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| Kaffee |
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| Wien – Mit Leib und Seele |
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Bild: Das Café Schopenhauer im 18.
Bezirk, ein beliebtes Vorstadt-Kaffeehaus
© Verlag Christian Brandstätter - Manfred Horvath |
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| Mehr als 300 Jahre ist es alt und seit
fast 100 Jahren ein Mythos: das Kaffeehaus, eine Wiener Institution
ersten Ranges, um die sich Anekdoten und Gerüchte en masse ranken.
Gleich am Anfang steht eine Legende: Nach der Belagerung Wiens anno 1683
hätten die Türken Säcke voll unscheinbarer graugrüner Bohnen
zurückgelassen, deren sich ein gewisser Kolschitzky annahm; er sei damit
– zum Dank für seine hilfreichen Kundschafterdienste – der erste Wiener
Cafetier geworden. Soweit eines der Lieblingsgerüchte der Wiener. Indes,
nicht der polnische Spion Kolschitzky, sondern ein armenischer Kaufmann
namens Deodato hat erwiesenermaßen das erste Kaffeeschankprivileg
erhalten, und zwar 1685. Und noch lange blieben armenische Kaufleute
führend in der Kaffeesiederbranche der Stadt. Kein Gerücht ist ferner,
daß sich dieses Gewerbe rasch der (vorerst ausschließlich männlichen)
Publikumsgunst erfreute. |
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Bild: Das Café Sperl, eines der
ältesten bestehenden Kaffeehäuser Wiens
© Verlag Christian Brandstätter - Manfred Horvath |
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| Der Kaffeegenuß wird im 18. Jh. mit
weiteren Vergnügungen ergänzt: Man spielte jetzt Billard und Schach oder
las Zeitungen. Im 19. Jh. wird das Kaffeehaus vollends zu einem
Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, luxuriös eingerichtet in der
Stadt, billiger, wenngleich nicht weniger pompös, in der Vorstadt. Hier
trank der Stammgast „seinen“ Kaffee, las „seine“ Zeitung, spielte,
dachte nach oder konversierte. Auch speisen konnte (und kann) man im
Kaffeehaus. Und in den Konzertcafés spielten im Biedermeier die
Walzerkönige auf. Zur Jahrhundertwende brach schließlich die eigentliche
Blütezeit der Wiener Kaffeehauskultur an. Dicht an dicht, so wird es
zumindest kolportiert, saßen die brillanten Geister um die Marmortische,
vor sich einen Mocca oder Einspänner, über den Köpfen die dicken
Schwaden der Zigarren, dazu stets griffbereit ein Notizheft, die
Zeitung, dazwischen das Staccato ihres geistreichen Wortwitzes. Daheim
hatten sie womöglich bloß ein kaltes Zimmer, wenn überhaupt, weil das
Geld fehlte. So will es die Legende, so erzählen es die zahlreichen
Anekdoten, und so oder ähnlich mag es auch gewesen sein im Café
Griensteidl, Central oder Herrenhof. „Im Kaffeehaus sitzen die Talente
so dicht an einem Tisch, daß sie einander gegenseitig an der Entfaltung
hindern“, spottete Karl Kraus, der es wissen mußte, denn er saß auch
dort, ebenso wie Schnitzler, Freud oder Hofmannsthal, Loos, Klimt oder
Schiele, der noch unbekannte Operettenkomponist Franz Lehár und ein noch
unbekannterer Herr Bronstein alias Leo Trotzki. Und der Literat Peter
Altenberg gab überhaupt gleich als Adresse „Wien 1, Café Central“ an.
Damals wurde das Kaffeehaus endgültig zur Institution, für manche gar
zur „Weltanschauung“. Und für viele ist das, trotz Kaffeehausschwund und
verringerter Muße, bis heute so. Immerhin gibt es in ganz Wien noch an
die 500 Kaffeehäuser, und für sie alle gilt, was Alfred Polgar einst
über das Café Central gemeint hat: „Teilhaftig der eigentlichen Reize
dieses wunderlichen Caféhauses wird allein der, der dort nichts will als
dort sein. Zwecklosigkeit heiligt den Aufenthalt.“ |
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| auszugsweise aus |
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| Käthe Springer; Wien City Guide |
Top Tips
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Photographien von Manfred Horvath
Verlag Christian Brandstätter - Wien |
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mit freundlicher Genehmigung |
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| Christian Brandstätter
Verlagsgesellschaft m.b.H. |
| Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen
und öffentliche Stellen |
| www.brandstaetter-verlag.at |
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| über Kaffee |
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Eine der hartnäckigsten und liebenswürdigsten Wiener
Mythen ist jene der Abhängigkeit vom Kaffee (im Durchschnitt pro Person
mehr als ein halber Liter pro Tag!). Viele Jahre lang erzählte man sich
die Geschichte, unter den Dingen, die die Türken bei ihrem Abzug nach
der 2. Türkenbelagerung zurückließen, sei ein Sack mit seltsamen grünen
Bohnen gefunden worden. Zuerst hielt man sie für Kamelfutter, doch dann
wollte sie ein polnischer Abenteurer namens Georg Franz Kolschitzky
(1640-1694) als Belohnung haben. Er hatte seine Kenntnisse der Türkei
und des Türkischen benutzt, um durch die feindlichen Linien zu kommen,
und Kundschaft von der nahenden Befreiung Wiens gebracht. Die Belohnung
schien kärglich, doch Kolschitzky wusste, dass er die Bohnen rösten,
daraus einen Trank brauen und damit ein Vermögen machen konnte. Seine
Statue in türkischer Tracht, einen orientalischen Kaffeetopf in der
Hand, ist Ecke Favoritenstraße/Kolschitzkygasse im IV. Bezirk (Wieden)
zu sehen.
Allerdings: Es stimmt zwar, dass in Wien seit dem späten 17. Jahrhundert
Kaffee serviert wird, doch die Anfänge waren etwas prosaischer. Das
erste Kaffeehaus der Welt stand 1554 in Istanbul, das erste in Europa in
Venedig (1647), dann folgten London (1652), Paris (1660) und Hamburg
(1677). Erst 1685 erteilte Kaiser Leopold I. (1658-1705) einem
armenischen Händler namens Johannes Deodatus (der Ort seines ersten
Ladens wird durch eine Wandtafel in der Rotenturmstraße 14 bezeichnet)
die Erlaubnis, in Wien Kaffee und Tee zu verkaufen. Trotz dieses späten
Beginns waren es die Wiener, die das Kaffeetrinken zu einer hohen Kunst
erhoben und in etwa dreißig Variationen erfanden, die in den vielen
Kaffeehäusern der Stadt heute noch zu haben sind. Vom originalen süßen
Türkischen, der im kleinen Kupferkännchen serviert wird, bis zur Mélange
mit geschäumter Milch gibt es einen Kaffee und ein Kaffeehaus für jeden
Geschmack. |
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| auszugsweise aus |
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| Duncan J. D. Smith; Nur in Wien |
Ein Reiseführer zu sonderbaren Orten,
geheimen Plätzen und versteckten Sehenswürdigkeiten
Aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer
Fotografien von Duncan J. D. Smith
„Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert, die Straßen
anderer Städte mit Asphalt.“ Karl Kraus (1874-1936)
Wien ist sicherlich eine der großartigsten und zugleich
homogensten Hauptstädte in Europa. Und es ist eine der
faszinierendsten. Die Überfülle an Reiseführern, die es zu
kaufen gibt, präsentiert dem nicht allzu anspruchsvollen
Besucher eine märchenhafte (und leicht zugängliche) Fülle an
Museen, Kirchen, Palais und kulinarischen Lokalitäten, und sie
erzählen von der Geschichte der Stadt seit den Zeiten der Römer
über jene des Habsburgerreiches bis zur Gegenwart. |
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mit freundlicher Genehmigung |
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| Christian Brandstätter
Verlagsgesellschaft m.b.H. |
| Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen
und öffentliche Stellen |
| www.brandstaetter-verlag.at |
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Johannes-Diodato-Park |
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Mini-Beserlpark im Herzen der Wieden, mit gemütlichem
Sitzmobilar, welches Schüler/innen der gegenüberliegenden Volks-
und Hauptschule und so manchen Pensionisten zum Verweilen
einlädt... |
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Die Bezirksvorsteherin des 4.
Bezirkes, Susanne Reichard, nahm am Donnerstag, 16. September
2004 die Benennung des "Johannes-Diodato-Parks" vor. Der Name
der kleinen Parkanlage erinnert an Johannes Diodato, der als
"Pionier des Wiener Kaffeehauses" gilt. Der Armenier Johannes
Diodato (Owanes Astouatzatur, auch: Johannes Deodat, geboren um
1640 in Istanbul, verstorben 1725 in Wien) erhielt im Jahre 1685
das Privileg des Kaffee-Ausschanks und eröffnete das erste
Wiener Kaffeehaus. Vertreter der "Österreichisch-Armenischen
Kulturgesellschaft" waren bei dem Festakt zugegen. Die Besucher
erwartete ein kleines Buffet mit armenischen Spezialitäten,
überdies fand eine Kaffee-Verkostung statt. Der
"Johannes-Diodato-Park" in der
Schäffergasse ist ungefähr 300 m2 groß. Die liebevoll gestaltete
kleine Parkanlage verfügt über Sitzgelegenheiten, eine
Grünfläche
mitsamt Rosenbeet sowie eine Linde und wird an den Seiten durch
Sträucher begrenzt. Der Johannes-Diodato-Park wurde Ende 2003
generell umgestaltet. |
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aus |
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| Websercice der Stadt Wien |
| wien.at vereinigt umfangreiche
Informationen und Dienste zu allen Lebensbereichen der
Stadt Wien sowie zahlreiche weitere
Services |
| www.wien.gv.at |
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Erstes Wiener Kaffeemuseum
Ab sofort steht im Café Benno, Alser Str. 67, 1080 Wien, ein
kleines, super fein, mit tollen Maschinen und andern Exponaten
bestücktes "Erstes
Wiener Kaffeemuseum" bereit um Ihre Fragen zum Thema Kaffee zu
beantworten.
Auf Wunsch sind Fachleute anwesend, welche durch die Ausstellung
führen. Weiters sind Diskussionabende, Verkostungen, das Rösten und
alles zum Thema Kaffee, auf Wunsch in kleinem Kreis, durchzuführen,
geplant. |
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Anmeldungen für
Besuche bitte über Internet
(info@kaffeemuseum.at),
per Telefon im Café Benno 406 67 36
oder im Sekretariat unter 954 86 48 |
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| Kaffeegeschichte in
Grundzügen |
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Im Hochland von Äthiopien liegt der
Ursprung des Kaffeebaumes. Ursprünglich erreichte der Baum Höhen bis ca.
10 m. In den Bergwäldern des Königreiches "Kaffa" liegt die Urheimat des
Kaffeebaumes. Von vorbeiziehenden Nomaden wurden die Früchte gekaut.
Im 9. Jahrhundert, vielleicht aber auch schon früher gewann man aus den
Früchten der wildwachsenden Pflanze ein Getränk. Wahrscheinlich wurde
der vergorene Saft der Kaffeekirschen mit Wasser verdünnt und dann
getrunken. Erst später entdeckte man, dass die zerstoßenen Bohnen viel
ergiebiger zubereitet werden konnten und ein weit besseres Aroma
hervorbrachten.
Der berühmte persische Arzt und Philosoph Ibn Sina (Avicenna) erkannte
die Wirkung des Koffeins als stimulierendes Mittel schon 1015 und
verwendete die Kaffeepflanze als medizinisches Heilmittel.
Im 11. Jahrhundert pflanzten die Araber auf künstlich bewässerten
Küstenhängen des roten Meeres erstmals Kaffee. Im Jemen wurde auf
Steinplatten Kaffee zum ersten Mal geröstet.
Das Wort Kaffee leitet sich hingegen nicht von der Provinz Kaffa ab,
sondern vom altarabischen Wort "qahwah". Gemeint war damit der Wein, der
gläubigen Moslems verboten war. Wegen der anregenden und leicht
berauschenden Wirkung wurde der Kaffee von nun an Stelle des vergorenen
Traubensaftes " Wein des Islams" genannt. |
| aus
www.kaffeemuseum.at |
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| Kaffeepflanzen |
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Diese zählen zur botanischen Klasse der
Rubiaceen, welche in unseren Breiten durch Labkraut und Waldmeister
vertreten sind. Es gibt zahlreiche Coffea Arten aber nur aus 4 Arten
wird Kaffee gewonnen. Dieses sind Arabica, Robusta, Excelsa und
Liberica.
Die Pflanze gilt als sehr sensibel und stellt sehr hohe Anforderungen an
die Umgebung. Sie braucht auf der einen Seite viel Sonne und Wärme,
gleichzeitig aber auch einen Sonnenschutz. Auf vielen Plantagen werden
die Pflanzen zwischen Bananensträucher gesetzt, welche durch ihre großen
Blätter Schatten spenden. Ausreichende Feuchtigkeit ist eine
Grundvoraussetzung für eine gute Ernte. Wichtig dabei ist die
Beschaffenheit der Erde die eine gute Speichereigenschaft des Wassers
haben sollte.
Klimatisch dürfen keine zu großen Temperaturschwankungen auftreten.
Kritisch wird es für die Pflanze wenn Temperaturen unter 10 Grad
absinken. Zwischen den Wendekreisen des Krebses (10 Grad oberhalb des
Äquators) und dem Wendekreis des Steinbockes (10 Grad unterhalb) liegen
die idealen Bedingungen für den Kaffeeanbau.
Der Ursprung des Coffea Pflanze liegt in Afrika. Im Hochland Äthiopiens
wurde 1542 der erste wildwachsende Arabica entdeckt. Wilder Robusta erst
nach 1860 in Uganda. Im 15. Jahrhundert begannen Bauern im Jemen mit dem
Anbau von Arabicas in terrassenähnlichen Gärten.
Die Hauptanbaugebiete für Arabicas liegen zwischen dem 22. Grad
nördlicher und dem 26. Grad südlicher Breite in den Staaten
Zentralamerikas.
Der kälteempfindlichere Robusta bevorzugt den 10. Breitengrad nördlich
und südlich des Äquators. |
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| aus
www.kaffeemuseum.at |
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| Weitere Ergebnisse zum Thema |
| Kaffee |
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| Kaffee |
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