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| Ostern |
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| Jahr |
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Ostersonntag |
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Himmelfahrt |
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Pfingstsonntag |
| 2011 |
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24. April |
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2. Juni |
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12. Juni |
| 2012 |
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8. April |
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17. Mai |
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27. Mai |
| 2013 |
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31. März |
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9. Mai |
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19. Mai |
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Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum
sich jedes Jahr innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verschiebt. Die beweglichen
christlichen Feiertage um Ostern herum werden vom Ostersonntag aus berechnet.
Auf dem ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde der Ablauf der astronomischen
Ereignisse bis zum Ostersonntag so festgelegt: |
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Tagundnachtgleiche, die auf der
Nordhalbkugel den Frühlingsanfang markiert
und als 21. März festgelegt wird |
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Erscheinen des ersten Vollmondes nach der
Tagundnachtgleiche |
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Erster, auf den Vollmond folgender Sonntag,
ist Ostersonntag |
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| Der erste mögliche Termin für den Ostersonntag ist
daher der 22. März, das letzte mögliche Datum der 25. April. Eine bekannte Formel zur
Berechnung des Osterdatums im Gregorianischen Kalender wurde von Carl Friedrich Gauß
beschrieben. Leider beschreibt diese die komplizierte Mondbewegung nur unzureichend. Zudem
kann der Frühlingsbeginn astronomisch sowohl auf den 19., den 20. als auch 21. März
fallen. |
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| Der österliche Festkreis beginnt in den westlichen Kirchen seit dem
Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt . Diese erinnert an
die 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste, an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste
gefastet hat. Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem
Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu von Nazaret in Jerusalem feiern. Am
Gründonnerstag feiert das Christentum das Letzte Abendmahl, das letzte Pessah-Fest Jesu
mit den Jüngern und die Einsetzung der Eucharistie / des Abendmahls. Am nächsten Tag,
dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am
dritten Tage (Ostersonntag) ist die Auferstehungsfeier, da Jesus - nach der Bibel -
auferstanden ist. |
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| Osterei |
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| Das beherrschende Sinnbild des Osterfestes ist das Osterei. Österliche
Eierbräuche hängen einerseits wohl mit dem Ende der Fastenzeit, in der früher der
Genuß von Eiern untersagt war, zusammen; andererseits waren Ostereier bzw. österliche
Zinseier als Teile österlicher Abgaben- und Spendenpflichten zu verstehen: Urkunden und
Rechtsbücher berichten seit dem 9. Jh. von Eierzinsen zu Ostern. Eine genau bemessene
Anzahl von Zinseiern mußte an Herrschaften und Klöster abgegeben werden. Von der
Herrschaft aus wurden als Gegengabe das Jahr hindurch gewisse Zoll- und Marktfreiheiten
garantiert, und zwar für diese spezielle Art von Waren, also für Eier. Im kirchlichen
Bereich wurde im weiteren Verlauf aus dem Zinsei das Schenkei. Die Klöster und Kirchen
gaben die Vielzahl von Eiern weiter, die sie aus ihren grundherrlichen Rechten
vereinnahmt, gewohnheitsrechtlich erheischt oder geschenkt erhalten hatten. Sie belohnten
damit zum österlichen Termin Geistliche und Kirchendiener, Pfründer und Spitalspersonal,
schließlich auch die armen Leute der Umgebung, indem sie die Eier teils geweiht in
natura, teils gebacken als Osterfladen verteilten. Zumeist hat es sich dabei um das
einfache weiße Ei gehandelt. Die Frage nach dem Alter des farbigen und verzierten
österlichen Geschenkeies, das außerhalb wirtschaftlicher Abhängigkeitssysteme
ausgetauscht wurde, führt bis zum 16. Jh. zurück und hängt mit dem Aufkommen des
Eierschenkens als Patengeschenk zusammen. |
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| Osterhase |
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| Als besonders populäres Requisit der Osterbräuche gilt der Osterhase.
Die Vorstellung vom Osterhasen stammt aus dem städtisch-bürgerlichen Bereich. Die
frühesten Osterhasen-Belege gehen auf protestantische Autoren im 17. Jh. zurück. Sie
verweisen auf eine Zeit, in der es in evangelischen Familien üblich war, die Ostereier
zur Verschleierung ihrer Herkunft zu verstecken. Wie es nun im einzelnen dazu kam, gerade
dem Osterhasen die Fähigkeit des Eierbringens und versteckens zuzuschreiben, steht
nicht fest. |
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| Wo bin ich? |
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Verstecken:
ein von Eiern auch auf andere Gaben (Süßigkeiten, Kleidung, Spielsachen) ausgedehnter,
am liebsten im Freien begangener Osterbrauch. Vorrangig für Kinder verbirgt man
Überraschungen in den Nischen von Haushalt und Landschaft, schiebt die Herkunft
namentlich der Fressalien, aber auch etwa des neuen Gameboy einem bunte Eier legenden
Nagetier in die Schuhe und freut sich an der Freude der Finder. |
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Verstecken ist gut, aber kein Wort über den
Verantwortlichen, ordert der Chefredakteur, wir hatten da diesen
Nagetier-Schwerpunkt vor nicht allzu langer Zeit.
Gut. Ich kann meinen Lesern au contraire verkünden, dass auch der Glaube an den
Osterhahn, den Osterkuckuck, den Osterstorch, den Osterfuchs oder, im Mitteldeutschen, gar
die Osterglocke (!) als Überbringer der Eier regional vorherrschte, ehe sich der
Unaussprechliche (erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts) kontinentaleuropaweit als
Bringer, wenn nicht gar als Produzent der Ostereier durchgesetzt hat. Die Vorstellung
bunter Eier, die von den jubelnden Glocken in hohen Bögen über das Dorf geschleudert
werden, hat dabei etwas so Dämliches, dass sie bereits an Dada grenzt.
Womit wir in Zürich wären. Aus dieser schönen Stadt, und zwar dem
frühneuzeitlich-präreformierten Abschnitt ihrer Geschichte, rührt die erste Erwähnung
versteckter Ostergaben.
Die Paten hätten dazumal ihre Täuflinge eingeladen, um gemeinsam in den Gärten nach
bunten Eiern zu suchen. Wem die Fundstücke zugeschrieben wurden, wollen wir hier
übergehen. Es ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist das Wunder des Findens, das
man den Kindern hier beschert. Die Geschenke unter dem Christbaum haben zwar verwandte
Aspekte, sind aber letztlich absehbarer als ein (wie aus dem Nichts entstandenes) Nesterl
zwischen Primeln und Leberblümchen.
Die Kostbarkeit in der Natur ist ein Wunder, das an weitere Wunder glauben hilft. Und
damit sind wir ja beim Kern von Ostern. Ostern, das in Österreich eben ein Naturfest ist,
weil der Frühling gerade voll auszuschlagen beginnt.
Ostern ist auch in anderen Bräuchen ein Open-Air-Ereignis (in wenigen Dörfern
Österreichs gibt es bis heute das so genannte Emmaus-Gehen, eine Flurbegehung am
Ostermontag).
Man versteckt, beschert ein Wunder und bemüht sich, seine Entdeckung nicht ganz leicht zu
machen. Im Verstecken liegt ebenso viel Meisterschaft wie im Finden. Meine Frau diktiert
mir: Schreib, dass das beste Versteck direkt vor der Nase des Suchenden liegt. Dass
das Versteckte dabei sichtbar bleibt und trotzdem irgendwie enthoben ist.
Wer mit solchen Verstecken den anderen mehr als eine halbe Stunde suchen ließe, sei,
pardon, ein alter Hase. |
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Textauszug aus
Molden, Ernst
Christbaum kaufen, baden gehen
Deuticke Verlag
ISBN: 3-216-30704-2 |
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| Auszugsweise Veröffentlichung mit freundlicher
Genehmigung des Deuticke Verlages und der Autoren in Zusammenarbeit mit dem Wien-Vienna. |
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Ostermärkte in Wien |
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