Tellerkappe hat einen
schwarzen, für Offiziere aus Samt, für Unteroffiziere, Chargen und Rekruten aus
Halbkammgarn bestehenden Kopfstreifen und einen schwarzen Lackschirm. Die Kappenrosen sind
die gleichen wie bei der Fliegertellerkappe Das Emblem ist für Offiziere goldfarben, für
Unteroffiziere silberfarben, jeweils aus Metall oder gestickt, für Chargen und Rekruten
altsilberfarben nur aus Metall. Das Emblem zeigt einen stilisierten Bundesadler mit
Eichenlaubkranz. Zur besseren Unterscheidung von den Korpskommandanten wurde bei den
Generalen 1982 das Emblem mit scharlachrotem Tuch unterlegt. |
 |
 |
 |
Soldaten des Gardebataillons
beim Exerzieren in der
Maria Theresien Kaserne in Wien - © Citype |
 |
| Für Offiziere wurde als Gesellschaftsanzug ein Uniformrock weiß, in Schnitt und
Ausstattung gleich dem feldgrauem Rock, eingeführt. Als Stoff war ein
Trevira/Kammgarn-Gemisch oder reine Baumwolle vorgesehen. Der Rock weiß ist auf eigene
Kosten zu beschaffen. Zunächst durfte der weiße Rock nur im Sommerhalbjahr und nur zu
offiziellen militärischen Veranstaltungen getragen werden. In weiterer Folge wurde der
Rock auch bei anderen Veranstaltungen, so etwa auf Bällen, getragen. Obwohl zunächst
nicht geduldet, glich man sich 1977 den Wünschen der Betroffenen an und gestattete das
Tragen zu besonderen Anlässen ganzjährig. Seit November 1980 darf der Uniformrock weiß
auch von Unteroffizieren getragen werden. 1986 wurde die Uniformhose schwarzblau
eingeführt, die besser zum weißen Rock passt. Anstelle der Passepoillierung ist die Hose
mit einem dunkelblauen Smokingband versehen. |
 |
Nach: Bgdr Rolf M. URRISK
(Buch "Die Uniformen des österreichischen Bundesheeres 1952-1995") |
 |
 |
1. Rockkragendienstgradabzeichen / Ärmeldienstgradabzeichen
2. Verbandsabzeichen
3. B-Gendarmerieabzeichen
4. Verwendungsabzeichen (max. 2 Abzeichen, wenn zusammen mit Truppenkörperabzeichen nur 1
Abzeichen)
5. Truppenkörper- oder Jahrgangs-/Lehrgangs-Abzeichen
6. Truppenabzeichen
7. Jagdkommando- oder Kampfschwimmerabzeichen
8. Fallschirmspringerabzeichen
9. Ordensspange (max. 5 Reihen à 3 Bänder) oder Ordensschnalle (max. 10 Auszeichnungen)
10. Leistungs-/Bewährungsabzeichen (max. 2) oder 1 Steckdekoration |
|
 |
|
 |
|
| Paradeuniform |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Innenhelm mit Emblem, Paraderock,
Fangschnur, Leibriemen, Paradehose und Paradeschuhen |
Paradeuniform für Offiziere mit Barett,
goldener Fangschnur, Stieifelhose, Paradestiefeln und Säbel |
Paradeuniform für Offiziere mit Mantel |
|
 |
|
| Uniformen für besondere
Dienstverrichtungen |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| Alpinist mit Ausrüstung |
ABC-Schutzanzug |
Flugdienstanzug |
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
| Dienstgrade |
 |
|
|
 |
|
|
|
|
Rekrut
Abkürzung: Rekr |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Chargen |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
Gefreiter
Abkürzung: Gfr |
|
Korporal
Abkürzung: Kpl |
|
Zugsführer
Abkürzung: Zgf |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Unteroffiziere |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
Wachtmeister
Abkürzung: Wm |
|
Oberwachtmeister
Abkürzung: OWm |
|
Stabswachtmeister
Abkürzung: StWm |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
Oberstabswachtmeister
Abkürzung: OStWm |
|
Offiziersstellvertreter
Abkürzung: OStv |
|
Vizeleutnant
Abkürzung: Vzlt |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Offiziere |
 |
|
 |
|
 |
Fähnrich
Abkürzung: Fhr |
|
Leutnant
Abkürzung: Lt |
|
Oberleutnant
Abkürzung: Olt |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
Hauptmann
Abkürzung: Hptm |
|
Major
Abkürzung: Mjr |
|
Oberstleutnant
Abkürzung: Obstlt |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
Oberst
Abkürzung: Obst |
|
Brigadier
Abkürzung: Bgdr |
|
Generalmajor
Abkürzung: GenMjr |
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
Generalleutnant
Abkürzung: GenLt |
|
General
Abkürzung: Gen |
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
aus |
 |
 |
 |
| Österreichs Bundesheer |
| Informationssystem des Bundesministeriums für Landesverteidigung |
| www.bundesheer.at |
|
|
|