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| Landstraße |
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| 3. |
Bezirk |
| Fläche: |
7,41 km² |
| Einwohner: |
84.500 (1991)
81.281 (2001)
85.637 (2005) |
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| Allgemeine
Informationen |
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Heugasse (seit 1911
Prinz-Eugen-Straße) - Palais Schwarzenberg, 1908
Bild
aus "August Stauda - Ein Dokumentarist des alten Wien"
erschienen im Verlag Christian Brandstätter - zur
Buchbeschreibung |
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| Landstraße, größter Bez. innerhalb des
Gürtels, umfasst die 1850 eingemeindeten ehem. Vorstädte zw. unterem
Wienfluss und Donaukanal: L. (im 13. Jh. erwähnt), Erdberg und
Weißgerber (nach 1529). Zw. diese urspr. ländl. Siedlungen baute sich
der Wr. Adel im 18. und 19. Jh. Sommerpaläste, meist mit großen Gärten
(Reste sind der Modena- und der Arenbergpark). Noch im 2. Viertel des
19. Jh. überwog der Gemüsebau; in Erdberg gibt es noch heute viele ländl.
Häuser. Im Gebiet des ehem. Aspangbahnhofs (1977 demoliert) lag die röm.
Zivilstadt von Vindobona; die Landstraßer Hauptstraße und der Rennweg
folgen im wesentlichen röm. Straßen, die über Carnuntum nach O führten.
Heute im 3. Bez. Botschafterviertel. 1938 kam das Arsenal vom 10. Bez.
zur Landstraße. |
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| Wiener Neustädter
Kanal mit Blick auf den Linienwall |
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Text auszugsweise aus |
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| aeiou - das kulturinformationssystem des
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Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs |
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www.aeiou.at |
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| Magistratisches
Bezirksamt: |
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| Berühmte Bewohner |
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Die Landstraße war Heimat und
Wirkungsstätte einer ganzen Reihe bekannter österreichischer Musiker und
Schriftsteller. Hier seien nur die bedeutendsten von ihnen genannt.
Christoph Willibald Gluck (1714-1778) komponierte einige seiner Werke in
einem Sommerhaus im Bereich der heutigen Rennweger Kaserne. Anton
Bruckner (1824-1896) starb in seiner Dienstwohnung im Oberen Belvedere.
Von den 80 Wiener Wohnungen Ludwig van Beethovens (1770-1827) befanden
sich einige auf der Landstraße, darunter jene im Haus Ungargasse 5, in
welcher der Komponist die IX. Symphonie vollendete. Franz Schubert
(1797-1828) schrieb die verschollene Kantate „Prometheus“ in der
Erdbergerstraße 17.
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Carl Michael Ziehrer
(1843 - 1922) |
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Carl Michael Ziehrer (1843-1922) stammte zwar vom Schottenfeld,
verbrachte aber praktisch sein ganzes Leben im Haus Erdbergerstraße 1,
wo er auch starb. Bevor Franz Lehar (1870-1948) in seine Villa in
Nußdorf zog, wohnte er Marokkanergasse 20.
Auf dem St. Marxer Friedhof, dem letzten Biedermeierfriedhof Wiens,
wurde Anfang Dezember 1784 Wolfgang Amadeus Mozart (geb. 1756) in einem
einfachen Reihengrab beigesetzt, das erst 1855 annähernd lokalisiert
werden konnte. Entgegen manchen landläufigen Meinungen wurde der große
Komponist an seinem Begräbnistag nicht vergessen, vielmehr wohnten
seiner Einsegnung im Stephansdom Tausende Menschen bei. Der (zweite)
Grabstein Mozarts ist heute eines der interessantesten Exponate im
neuausgebauten Keller des Bezirksmuseums. Auf dem St. Marxer Friedhof
befindet sich auch das bescheidene Grab von Josef Madersperger. Der 1768
in Kufstein geborene Schneider stellte 1814 die erste Nähmaschine der
Welt her. Ohne die Mittel, seine Erfindung kommerziell zu verwerten,
starb Madersperger 1850 im Bürgerversorgungshaus von St. Marx.
Albert Stifter (1805-1868) war Hauslehrer bei Fürst Metternich im Palais
Rennweg 27 (heute italienische Botschaft) und wohnte in verschiedenen
Häusern in der Beatrixgasse. Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) wurde in
der Salesianergasse 12 geboren. Karl Kraus (1874-1936) verfasste seine
Manuskripte in der Redaktion der „Fackel“ in der Hetzgasse 4. Robert
Musil (1880-1942) wohnte kurz in der Ungargasse 17 und lebte darauf von
1921-1938) in einer Wohnung in der Rasumofskygasse 20, deren Umgebung er
im „Mann ohne Eigenschaften“ schildert. Anton Wildgans (1881-1932), in
der Radetzkystraße 6 geboren, wohnte jahrelang in der Neulinggasse 9.
Sein Buch „Musik der Kindheit“ beginnt mit einer Schilderung des
Weißgeberviertels. Franz Theodor Csokor (1885-1969) wohnte auf
Neulinggasse 11 und Rennweg 41. Ein weiterer für Wien wichtiger
Schriftsteller war Josef Weinheber (1892-1945). Er wohnte von 1927 bis
1945 im Haus Rudolf-von-Alt-Platz 5. Seine bekanntesten Werke, darunter
„Wien wörtlich“ entstanden auf der Landstraße. Ihm ist ein Gedenkraum
mit Originalmöbeln im Bezirksmuseum gewidmet. Schließlich sei die
bekannte Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) erwähnt. Sie
wohnte in der Beatrixgasse 26 und in der Gottfried-Kellergasse 13. Die
Ungarasse hat sie in ihrem Roman „Malina“ geschildert.
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| Textauszug aus |
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Diem, Peter - Göbl Michael - Saibel, Eva
Die Wiener Bezirke
Ihre Geschichte, ihre Persönlichkeiten, ihre Wappen |
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Deuticke Verlag
ISBN: 3852234638 |
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Auszugsweise Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung
des Deuticke Verlages |
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- Landstraße |
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