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Die österreichische
Präsidentschaftskanzlei
in der Wiener Hofburg |
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| Christian Brandstätter Verlag |
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| Vorwort |
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| Die Wiener Hofburg ist wie keine andere der großen Residenzanlagen Europas in das Gefüge der Stadt eingebunden. Einer ihrer Flügel, der Leopoldinische Trakt, spielt als Amtssitz des Bundespräsidenten eine zentrale Rolle im politischen Leben Österreichs. Damit befindet sich die Präsidentschaftskanzlei nicht nur im Zentrum der österreichischen Hauptstadt Wien, sondern bildet in unmittelbarer Nähe zum Parlament als legislativer Macht und zum Bundeskanzleramt als Sitz des österreichischen Regierungschefs einen der Gravitationspunkte des politischen Lebens der Zweiten Republik. |
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| Vogelschau der Wiener Hofburg. 1778. Zeichnung von Johann Daniel Huber. |
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Mit dieser besonderen Lage stehen die Amtsräume des Bundespräsidenten in einer Tradition, die Jahrhunderte zurückreicht bis in die Zeit, als Mitglieder der Familie Habsburg über große Teile Mitteleuropas herrschten. Denn speziell der Leopoldinische Trakt, benannt nach seinem Bauherrn Kaiser Leopold I. (1640-1705), bildete im Rahmen der Hofburg als offizieller Regierungssitz der Dynastie mit seinen prunkvollen Paradezimmern und Repräsentationsräumen unter der Bezeichnung „Regierender Trakt“ das zeremonielle Zentrum der habsburgischen Länder. Hier fanden die großen Empfänge und Audienzen, offizielle Feste und Feiern, Huldigungen und Staatsakte statt.
Unter Kaiser Leopold I. als Erweiterung der mittelalterlichen Burganlage, dem heutigen Schweizerhof, errichtet, bestimmte der Leopoldinische Trakt nicht nur die weitere bauliche Entwicklung der Hofburg für die kommenden Jahrhunderte. Er beherbergte auch seit je die prunkvollsten Interieurs, über die der kaiserliche Hof verfügte, die mit wertvollen Möbeln eingerichtet und mit kostbaren Kunstwerken ausgestattet waren. |
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| Blick auf den Leopoldinischen Trakt von der Bellaria. |
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| Da aufgrund der Nutzung dieser Prunkräume als Amtsräume des Bundespräsidenten nur sehr eingeschränkte Besichtigungsmöglichkeiten bestehen, bietet dieses Buch die Gelegenheit, die Räume erstmals umfassend zu „besuchen“. Vorgestellt werden die prachtvollen Innenräume, deren Ausstattung vom mariatheresianischen Rokoko über klassizistische Phasen des frühen 19. Jahrhunderts bis zum wieder erwachten Interesse an historischen Einrichtungsstilen unter den Kaisern Ferdinand dem Gütigen und Franz Joseph reicht. Der Bogen spannt sich dabei von bedeutenden Einrichtungsgegenständen und Ausstattungsstücken des 18. Jahrhunderts bis hin zu Werken zeitgenössischer österreichischer Künstler. |
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| Kamin des Spiegelsaals. |
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Schwarze Adlerstiege mit einem Gemälde von Wolfgang Hollegha. |
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Die Nutzung in der Zeit der Ersten Republik und die Pläne und Projekte der Nationalsozialisten werden ebenso thematisiert wie die Geschichte der Präsidentschaftskanzlei der Zweiten Republik. Das Buch erklärt die
politische und bauliche Geschichte, die Kunst- und Ausstattungsgeschichte dieses Gebäudes und berichtet von seinen Benutzern, Bewohnern und Auftraggebern, die das Äußere und Innere des Leopoldinischen Trakts zu dem werden ließen, was er heute ist.
Es freut mich, dass die Präsidentschaftskanzlei Mitarbeiter des
Hofburg-Projekts der Kommission für Kunstgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eingeladen hat, die Texte für die
vorliegende Publikation zu erarbeiten. |
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Prof. Dr. Artur Rosenauer
Obmann der Kommission für Kunstgeschichte
der Österreichischen Akamdemie der Wissenschaften |
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| auszugsweise aus |
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| Die Österreichische Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg |
| Richard Kurdiovsky (Hg./Ed.) |
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| Grußwort von Bundespräsident Heinz Fischer. Vorwort von Artur Rosenauer. Beiträge von Herbert Karner, Richard Kurdiovsky, Marcus Langer, Hellmut Lorenz, Anna Mader, Florian Steininger, Manuel Weinberger. Fotographien von Manfred Seidl |
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| Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft m.b.H. |
Das Verlagsservice für Museen, Unternehmen und
öffentliche Stellen |
| www.brandstaetter-verlag.at |
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