Donauschifffahrt
Erste Probefahrt des Raddampfers „Kaiser Franz I.“
Chronik Wien - © Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
Abfahrt des Dampfschiffes "Kaiser Fanz I." vom Prater. 19. April 1831.
Lithographie v. F. Wolf
   17.September. Das erste Dampfschiff der „k. k. privilegierten Donau Dampfschifffahrts-Gesellschaft“ (DDSG) nimmt seine Probefahrt auf. Von Wien nach Pest benötigt das Schiff 14 Stunden und 15 Minuten, die Rückfahrt dauerte 48 Stunden und 20 Minuten. Zwei englische Schiffbauer hatten am 11.April 1828 ein österreichisches Privileg auf eine verbesserte Konstruktion von Dampfschiffen zur ausschließlichen Befahrung der Donau erhalten. Der strenge Winter 1829/30 verzögerte die Lieferung der Maschinenanlage aus London. Am 26.Juli schließlich ging der Raddampfer vom Stapel, nachdem er der Zermalmung durch den Einstoß vom Februar (?) nur kanapp entronnen war. Am 1.September wurde der DDSG nach behördlicher Überprüfung ein Privileg zur Donaudampfschiffahrt auf 15 Jahre ausgestellt. Am 1.2.1831 nahm das Dampfschiff „Franz I.“ seine regelmäßigen Fahrten bis in die Moldau-Fürstentümer auf.
Text auszugsweise aus
Stadtchronik Wien
Dr. Christian Brandstätter, Dr. Günter Treffer
2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
mit freundlicher Genehmigung
Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H.
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Blue Danube Schiffahrt GmbH
(DDSG)
MS Vindobona - Bild: © E. Gaube, Citype
"MS Vindobona"
1995 wurde die MS Vindobona vom Meister Friedensreich Hundertwasser renoviert und neu gestaltet. Das Hundertwasser-Schiff - wie die Vindobona auch genannt wird - gehört mittlerweile selbst zu den Sehenswürdigkeiten Wiens und ist somit eine der außergewöhnlichsten Veranstaltungsorte der Stadt.
MS Schlögen - Bild: © E. Gaube, Citype
"MS Schlögen"
Die MS Schlögen ist ein modernes und komfortables Ausflugsschiff und auch für geschlossene Gesellschaften bis etwa 120 Personen bestens geeignet.
Die Geschichte im Kurzüberblick
13. März 1829
Gründung der Ersten priv. Donau-Dampfschiffahrts- Gesellschaft
4. September 1830
 Erste Fahrt des "Franz I." von Wien nach Budapest
1835
   Eigene Werft in Altofen (Obuda, Budapest)
bis etwa 1845 DDSG betreibt Seeschifffahrt im Mittelmeer und im Schwarzen Meer (übernommen vom Österreichischen Lloyd)
1852
Errichtung der DDSG-Werft Korneuburg; zur Versorgung der Flotte werden die Kohlengruben in Fünfkirchen (Pecs) in Ungarn erworben  
1857
   Bau des DDSG-Gebäudes am Donaukanal bei der Urania; Eigene Eisenbahnlinie vom Kohlenrevier an die Donau (Mohacs) 
1880
Die DDSG ist die größte Binnenreederei der Welt:
Flottenstand: 201 Dampfschiffe, 750 Schleppkähne, Transportvolumen 1,341.000 t, 3,115.000 Passagiere; Betriebslänge 5.817 km (Donau und Nebenflüsse)
1914 - 1918
 Erster Weltkrieg; die DDSG verliert fast die Hälfte ihrer Flotte (34 Zugschiffe, 8 Passagierschiffe, 425 Güterkähne, 101 Pontons, 1 Werkstattschiff) an die Nachfolgestaaten
1929 - 1934
  Wirtschaftskrise und Bankenkrach gefährden die Existenz
1935
Sanierung mit staatlicher Hilfe und unter Heranziehung von italienischem Kapital   
1939 - 1945
   Zweiter Weltkrieg - Verlust fast der gesamten Flotte und des Eigentums in Ungarn und den anderen Oststaaten - Restbestand in Ostösterreich wird als "Deutsches Eigentum" unter sowjetische Verwaltung gestellt
1946
  Verstaatlichung der DDSG, um das Unternehmen und die wenigen in Westösterreich verbliebenen Schiffe und Einrichtungen Österreich zu erhalten
1949
  Wiederaufbau beginnt - erster Schiffsneubau nach 1945
1954
   Erste Fahrt eines DDSG-Passagierschiffes über die Demarkationslinie von Linz nach Wien
1955
 Staatsvertrag sichert freizügige Entwicklung - Wiederaufbau und Modernisierung werden fortgesetzt 
1968
Umstellung auf Dieselbetrieb vollendet
1972 - 1977
 Unternehmenskonzept bewirkt durch Modernisierung der Flotte eine Verdoppelung der Leistung je Bedienstetem
1978
DDSG befördert erstmals in ihrer Geschichte mehr als 3 Millionen Tonnen und bewältigt damit etwa 11 Prozent des gesamten österreichischen grenzüberschreitenden Verkehrs (rd. 25 % des gesamten Südostverkehrs)
1979
150 - jähriges Gründungsjubiläum, Grundsteinlegung für das Schifffahrtszentrum Wien
1980
Übersiedlung der DDSG-Hauptverwaltung in das planmäßig fertiggestellte Schifffahrtszentrum Wien, Handelskai 265
1986
Flottenstand: 4 Schubschiffe, 5 Zugschiffe, 1 Bugsiertrecker, 29 Motorgüterschiffe, 9 Motortankschiffe, 7 Fahrgastschiffe, 1 Luftkissenboot, 1 Motorboot, 106 Schubleichter und Güterkähne, 34 Tankschubleichter und Tankkähne sowie 3 Bunkertankkähne, insgesamt 200 Einheiten mit 234.180 Eichtonnen, 5.930 Fahrgäste.
2 Tagesausflugschiffe und 1 Kabinenschiff in Bau, letzters das größte Binnenschiff der Welt
1987
"DDSG-Kurs 2000", neues Unternehmenskonzept zur Heranführung der DDSG an die Zone der Eigenrentabilität und Vorbereitung auf Rhein-Main-Donau-Verkehr
1990
Koalitionsabkommen der Regierungsparteien zur Rekonstruktion der DDSG
1991
Umstrukturierung ab 1.10.1991, Ausgliederung in die neugegründeten Tochtergesellschaften DDSG-Cargo GmbH und DDSG-Donaureisen GmbH
1993
Verkauf der DDSG-Cargo GmbH an den Stinnes-Konzern und Verkauf des MFS "Mozart"
1994
Auflösung der "Schwimmenden Werkstätte Linz"
1995
Beschluss zur Liquidation der DDSG-Donaureisen GmbH mit Jahresende 1995, Verkauf der Fahrgastschiffe und einzelner Liegenschaften
1998
Verkauf der Anlegestellen in Ober- und Niederösterreich an das jeweilige Bundesland
1999
Umwandlung der DDSG AG in eine GmbH.
Text auszugsweise aus
Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft
Blue Danube Schiffahrt GmbH
(DDSG)
Logo aus Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft - www.ersteddsg.at
A 1020 Wien, Handelskai 265
+43-(0)1- 727 10-0
+43-(0)1- 727 10-290
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