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| Mariä Himmelfahrt |
| 15. August |
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Mariä Aufnahme in den Himmel (früher, heute noch volkstümlich:
Mariä Himmelfahrt) ist ein Hochfest der katholischen
und orthodoxen Kirche am 15. August.
Der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundert
bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution
"Munificentissimus Deus" für die katholische Kirche zum Dogma erhoben. Es muss
jedoch angemerkt werden, dass die Himmelfahrt Mariens nicht biblisch belegt werden kann,
sondern nur auf Überlieferungen aus den jüngeren apokryphen Evangelien basiert.
Auch wenn volkstümlich im Deutschen der Ausdruck Mariä Himmelfahrt gebräuchlich ist,
wird die Aufnahme Mariens in den Himmel theologisch von der Formulierung und vom
Tatbestand her klar zu Christi Himmelfahrt unterschieden. In vielen Sprachen werden daher
zwei verschiedene Wörter benutzt, z.B. im lateinischen: Ascensio Christi, aber Assumptio
Mariae. So soll der Mensch Maria vom Sohn Gottes deutlich unterschieden werden.
Das Fest hat auch den schon früher bezeugten Namen Dormitio Mariae (lat.), Koimesis
(griech.) oder Mariä Entschlafung; in der orthodoxen Kirche, die die leibliche Aufnahme
Mariens nicht dogmatisiert hat, wird ausschließlich diese Bezeichnung verwendet. In der
orthodoxen Kirche findet vor dem Fest der Entschlafung Mariens das zweiwöchige
Marienfasten statt, in dem nach Möglichkeit auf Fleisch, Milchprodukte und (außer am
Wochenende) auch auf Fisch verzichtet werden soll. An diesem Tag werden in den
katholischen Kirchen Kräuter geweiht.
Im Saarland ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag, in Bayern nur in Gemeinden
mit überwiegend katholischer Bevölkerung. Auch in Österreich und mehreren anderen
mehrheitlich katholischen Staaten ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag, in der Schweiz nur
in den mehrheitlich katholischen Kantonen. |
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Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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| Kräutersegnung am Fest "Mariä
Himmelfahrt" |
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| (Redaktion Radio Stephanscom.at) |
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Zu Maria Himmelfahrt wird es in einigen Pfarren wieder eine
Kräutersegnung geben. "In den Heilkräutern wird die Schöpfung Gottes
sichtbar", so Pfarrer Pater Thomas Lackner.
"Bei der Kräutersegnung wird die Schöpfung Gottes spürbar, erlebbar und sogar
essbar", erklärt Pater Thomas Lackner OFM, Pfarrer von Maria Enzersdorf am Gebirge.
Es sei ein alter kirchlicher Brauch am 15. August zu Maria Himmelfahrt den Mitfeiernden
beim Gottesdienst gesegnete Kräuterbüschel mitzugeben. "Viele stecken die
gesegneten Kräuter zum Kreuz als Zeichen, dass Gott uns einiges schenkt", so Pater
Thomas. Seit dem 10. Jahrhundert sind Kräutersegnungen überliefert. Besonders in
ländlichen Gegenden ist dieser Brauch an Mariä Himmelfahrt noch sehr lebendig. Blumen
aus dem Hausgarten, Heilkräuter, Getreideähren und Früchte werden zu einem Strauß
gebunden, in die Kirche gebracht und gesegnet. Die Gottesmutter Maria wird auch als
"Blume des Feldes und Lilie der Täler" bezeichnet. Das hat unter anderem zur
Festlegung dieses Brauches am Fest Maria Himmelfahrt beigetragen.
Legenden rund um die Gottesmutter
Entwickelt hat sich der Brauch der Kräutersegnung aus verschiedenen Legenden rund um die
Gottesmutter. Nach einer dieser Legenden wurde Maria von den Aposteln vor den Toren
Jerusalems begraben. Als diese das Grab später besuchten, fanden sie aber keinen
Leichnam, sondern an der Stelle des Grabes wuchsen duftende Blumen und Kräuter, die einen
intensiven Duft verströmten.
Kräuter mit Heilwirkung
Für die Kräutersegnung werden jene Kräuter zu Bünden gebunden, die bekannt dafür
sind, dass sie für Mensch und Tier heilsam sind. Je nach Region waren dies insgesamt
sieben (als alte heilige Zahl) oder neun (drei mal drei) oder 12, 24, 72 oder gar 99
verschiedene Kräuter, die gesegnet wurden. Typische Kräuter, die in den Strauß gebunden
werden sind Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian,
Baldrian, Eisenkraut und verschiedene Getreidesorten. In der Auswahl der Kräuter gibt es
allerdings örtliche Unterschiede: "Es ist meist so, dass bestimmte Kräuter, die in
der Gegend wachsen, gesammelt und gesegnet werden", erklärt Pater Franz Hofstätter
CSsR, der Pfarrer von Katzelsdorf an der Leitha.
Schutz vor Krankheit und Blitzschlag
Im "Herrgottswinkel" aufgehängt, versprechen die gesegneten Kräuter
Fruchtbarkeit, aber auch Schutz vor Krankheit und Blitzschlag. In manchen Regionen werden
in den Kräuterbusch so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf
dem Hof leben. Der Tee aus den gesegneten Kräutern soll besonders heilkräftig sein.
Krankem Vieh werden die Kräuter ins Futter gemischt oder man wirft zum Schutz vor
Blitzschlag beim Gewitter Kräuter aus dem Kräuterbuschen ins offene Feuer. |
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auszugsweise aus |
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