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| Martini |
| 11. November |
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| Simone Martini 1322-1326, Der Hl. Martin teilt seinen
Mantel; Kapelle in Unterkirche San Francesco in Assisi |
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Namensfest des heiligen Martin von Tours, Landesfeiertag des
Burgenlands, Lostag. Historisch wichtiger Brauch-, Rechts- und Wirtschaftstermin im
bäuerlichen Arbeitsjahr, verbunden mit dem Ende des Wirtschaftsjahres und dem Beginn des
6-wöchigen Adventfastens bis Weihnachten ("alter Advent"). In den
agrarischen Gebieten Ostösterreichs war es noch im 20. Jahrhundert
üblich, den Vorabend dieser Fastenzeit |
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| als Erntefest mit Lichterprozessionen, Festspeisen ("Martinigans", "Martinigebäck"),
Heischegängen, Masken- und Feuerbräuchen, Spielen, Liedern ("Martinilieder")
und Segenswünschen ("Martinisegen", "Martinigerte") zu begehen. Zu
Martini begannen und endeten Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen.
Heute ist noch das "Martiniganslessen" üblich, Pfarren laden zur Segnung des
neuen Weins ("Martiniloben") und Heurigenwirte zu dessen Verkostung ein. Die
ehemalige Lichterprozession ist zu einem Kinderbrauch mit Laternenumzug geworden,
mancherorts angeführt vom heiligen Martin in römischer Soldatenkleidung auf einem Pferd
("Martinsritt" in Bregenz). Martini gilt heute auch als Beginn des Faschings
(11. 11. um 11 Uhr 11). |
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| Martini Gans |
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Der Legende zufolge versteckte sich der fromme Mann, als er zum Bischof
berufen werden sollte, im Gänsestall. Wohl aus diesem Grund wird der Heilige immer
gemeinsam mit einer Gans dargestellt. Im Gedenken an die Geschichte des Heiligen Martin
werden, als wohlschmeckender Brauch in der Zeit rund um dieses Fest, Gänse gebraten und
in geselliger Runde gemeinsam verzehrt.
Die Gans eine Ausnahme
Frühmastgänse wiegen etwa vier Kilogramm. Junggänse können zwischen fünf und sieben
Kilogramm schwer werden. Gänseschmalz, Gänseleberpastete, eingemachtes Gänsefleisch,
geräucherte, gepökelte Gänsebrust und die Gänsestopfleber sind neben dem Braten weitere Zubereitungsformen.
Das Stopfen der Gänse, um bei den Tieren in kürzester Zeit einen besonders hohen
Fettanteil zu erzielen, ist aus Tierschutzgründen in Deutschland, der Schweiz und in
Österreich verboten. Beim Kauf einer Gänsestopfleber sollten die Erzeugungsumstände
dieser "Spezialität" berücksichtigt werden. Die Haut der Gans soll
gleichmäßig blass, frei von Hautrissen und vollständig gerupft sein. Unter allen
fettarmen und leicht bekömmlichen Geflügelarten bildet die sprichwörtlich "fette Gans" eine Ausnahme. Bei der
Vorbereitung der Gans sind sichtbare Fettanteile so gut wie möglich zu entfernen. Der
hohe Energiegehalt des Gänsefleisches kann nicht nur zur Gewichtszunahme, sondern auch zu
sehr unangenehmen Verdauungsstörungen führen. |
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