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| Lainzer Tiergarten |
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| Der Lainzer Tiergarten ist das letzte
Stück urtümlichen Wienerwaldes am Rande der Großstadt. Seit Jahrzehnten
ist das ehemalige Jagdrevier des Kaiserhauses ein beliebtes
Ausflugsziel. Dank der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft, der
Vielfalt an Tieren und Pflanzen und den kulturhistorischen Ausstellungen
in der Hermesvilla sind Erholung, Naturerlebnis und Bildung optimal
verbunden. |
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| Bild: © MA 49 - Pieper |
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Auskunft und Öffnungszeiten: |
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| Erreichbarkeit mit
öffentlichen Verkehrsmitteln |
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| Lainzer Tor: |
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Straßenbahn 60 bis
Hermesstraße,
Autobuslinie 60B bis Lainzer Tor |
| Gütenbachtor: |
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Autobuslinie 254 bis
Gütenbachstraße
(40 Minuten Gehzeit bis zum Tor) |
| Laaber Tor: |
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Autobuslinie 254 bis
Laab Hauptstraße/Tiergartenstraße
(15 Minuten Gehzeit bis zum Tor) |
| Pulverstampftor: |
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Autobuslinie 151 bis
Umspannwerk Auhof
(fünf Minuten Gehzeit bis zum Tor) |
| Nikolaitor: |
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Linien U4, S-Bahn,
35B, 53B, Regionalbusse, Eisenbahn bis Wien Hütteldorf (zehn Minuten
Gehzeit bis zum Tor) |
| Adolfstor: |
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(nur an Sonn- und
Feiertagen geöffnet)
Autobuslinie 53B bis Schweizertalstraße
(20 Minuten Gehzeit bis zum Tor) |
| Sankt Veiter Tor: |
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(nur an Sonn- und
Feiertagen geöffnet)
Autobuslinie 55B bis Sankt Veiter Tor |
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| Besucherzentrum Lainzer
Tiergarten |
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Die Ausstellung und das interaktive
Geländemodell im Besucherzentrum Lainzer Tiergarten beim Lainzer Tor
bieten allen Besucherinnen und Besuchern fachkundige Informationen
über das Naturschutzgebiet. |
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| Im Souvenirshop erhalten Sie
Plüschwildschweine, T-Shirts, Kappen, Ansichtskarten und andere
Mitbringsel. |
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| Das interaktive Geländemodell |
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Das interaktive Geländemodell des gesamten
Naturschutzgebietes ist die Attraktion im Besucherzentrum. Die
Besucherinnen und Besucher können am Modell alle Einrichtungen und
Orte des Lainzer Tiergartens abfragen. |
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| Leuchtdioden weisen den Weg zum gesuchten
Bereich. Auf einem Großbildschirm werden zusätzliche Text- und
Bildinformationen geboten. |
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| Naturschutzgebiet Lainzer
Tiergarten |
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Folgende Kriterien machen den Lainzer
Tiergarten zu einem schützenswerten Natur- und Landschaftsraum:
Große Artenvielfalt
Vorkommen zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
Bestand lebenden Altholzes
Hoher Anteil an stehendem und liegendem Totholz
Erklärung zum Naturschutzgebiet
1941 wurde der Lainzer Tiergarten erstmals zum Naturschutzgebiet
erklärt. Eine zeitgemäße Naturschutzverordnung der Wiener
Landesregierung erfolgte 1998. Diese Verordnung sichert die Erhaltung
des Lainzer Tiergartens in seiner heutigen Form. |
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| Welt- und europaweite
Schutzprogramme |
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Der gesamte Lainzer Tiergarten ist Natura
2000-Gebiet und damit Teil eines europaweiten Netzes besonders
wertvoller Schutzgebiete.
Gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union
sind einige der Wälder im Lainzer Tiergarten prioritäre, europaweit
schützenswerte Lebensräume:
Die Erlen-Eschen-Wälder an den größeren Bächen
Die Hangmischwälder
Der Labkraut-Hainbuchen-Wald
Der Lainzer Tiergarten als Teil des Biosphärenparks Wienerwald
Um den Wienerwald künftig noch besser zu schützen, beschlossen die
Länder Wien und Niederösterreich im Jahr 2002, den Wienerwald zum
Biosphärenpark zu erklären. Der Lainzer Tiergarten wird Teil des
Biosphährenparks Wienerwald sein. |
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| Lage und Größe |
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| Der Lainzer Tiergarten liegt im Westen
der Stadt Wien im östlichen Wienerwald. Die Gesamtfläche des Lainzer
Tiergartens beträgt 2.450 Hektar. Davon sind 1.945 Hektar Waldfläche.
Die Umfassungsmauer des Tiergartens ist zirka 22 Kilometer lang. |
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| Geologie |
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| Der Lainzer Tiergarten befindet sich
geologisch betrachtet in der Flyschzone. Charakteristisch sind
Sandsteine und Mergelgesteine, schwere, tonige Böden und zahlreiche
Bäche und Gräben. |
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| Klima |
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Der Lainzer Tiergarten liegt im
Grenzgebiet des
Pannonischen Klimas im Osten (charakteristisch sind hohe
Sommertemperaturen und relativ geringer Niederschlag) und des
Ozeanischen Klimas im Westen (mit geringen mittleren Jahrestemperaturen
und größeren Jahresniederschlagsmengen).
Zwischen dem östlichen und dem westlichen Bereich des Lainzer
Tiergartens gibt es wesentliche Temperaturunterschiede.
Temperaturmittel: Neun Grad Celsius
Mittlerer Jahresniederschlag: 750 Millimeter |
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| Wälder des Lainzer Tiergartens |
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| Charakteristisch sind die imposanten
Eichen- und Buchenwälder. Im Lainzer Tiergarten stand nicht die
Holznutzung im Vordergrund, sondern der Tierbestand und die Jagd. Daher
ist der Waldbestand teilweise über 400 Jahre alt. Heute werden diese
Wälder bewusst geschützt und gepflegt. |
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| Waldgesellschaften im Lainzer
Tiergarten |
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Eichen-Hainbuchen-Wald (lichter Waldtyp)
Dieser Waldtyp kommt in tieferen Lagen vor.
Er besteht aus Eichen, Hainbuchen, seltenen Wildobstarten (Vogelkirsche,
Elsbeere, Speierling) und Bodenpflanzen (Maiglöckchen, Leberblümchen).
Die alten, oft hohlen Eichenbäume sind der Lebensraum vieler Tiere
(Spechte, Meisen, Fledermäuse, Käfer).
Zerreichenwald (Besonderheit des Lainzer Tiergartens)
Die Zerreiche war früher sehr beliebt, da ihre großen Eicheln ein
hervorragendes Wildfutter sind.
Ein typischer Strauch dieser Wälder ist der Dirndlstrauch, der bereits
ab März gelb blüht.
Bodensaurer Eichenwald
Bodensaure Wälder kommen auf nährstoff- und kalkarmem Gestein vor.
Der Boden ist mit auffallend viel Moos bedeckt. Es wachsen kaum
Blütenpflanzen.
Die Eichen sind oft bizarr gewachsen und bleiben vergleichsweise klein.
Rotbuchenwald
In feuchteren und höheren Lagen des westlichen Tiergartens gibt es ein
Rotbuchenwald-Vorkommen.
Im Sommer bilden die Buchen ein sehr dichtes Blätterdach, das kaum Licht
zu den unteren Vegetationsschichten durch lässt. Deshalb findet man hier
kaum Sträucher und Bodenpflanzen.
Die dicke Schicht der abgefallenen Buchenblätter ist im Herbst und
Winter der Lebensraum für Kleintiere.
Wiesen des Lainzer Tiergartens
Zahlreiche Wiesen des Wienerwaldes wurden trockengelegt oder mit
Kunstdünger und Spritzmitteln behandelt. Im stadteigenen Wienerwald, und
somit auch im Lainzer Tiergarten, wurde auf solche Eingriffe verzichtet.
Daher blieben naturnahe Wiesen erhalten. Sumpfwiesen, Gräben und Tümpel
sind wichtige Rückzugsgebiete für bedrohte Arten. |
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| Pflanzengesellschaften |
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Bunt blühende Trespen-Halbtrockenrasen
mit Himmelschlüsseln, Karthäuser-Nelken, Knabenkräutern und Margariten
Pfeifengras-Streuwiesen mit Lungen-Enzian, Weiden-Alant,
Tausendguldenkraut und Sumpfstendel
Kleine Heideflächen oder Bürstlingsrasen mit hohem Naturschutzwert.
Schutz und Pflege der Wiesen
Das Umwühlen von Wiesenteilen durch die Wildschweine hat offene und
lockere Böden zur Folge. Hier leben einige im übrigen Wienerwald
großteils ausgestorbene Pflanzen (Kleinling, Sumpf- Ruhrkraut,
Sumpfquendel).
Zum Schutz und der Pflege dieser Wiesen wurde ein detaillierter
Pflegeplan erstellt. Er legt fest, wann und wie oft eine Wiese gemäht
wird und wann ein Einsatz von Kompost erfolgt. |
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| Seltene Tiere im Lainzer
Tiergarten |
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| Die mächtigen Baumriesen des Lainzer
Tiergartens sind, ob lebend oder abgestorben, ob stehend oder schon
modrig liegend, ein unersetzlicher Lebensraum für Tiere. Zum Teil
handelt es sich um Arten, die sonst nicht mehr anzutreffen sind oder
immer rarer werden. |
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| Vögel |
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Die Vogelwelt ist besonders vielfältig.
94 Vogelarten leben im Lainzer Tiergarten. Neben den zahlreichen
Greifvogelarten sind folgende "Raritäten" besonders hervorzuheben:
Weißrückenspecht, Zwergschnäpper und Halsbandschnäpper
Der Schwarzspecht legt seine Nisthöhlen vorwiegend in alten Buchen an.
Die Hohltaube und der Waldkauz besiedeln oft die ehemaligen Höhlen des
Schwarzspechtes. |
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| Amphibien und Reptilien |
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Die zahlreichen Teiche, Tümpel, Gräben
und Wiesen im Lainzer Tiergarten bieten 15 Amphibien- und Reptilienarten
hervorragende Lebensräume. Hervorzuhebende Arten:
Gelbbauchunke
Grasfrosch
Feuersalamander
Europäischer Laubfrosch |
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| Insekten |
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Auf den naturnahen Wiesen und im Totholz
der urigen Wälder leben unzählige Insektenarten. Im Lainzer Tiergarten
leben insgesamt 39 verschiedene Heuschreckenarten und zahlreiche
Schmetterlinge. Hervorzuhebende Arten:
Hirschkäfer
Seltene Bockkäfer wie der große Eichenbock (lebt nur auf mächtigen alten
Eichen)
Kaisermantel (eine Schmetterlingsart) |
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| Säugetiere |
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Unzählige kleine und große Säugetierarten
leben in den Wäldern und Wiesen des Lainzer Tiergartens. Es konnten zum
Beispiel insgesamt 13 Fledermausarten beobachtet werden. Für bereits
ausgerottete und stark bedrohte Tierarten bietet der Lainzer Tiergarten
einen unersetzlichen Lebensraum.
Fledermausarten: Wasserfledermaus, große Bartfledermaus und kleiner
Abendsegler
Auerochse oder Ur: Die ursprünglich weit verbreitete Stammform unserer
Hausrinder wurde bereits 1627 ausgerottet. Die Tiere im Lainzer
Tiergarten wurden ab 1928 aus urtümlichen Rinderrassen rückgezüchtet.
Sie leben jetzt im großen Gehege beim Hohenauer Teich (Lageplan).
Wisent: Wisente sind Wildrinder, die über drei Meter lang und zwei Meter
hoch werden können. Ihre Schädel tragen sie meist gesenkt. Die Hörner
sind stark gebogen, mit nach innen gedrehter Spitze. Im Gehege beim
Hohenauer Teich leben zwei junge Wisentkühe aus dem Tiergarten
Schönbrunn. |
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| Wildtiere im Lainzer Tiergarten |
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| Der Lainzer Tiergarten ist einer der
ältesten Tierparks Europas. Traditionsgemäß wird hier ein artenreicher
Wildbestand gehalten. Der Wildtierpark Lainzer Tiergarten wird jährlich
von mehr als 500.000 Personen besucht. Er ist der vielfältigste und
außergewöhnlichste Teil des stadtnahen Wienerwaldes. Eine maßvolle
Bewirtschaftung der Wälder ermöglicht eine ungeahnte Vielfalt an
forstlichen, zoologischen und botanischen Raritäten. Die Bewirtschaftung
wird mit angewandtem Naturschutz in Einklang gebracht |
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| Wildschweine (Schwarzwild) |
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Wildschweine haben ein borstiges,
dunkles, graubraunes Haarkleid. Die männlichen Tiere (Keiler) sind an
den großen, gebogenen Eckzähnen zu erkennen. Die im Frühjahr geborenen
Jungtiere (Frischlinge) sind durch ihre braun beige Längsstreifung
hervorragend getarnt. Wildschweine, die Stammform aller
Hausschweinrassen, sind Allesfresser und sehr gesellig.
Die weiblichen Tiere (Bachen) mit ihren Frischlingen können sehr
aggressiv und gefährlich sein, wenn sie gestört werden.
Die Stückzahl beträgt 800 bis 1.000. |
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| Hirsche (Rotwild) |
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Das Fell der Rothirsche ist im Sommer
rötlichbraun und im Winter graubraun. Das Fell der Jungtiere ist
rotbraun und weiß getupft. Die männlichen Tiere tragen ein verzweigtes
Stangengeweih, das jährlich im Spätwinter abgeworfen wird und wieder
nachwächst. Rothirsche sind vorwiegend Waldbewohner. Sie ernähren sich
von Gräsern, Kräutern, Baum- und Feldfrüchten.
Die Stückzahl beträgt 80 bis 100. |
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| Damhirsche (Damwild) |
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| Damhirsche stammen aus Südeuropa und
Kleinasien. Sie haben ein rot-, grau- oder schwarzbraunes Fell mit
weißen Flecken. Die männlichen Tiere tragen ein schaufelartiges, lang
gestrecktes Geweih. In ihrer Lebensweise und Ernährung gleichen sie
weitgehend den Rothirschen. Die Stückzahl beträgt 200 bis 250. |
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| Rehe |
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Das Fell der Rehe ist im Sommer rotbraun
und im Winter graubraun. Die Jungen (Kitze) haben weiße Punkte. Rehe
leben im Sommer einzeln oder in der Mutterfamilie, im Winter in Rudeln.
Der natürliche Lebensraum der Rehe ist die aufgelockerte Landschaft mit
Waldflecken, Wiesen, Feldern und Gebüschen.
Die genaue Anzahl ist nicht feststellbar. |
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| Mufflons (Wildschafe) |
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Mufflons haben ein rotbraunes, glattes
Fell. Die Männchen erkennt man am weißen Sattelfleck und den dicken,
stark gekrümmten Hörnern (Schnecken). Weibchen und Jungtiere leben in
Rudeln. Mufflons sind die wild lebende Form aller Hausschafe. Sie waren
in Mitteleuropa ausgestorben und wurden aus den Rückzugsgebieten in
Sardinien und Korsika wieder eingebürgert.
Die Stückzahl beträgt zirka 700. |
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Geschichte
Die Anfänge |
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1270 wurde ein "Auhof" in Hütteldorf
erstmals urkundlich erwähnt.
Seit 1457 ist der "Thier- und Saugarten" zu Laab im Walde überliefert,
in dem der Kaiserhof sein Jagdrecht ausübte. |
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| Der Tiergarten im 18. und 19.
Jahrhundert |
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| Unter Kaiser Josef II. erhielt der
Tiergarten im Wesentlichen seine heutige Ausdehnung. Die etwa 21
Kilometer lange Tiergartenmauer wurde 1782 bis 1787 errichtet. Der
Maurermeister Philipp Schlucker führte den Bau durch. Er war mit seinem
Preisangebot so günstig, dass die Wiener Bevölkerung befürchtete er
werde verarmen, was nicht der Fall war. Der Begriff "armer Schlucker"
ist bis heute bekannt. Kaiser Franz Joseph ließ 1882 bis 1886 für seine
Gattin Elisabeth (Sisi) die Hermesvilla nach den Plänen Karl von
Hasenauers errichten. |
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| Öffnung für die Bevölkerung |
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| 1918 kam der Tiergarten in die Verwaltung
des Kriegsbeschädigtenfonds. Ab 1919 wurde der Tiergarten an Wochenenden
für die Bevölkerung geöffnet. Kurz danach wurde ein Teilstück an der
heutigen Hermesstraße abgetrennt und zur Rodung freigegeben. Die heutige
Siedlung "Friedensstadt" entstand. |
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| Zwischenkriegszeit und Zweiter
Weltkrieg |
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Der kurz vor dem Bankrott stehende
Kriegsgeschädigtenfonds wollte den "nutzlosen" Tiergarten zu Geld
machen:
Errichtung eines Golfplatzes und einer Kleingartensiedlung
Planung eines Waldfriedhofes, eines Tierfriedhofes und eines
Sportstadions für Hundewettrennen - das Ende des Lainzer Tiergartens
schien nahe.
1937 wurde der Kriegsgeschädigtefonds aufgelöst und der Tiergarten vom
Bund an die Stadt Wien übertragen. Die Auflage war, den Lainzer
Tiergarten in seinem Gesamtbild und seiner Eigenart als
Naturschutzgebiet zu erhalten.
Ab 1941 war der Lainzer Tiergarten Reichsnaturschutzgebiet. Die
Bevölkerung hatte keinen Zutritt. 1945 bis 1955 stand das Gebiet unter
sowjetischer Verwaltung. Infolge der allgemeinen Not wurden große
Waldteile planlos abgeholzt. Das Wild wurde beinahe ausgerottet und die
Hermesvilla zur Ruine devastiert. |
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| Wiederaufbau nach 1945 |
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| 1955 wurde der Lainzer Tiergarten wieder
geöffnet. Er entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugs- und
Wanderziel. Der Wildbestand erholte sich langsam. Beim Bau der
Westautobahn wurde 1960 ein Teil des Tiergartens abgetrennt. Die Stadt
Wien kaufte zum Ausgleich ein Ersatzgrundstück bei Laab im Walde. 1973
wurde die unter der Leitung des Wiener Forstamts renovierte Hermesvilla
wieder eröffnet. Seit 1974 ist der Eintritt in den Lainzer Tiergarten
frei. 1998 trat die neue Verordnung zum Naturschutzgebiet Lainzer
Tiergarten in Kraft. |
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| Aktuelle Entwicklung |
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| Die Sanierung der in einigen Bereichen
baufälligen Tiergartenmauer erfolgt. Eine Biomasse- Heizzentrale für den
Komplex Hermesvilla ist geplant. Der Komplex Hermesvilla wird durch
einen Kanalneubau an das Kanalnetz angeschlossen. Es wird eine
Nachpflanzung der historischen Kastanienalleen durchgeführt. |
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Text auszugsweise aus |
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