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| Theater Verein Odeon |
| A 1020 Wien, Taborstrasse 10 |
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Theater ist eine Kunst des Augenblicks.
Wenn das Bühnenlicht nach einer Vorstellung erlischt,
dann ist etwas Unwiederholbares zu Ende gegangen.
Am nächsten Abend sehen wir vielleicht dieselbe Geschichte,
aber alle haben sich und alles hat sich verändert. |
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| Der Große Saal der Börse für landwirtschaftliche
Produkte in der Wiener Leopoldstadt war seit dem Krieg nicht mehr zu
nutzen. Ein Schwelbrand hatte die Insignien würdiger Kaufmannschaft nach
Jahren des Missbrauchs zu Ende des Krieges vernichtet. Zweiundvierzig
Jahre lang stand der Raum leer und wartete auf eine neue Bestimmung. Ein
begeistertes Ensemble, das bereit war, nahezu rund um die Uhr zu
arbeiten und eine Planung, die den stufenweisen Ausbau vorsah und nicht
zuletzt die Courage, ohne über die erforderlichen Mittel zu verfügen,
dennoch mit dem Projekt zu beginnen, machte die Errichtung des Odeon in
dem alten Gemäuer möglich. Mit einem Schlag änderten sich auch die
Arbeitsbedingungen für das Ensemble. Man arbeitete nicht mehr unter Tag
wie im alten Theater, sondern bei Tageslicht und in einem Raum, der die
Wirkung eines freien Platzes hat. Bei den alten Griechen bezeichnet der
Begriff " Odeon " einen meist quadratischen, überdachten Platz, der dem
kultischen Gesang und dem Tanz vorbehalten war. Für die weitere
Entwicklung der Arbeit des Serapions Theaters waren dieser neue Raum und
seine Bedingungen eine große Herausforderung und ein starker Ansporn. |
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1973 haben Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits begonnen
gemeinsam Theater zu machen. Zuerst das Pupodrom, dann das Serapions
Theater und seit nunmehr zehn Jahren als Spielstätte das Odeon. In all
diesen Jahren wurde eine eigenständige szenisch-bildhafte Sprache
entwickelt und zur unverkennbaren Ausdrucksweise verdichtet. Man könnte
nicht sagen, das oder jenes wäre typisch für diese Arbeit, da einmal
Erreichtes immer als Ausgangspunkt für weitere Arbeiten und weitere
Entwicklungen verstanden wird. Dennoch wirkt alles zusammen wie ein Werk
oder wie ein Wesen. Von dieser Arbeit, diesem Leben in der Arbeit am
Theater, von den Wandlungen und Beweggründen, den Anregungen und deren
Umsetzungen wird in dem Buch Serapions Theater: Verwandlung und
Wirklichkeit erzählt.
Serapions Theater nannte man dieses Unternehmen mit Bezug auf das
serapionitische Prinzip, das E.T.A. Hoffmann entwickelte, um sehr
Gegensätzliches zu einer Einheit zusammenfügen zu können. |
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Kartenreservierung:

Odeon, Tel.: 01/ 216 51 27 |
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| oder bei |
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| Das Buch zum Serapions Theater |
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| Hier liegt ein Buch über das Serapions Theater vor,
in dem das Flüchtige festgehalten ist wie Spuren auf dem Weg. Das Buch
erzählt auch von den Inhalten der einzelnen Geschichten und davon, wie
Inhalt und Umsetzung einander bestimmen. Das Serapions Theater macht
sich unter anderem die Verknüpfung des Disparaten und die Verpflichtung
zum wahrhaft Geschauten zum Inhalt. Verknüpfung von Literatur, bildender
und darstellender Kunst, Musik und Wahrnehmung der Besonderheiten des
Lebens sind die Mittel, mit denen das Serapions Theater arbeitet. 300
meist farbige Bilder mit begleitenden Texten führen durch intensive 25
Arbeitsjahre. |
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Erwin Piplits
Serapions Theater :
Verwandlung und Wirklichkeit
Erschienen bei Böhlau,
Wien 1998
ISBN 3-205-98955-4
Erhältlich im Buchhandel
oder bei einem Besuch im Odeon an der Garderobe ... |
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| Theater Verein Odeon |
| A 1020 Wien, Taborstrasse 10 |
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