Nationalfeiertag: Zentraler Feiertag der
österreichisch-ungarischen Monarchie war der Geburtstag des Kaisers (Franz Joseph 18.
8.). In der 1. Republik war der Tag der Ausrufung der Republik (12. November) Staats-,
aber nicht Nationalfeiertag. Im Ständestaat feierte man den 1. Mai als Jahrestag der
Verkündung der Verfassung, und ab 1934 war der 1. Mai Staatsfeiertag, Tag der Arbeit, Tag
der Jugend und Tag der Mutter. Zur Zeit des Nationalsozialismus war der 1. Mai
"Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes". In der 2. Republik wurde erstmals am
26. 10. 1955 (Tag der Neutralitätserklärung) der "Tag der österreichischen
Fahne" gefeiert, dann jeweils am 26. 10. (beschränkt auf Schulen). Mit dem
Bundesgesetz vom 26. 10. 1965 wurde der 26. 10. unter ausdrücklicher Bezugnahme auf das
Bundesverfassungsgesetz über die Neutralität Österreichs als Ausdruck des Willens zur
Erhaltung der Unabhängigkeit zum Nationalfeiertag erklärt; seit 1967 gilt für den
Nationalfeiertag die Feiertagsruhe.
Literatur: 26. Oktober. Zur Geschichte des österreichischen Nationalfeiertags,
herausgegeben vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst, 1990.
aus
aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk
14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie,
Politik und Wirtschaft Österreichs
Unter dem Leitgedanken "Schutz und Hilfe,
Mensch und Technik" präsentiert das Österreichische Bundesheer seine
Heeresschau rund um den Nationalfeiertag 2009 vom 23. - 26. Oktober am
Wiener Heldenplatz