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| Karlskirche |
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| Die bedeutendste Barockkirche Wiens wurde 1716
bis 1722 von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und 1723
bis 1739 von seinem Sohn Joseph Emanuel vollendet. Die mächtige
Kuppel der Kirche (72 m hoch) gehört zu den beherrschenden Elementen
des Wiener Stadtbildes. |
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| Einem Gelübde Kaiser Karls VI. anlässlich der
schrecklichen Pestepidemie verdankt Wien eines seiner prachtvollsten
Gotteshäuser. Der Hochbarockbau Johann Bernhard Fischer von Erlachs,
nach dem Tod des Meisterarchitekten von dessen Sohn Joseph Emanuel bis
1739 vollendet, stellt auch ein Monument imperialer Machtentfaltung der
Habsburger dar. |
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| Hinter dem von einem gewaltigen
Säulenpaar flankierten Eingangsbau in Form eines griechischen Tempels
erhebt sich die 72 m hohe Kuppel nach dem Vorbild des römischen Barock. Bedeutende
Barockkünstler wirkten bei der Augestaltung des Kircheninneren mit,
unter ihnen Johann Michael Rottmayr, Sebastiano Ricci und Lorenzo
Matielli. Der Platz vor der Kirche wurde in den 70er Jahren neu
gestaltet; im Teich steht die Plastik »Hill Arches« von Henry Moore. |
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| Karlskirche 1810 |
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Blick auf den Karlsplatz,
nach 1900 |
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Blick auf den noch unregulierten
Wienfluss vor der Karlskirche,
vor 1895 |
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| Die Kombination von Architekturelementen
aus verschiedenen Weltgegenden unterstreicht den imperialen
Machtanspruch zur höheren Ehre Gottes: Die Mittelfront hat die Form
eines griechischen Tempels, die beiden Seitenkapellen sind stilistisch
der italienischen Renaissance entlehnt. Ihre Dächer hingegen gleichen
chinesischen Pagoden. Die Triumphsäulen haben ihre Vorbilder in Rom,
erinnern aber zugleich an islamische Minarette. |
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| Die Symbolik setzt sich auch in der Ausstattung fort. Die beiden
Engelsfiguren an der Freitreppe stehen für das Alte und Neue Testament,
die vier großen Plastiken über der Säulenhalle für die vier Tugenden
Buß- fertigkeit, Barmherzigkeit, Frömmigkeit und Glaube. In ihrer Mitte
thront Karl Borromäus, jener Pestheilige, dem Karl VI. nach der großen
Epidemie von 1713 einem Gelübde folgend das Gotteshaus errichten ließ.
Szenen aus dem bewegten Leben des Kirchenpatrons zeigen die Reliefs
auf den beiden 33 m hohen Säulen. |
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| Im Inneren dominiert das monumentale Deckenfresko
von Johann Michael Rottmayr in der ovalen Kuppel. Zu dem
farbenfrohen barocken Prunk tragen auch der von Johann Bernhard
Fischer von Erlach konzipierte Hochaltar und Sebastiano Riccis
Altarbild "Himmelfahrt Mariens" bei. |
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| Bild: Karlskirche und Secession |
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Karlskirche |
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| A 1040 Wien, Kreuzherrengasse 1 |
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