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| Wien Marathon |
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| Geschichte |
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Dezember 1983 - die Geburtsstunde des VCM
Oft hatte es schon Bemühungen gegeben, in Wien einen Marathon ins Leben zu rufen. Doch
erst im Dezember 1983 gab der damalige Sportstadtrat Dr. Franz Mrkvicka das entscheidende
"Grüne Licht". Eine kleine, engagierte Gruppe stampfte mit entscheidender Hilfe
in nur drei Monaten die Marathon-Premiere aus dem Boden.
1984 - die Premiere
Eine Premiere, die 1984 zu einem wahren Traum wurde. Bei strahlendem Sonnenschein machten
sich 900 Teilnehmer, damals noch vom Rathausplatz, auf die Reise durch Wien. Umjubelte
Sieger auf dem Heldenplatz waren der Pole Antony Niemczak und die Deutsche Kieninger. Ein
neuer Lauf war geboren. Damals noch mit ungewisser Zukunft. Heute aus dem sportlichen
Kalender Wiens nicht mehr wegzudenken.
Die Rennen nach der Premiere standen ganz im Zeichen des Tirolers Gerhard Hartmann, der
gleich dreimal hintereinander den Wien-Marathon gewann und dabei auch den
österreichischen Rekord auf immerhin 2:12:22 Stunden verbesserte. Nach einigen
Entwicklungsjahren hatte der Marathon das Glück, von den Zuschauern akzeptiert zu werden.
Die Zuschauerzahlen kletterten laut Schätzungen der Polizei auf rund 150.000 bis 250.000
Zuschauer. Die Läufer berichteten im Zielraum begeistert über eine hervorragende
Atmosphäre. Der Marathon wurde bald im Ausland bekannt.
Bei den Gästen aus aller Welt kam die traditionelle Kaiserschmarrn-Party am Vorabend des
Marathons, zunächst in den Sälen der Hofburg, später dann im Festsaal des Wiener
Rathauses, besonders gut an. Dieses herrliche Umfeld, die einmalige, wunderschöne
Strecke, die ja von Beginn an entlang der historischen Ringstraßenbauten und durch den
Prater führte, lockten die laufenden Helden nach Wien.
Trotz aller Anfangseuphorie schien die Zukunft des größten österreichischen
Marathonlaufs nach der fünften Auflage gefährdet. Damals sprang der frühere
Hindernis-Weltklasseläufer Wolfgang Konrad, der gerade in jenem Jahr ein beachtliches
Marathon-Debüt gab, helfend in die Organisation des Wien-Marathons ein und führte in den
folgenden Jahren mit seinem Team diese Großveranstaltung zum Erfolg. Viele entscheidende
Änderungen wurden eingeleitet, die schließlich zum endgültigen Siegeszug des Vienna
City Marathons führten. So wurden vor allem immer wieder an der Strecke Veränderungen
durchgeführt, der Start wurde vor das Schloß Schönbrunn und das Ziel auf den
Rathausplatz verlegt.
Konrad sah im Marathon seine Chance. Mit totalem Engagement und Talent für die
Organisation stiegen die Teilnehmerzahlen schnell an. Nach der Premiere waren sie auf rund
2000 gestiegen, hatten sich bis zum fünften Jahr bei 2900 eingependelt. Als er sich für
den Marathon engagierte, hatte sich Konrad bei einem Pressegespräch drei Ziele gesetzt.
Für manche schienen es hochtrabende Ziele. Belächelt wurde er, als er sagte, er wolle
die Teilnehmerzahlen verdoppeln, eine Siegerzeit unter 2:10 "produzieren" und
eine Live-Übertragung im TV erreichen. Es sollte ihm alles gelingen.
Waren die Teilnehmerzahlen schon deutlich gewachsen, fehlte aber immer noch die jahrelang
erhoffte Spitzenzeit. Bei der Verpflichtung der Athleten sollten Konrad und in der Folge
gerade der neue Rennleiter Johannes Langer eine glückliche Hand besitzen. Trotz relativ
kleinem Budget gab es immer wieder schnelle Zeiten und gute Athleten. Ein paar Namen
sollten da als Beweis her. Da spielten zunächst die Brüder Alfredo und Gidamis Shahanga
aus Tansania eine große Rolle. Alfredo gewann 1989 in immerhin 2:10:29 Stunden. Diese
Wien-Bestzeit unterbot sein Bruder Gidamis gleich im folgenden Jahr und machte mit dem
Streckenrekord von 2:09:28 den Wien-Marathon in der Welt bekannt. Wien war mit Shahangas
Spitzenzeit der große sportliche Durchbruch gelungen.
Neben dem Tschechen Karel David, der 1991 und 1992 siegte, trugen sich die Portugiesen
Patricio und Silva in die Siegerlisten ein - oder auch Achmed Salah aus Djibouti. Seine
Verpflichtung wurde von manchen Medien erst belächelt. Denn was sollte der knapp
40jährige Läufer, dessen große Erfolge (Olympiadritter und WM-Zweiter) weit
zurücklagen, schon erreichen? Den Sieg! In einem spannenden Rennen setzte er sich 1997 in
2:12:53 durch und kassierte die 13.000 Dollar Siegesprämie. Da wurde der Marathon schon
seit Jahren auch live im TV übertragen. Konrad hatte seine drei Ziele erreicht. Und er
ging weiter mit der Zeit. Auch bei der Zeitmessung. Als einer der ersten Marathons auf der
Welt setzte er auch die Chipzeitmessung ein, die heute nicht mehr aus einer erfolgreichen
Marathonveranstaltung wegzudenken ist.
Doch längst drehte sich nicht mehr alles allein um den Marathonlauf selbst. Neben dem
Fernwärmelauf über cirka 15,5 km kamen unter Konrad der liebevolle Junior-Marathon, ein
Kinderlauf über 2,5 km, und ein Staffel-Rennen innerhalb des Marathons hinzu. Bald waren
am Marathontag in Wien 10.000 Läufer auf den Beinen, 2001 waren es etwa schon insgesamt
25.000 ! |
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20. Vienna City Marathon
Wegen der großen Hitze war bei der 20. Auflage des Vienna City Marathons am Sonntag nicht
an Rekordzeiten zu denken, das Rennen hatte es aber trotzdem in sich. Der Kenianer Joseph
Chebet (links) setzte sich klar vor Joao N'Tymamba aus Angola und Vincent Kipsos (KEN)
durch. Für die Überraschung des Tages sorgte aber Michael Buchleitner, der in 2:16:31
auf den tollen vierten Platz lief. |
| aus sport.orf.at |
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