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Kottan
 
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Kottan's Kapelle - Mr. Bass Man
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Kottan ermittelt ist eine satirische österreichische Kriminal-Fernsehserie, die in den Jahren 1976 bis 1983 gesendet wurde.

1974 schrieb Helmut Zenker die erste Kriminalgeschichte um den Wiener Polizeimajor Adolf Kottan. Als Hörspiel wurde diese Geschichte gemeinsam vom ORF-Landesstudio Niederösterreich und dem SWF produziert[1] und im Frühjahr 1976 erfolgreich gesendet. Im selben Jahr wurde vom ORF auch ein Fernsehspiel produziert („Hartlgasse 16a“), das allerdings heftige Kontroversen über eine eher schonungslose und gleichzeitig etwas spöttische Darstellung der Polizeiarbeit hervorrief, vor allem seitens der Polizeigewerkschaft; noch größer aber war die Begeisterung über die Inszenierung und die Darstellerleistungen u. a. von Peter Vogel, Curth Anatol Tichy, Walter Davy, Louise Martini und Maria Englstorfer. Und so wurde schließlich eine ganze Serie in Angriff genommen. Schon in Folge 2 („Der Geburtstag“, 1977) überwog allerdings das satirische Element, immer noch im Sinne einer für manche nur zu realistischen Kritik am Polizeialltag - im Gegensatz zu den viel späteren Phasen der Serie, die in erster Linie slapstickhafte Elemente betonten.
Inhalt
Adolf Kottan, am Anfang von Peter Vogel, später von Franz Buchrieser und Lukas Resetarits gespielt, ermittelt für das Wiener Sicherheitsbüro in Österreich. Major Kottan ist einmal faul, dann wieder überzogen und hie und da tollpatschig, aber er ist immer wüst zu seinem übereifrigen Assistenten Schrammel (Curt Anatol Tichy), der sich gerne als Musterpolizist geriert, aber Kottans Wiener Schmäh nicht versteht. Schrammel meint, sich durch die Lektüre von Krimis weiterbilden zu können und schätzt besonders die Mike Hammer-Romane von Mickey Spillane, die er teilweise auch auf seinem Schreibtisch liegen hat. Schrammel kann intellektuell nicht immer mit seinen Kollegen mithalten. So fragt er bei der Sichtung eines Videobands nach einem Banküberfall, ob die Person mit der Waffe der Räuber sei, woraufhin Schremser ihn fragt, ob er glaube, dass es sich dabei um den Sparefroh handle. Ungeschickt zeigt sich Schrammel auch bei körperlichen Aktivitäten während der Polizeieinsätze: Als er einmal eine Wohnungstür mehrmals vergeblich durch Dagegenrennen gewaltsam aufbrechen will, übersieht er, dass die Türe dann doch geöffnet wird. Schrammel stürzt durch die Tür in die Wohnung, durchbricht eine Mauer und landet in der Wohnung des Nachbarn. Der einbeinige Paul Schremser (Walter Davy) wird später zum Dezernatsleiter berufen und dadurch Kottan vorgezogen, der sich zu dieser Zeit bei Ermittlungen im Ausland aufhält. Kottan benutzt ihn anfangs als Assistenten, er ist zu ihm jedoch viel freundlicher als zu Schrammel. Seine Krücke wird von Schremser teilweise dazu verwendet, Flüchtige zu Fall zu bringen. Wenn die drei keine Arbeit haben, machen sie in den Filmen der 1980er Jahre gemeinsam Musik (als "Kottans Kapelle"). Der ehemalige Dezernatsleiter Heribert (zu Anfang: Alfred) Pilch (Harald von Koeppelle, später Kurt Weinzierl) ist nun Polizeipräsident h.c. und hat immer Angst um das Ansehen der Polizei. Grund für die schlechten Meldungen ist zwar nie Kottans Morddezernat, das jeden Fall aufklären kann, sondern immer Schrammel. Pilchs größte Gegner sind in den ersten Filmen die Fliegen, die er mit einem Fliegenpracker erlegt und dabei einmal sogar aus dem Fenster seines Büros stürzt. Deshalb wird Pilch in einer Folge durch einen anderen Beamten ersetzt, der vom ersten Kottan-Darsteller Vogel gespielt wurde. Später ist es der Kaffeeautomat auf dem Gang, mit dem Pilch Probleme hat: Der Kaffeautomat verweigert Pilch das Gewünschte, einmal fährt aus der Maschine ein riesiger Boxhandschuh und schlägt Pilch in die Magengrube. Pilch nimmt in den späten Filmen das Verhalten geistesgestörter Personen an, er agiert nicht mehr rational, leidet unter Verfolgungswahn und geht nur in Socken herum. Die Leichen findet seit der Episode Wien-Mitte häufig der Sandler Erwin Drballa (Carlo Böhm), der dann auf verschiedene Art und Weise mit Kottan in Kontakt tritt. Zitat aus der Serie: Kottan: „Kennst du den Mann?“ - Drballa: „Ich kenn' meine Leichen nie.“ Drballas häufiges Zusammentreffen mit den Leichen Ermordeter führt dazu, dass er sich für einen "Totenvogel" hält und bei bei einem Leichenfund stöhnt: "Na, net scho wieder." Kottan erwartet daheim eine Frau namens Ilse (Bibiana Zeller) und seine Mutter (Gusti Wolf). Von seiner Frau wird Kottan liebevoll Adi (in den Filmen mit Vogel und Buchrieser) bzw. Dolferl (in den Filmen mit Resetarits) genannt. Seine Mutter liest gerne Krimis und hat Theorien zum Thema perfekter Mord. Seine Frau ist oft eifersüchtig auf ihn, besonders auf eine Wiener Prostituierte (Christiane Rücker), mit der Kottan beruflich zu tun hat, als ihn Ermittlungen ins Rotlichtmilieu führen.
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