und stellte sich unter die
Schirmherrsschaft von Erzherzogin Marina Josefa, der Mutter des späteren
Kaiser Karl I.
Am 31. Juli 1899 wurde mit dem Bau des Gotteshauses begonnen - am 18.
Oktober 1903 wurde die Canisiuskirche feierlich eingeweiht. In der
knappen Bauzeit von dreieinhalb Jahren war das monumentale Bauwerk
vollendet. Die geräumige Unterkirche (Krypta) wurde als Kapelle und
Versammlungs- Rraum für die verschiedenen Marianischen Kongregationen
eingerichtet und der "Seligen Jungfrau Maria, der Herrin und
Beschützerin aller Sodalen" geweiht.
Die Steingruppe über dem Altar stellt die Huldigung der Sodalen vor
der Himmelskönigin dar und stammte von Franz Barwig (1902).
Die Oberkirche wurde nach den Plänen des Architekten Gustav Ritter
von Neumann ausgeführt: ein geräumiges Langhaus mit einem deutlichen
Querschiff. Zu beiden Seiten je drei Kapellen mit den Seitenaltären.
Auf der linken Seite ein Judas-Thaddäusaltar, ein Schutzengelaltar
und ein Josefaltar.Auf der rechten Seite befinden sich der
Johannes-Nepomuk -Altar (mit dem Prager Jesulein), der Petrus
Canisius-Altar und der Ignatius-Altar. Da zur Zeit des Kirchenbaues
Petrus Canisius, der erste Jesuit deutscher Sprache, noch zu den
Seligen zählte (Heiligsprechung erst 1925), konnte die neue Kirche
nicht auf seinen Namen geweiht werden! Als Weihtitel wurde darum
"Der Leidende Heiland am Ölberg" und "Die Schmerzhafte Gottesmutter
Maria" gewählt. Ein kostbares Felsstück aus dem Garten Getsemane
wurde in den Grundstein eingefügt - der Kapellenkranz um den Hoch-
Altar zeigt in sieben Nischen die "Schmerzen der Gottes- Mutter".
Die Glasfenster stammen von Hans Schock und zeigen die Heiligen
Franz Xaver, Barbara, Michael, Raphael, Josaphat, Stephanus,
Laurentius und Agnes. Zwei schlanke Fassadentürme mit der stolzen
Höhe von 85m tragen die bunten Wappen der bedeutendsten Spender.
Eine breite Freitreppe führt zum Kirchenportal, über dessen
Giebelfeld die Statuen der großen Jesuiten - Heiligen Petrus
Canisius, Ignatius von Loyola und Franz Xaver stehen, geschaffen von
Franz Barwig. 1956 wurde das Presbyterium der Canisiuskirche
renoviert, bzw. neu gestaltet:
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