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| Franz Antel |
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Franz Antel. Foto, 1986.
© Copyright by
Die Presse/Harald Hofmeister |
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* 28. 6. 1913 Wien, † 12. 8.
2007 ebd., Filmregisseur, Produzent,
Drehbuchautor. Begann als Regieassistent, Regie erstmals beim Kurztonfilm
"Vagabunden" (1933). Regisseur von über 70 ö. und dt. Unterhaltungsfilmen
(v. a. Heimatfilme und K. u. k.-Filme), u. a. "Der
alte Sünder" (1951), "Hallo Dienstmann" (1952), "Kaiserwalzer"
(1953), "Spionage" (1955), "Lumpazivagabundus" (1957), "Ruf der
Wälder" (1965), "Susanne, die Wirtin an der Lahn" (1967), "Casanova
& Co." (1977), "Der Bockerer I" (1981), "Der Bockerer II"
(1996) , "Der Bockerer III" (2000). |
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Franz Antel stammt aus einer Beamtenfamilie. 1931
besuchte er die Filmakademie in Wien und drehte 1933, während seines
Studiums, seinen ersten, unvollendeten, Film. Nebenbei erwarb er sich
erste Erfahrungen als Regie- und Produktionsassistent. Ab 1935 arbeitete
er als Produktionsleiter in Berlin.
Die Kriegsjahre verbrachte er als Soldat. Zwischendurch wurde er immer
wieder für Filme und die Truppenbetreuung freigestellt. 1945 kehrte er
aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück.
1949 kam sein erster Film in die Kinos. Fortan war er in Österreich und
Deutschland ein gefragter Filmemacher für Unterhaltungsfilme, vorwiegend
für Heimatfilme und Filme aus der Kaiserzeit Österreichs (die so
genannten „K. u. K. - Filme“). Ab Mitte der 1960er war er einer der
Ersten, der erotische Filme produziert. Bekannt wurden hier vor allem
seine in Ungarn gedrehten Frau Wirtin...-Filme und 1976 Casanova & Co
mit Weltstar Tony Curtis in der Hauptrolle.
Antel arbeitete mit vielen namhaften Schauspielern seiner Zeit, so mit
Hans Moser oder Paul Hörbiger. Der junge Mario Girotti, besser bekannt
unter seinem Künstlernamen Terence Hill, war einer der Hauptdarsteller
in Ruf der Wälder (1965), einem seiner wenigen Filme mit ernsthaftem
Hintergrund.
Antel nannte 1956 den österreichischen Journalisten Hans Weigel im Zuge
der Käthe Dorsch-Affäre einen "miesen Juden". Darauf warf man ihm vor,
er wäre ein Nazi. In Rage replizierte der, darauf "wäre er stolz". Antel
wurde daraufhin in der Münchner Abendzeitung Antisemitismus vorgeworfen.
Franz Antel gilt als der älteste aktive Regisseur seines Landes. Sein
letzter Film war 2003 der vierte Teil der Bockerer-Saga, der in diesem
Jahr auch Premiere hatte. Es wird die Lebensgeschichte des Wiener
Fleischhauers Karl Bockerer (gespielt von Karl Merkatz) während
geschichtsträchtiger Zeiten erzählt: während des Zweiten Weltkrieges
(Teil 1), Besatzungszeit (Teil 2), des Ungarnaufstands (Teil 3) und des
Prager Frühling (Teil 4). Die Serie wurde sowohl in Österreich als auch
in Deutschland populär. Insgesamt drehte oder produzierte er rund 90
Filme, darunter auch einige für das Fernsehen. Oft schrieb er auch das
Drehbuch seiner Produktionen. |
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1988 - Berufstitel „Professor“
1997 - Goldene Romy für Der Bockerer II
2000 - Platin Romy für das Lebenswerk
2004 - Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold
2006 - Undine Award - Lebenswerk eines Nachwuchsförderers |
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1935 Unsterbliche Melodien
1936 Spiel an Bord
1937 Millionenerbschaft
1938 Das Ehesanatorium
1938 Narren im Schnee
1939 Das jüngste Gericht
1940 Meine Tochter lebt in Wien
1959 Der Schatz vom Toplitzsee / Schüsse im Morgengrauen |
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1949 Das singende Haus
1949 Kleiner Schwindel am Wolfgangsee
1950 Auf der Alm, da gibt's koa Sünd
1951 Der alte Sünder
1951 Eva erbt das Paradies
1951 Hallo Dienstmann
1952 Der Mann in der Wanne / Verlobung in der Badewanne
1952 Ideale Frau gesucht
1952 Der Obersteiger
1953 Heute Nacht passiert's
1953 Kaiserwalzer
1953 Ein tolles Früchtchen
1953 Die süßesten Früchte
1954 Rosen aus dem Süden
1954 Kaisermanöver
1954 Verliebte Leute
1955 Ehesanatorium / Ja, so ist das mit der Liebe
1955 Spionage
1955 Heimatland
1955 Der Kongreß tanzt
1956 Symphonie in Gold
1956 Lumpazivagabundus
1956 Kaiserball
1956 Roter Mohn
1957 Das Glück liegt auf der Straße
1957 Vier Mädels aus der Wachau
1957 Heimweh...dort, wo die Blumen blühen
1958 Zirkuskinder / Solang die Sterne glühen
1958 Ooh...diese Ferien
1958 Liebe, Mädchen und Soldaten
1959 Der Schatz vom Toplitzsee / Schüsse im Morgengrauen
1960 Glocken läuten überall / Die Glocke ruft
1961 ...und Du, mein Schatz, bleibst hier
1961 Im Schwarzen Rößl
1962 Das ist die Liebe der Matrosen
1962 Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
1962 ...und ewig knallen die Räuber
1963 Maskenball bei Scotland Yard
1963 Im singenden Rößl am Königsse
1963 Die ganze Welt ist himmelblau / Rote Lippen soll man küssen
1964 Frühstück mit dem Tod
1964 Die große Kür
1964 Liebesgrüße aus Tirol
1965 Ruf der Wälder
1966 00-Sex am Wolfgangsee
1967 Das große Glück
1967 Die Wirtin von der Lahn / Susanne - die Wirtin von der Lahn
1968 Otto ist auf Frauen scharf
1968 Der Turm der verbotenen Liebe
1968 Frau Wirtin hat auch eine Nichte
1968 Frau Wirtin hat auch einen Grafen
1969 Warum hab ich bloß zweimal ja gesagt / Der liebestolle
Schlafwagenschaffner
1969 Liebe durch die Hintertür / Nacke-di, nacke-du, nacke-dei
1969 Frau Wirtin bläst auch gern Trompete
1970 Frau Wirtin treibt es jetzt noch toller
1970 Musik, Musik - da wackelt die Penne
1971 Mein Vater, der Affe und ich
1971 Einer spinnt immer
1971 Außer Rand und Band am Wolfgangsee
1971 Sie nannten ihn Krambambuli / Was geschah auf Schloss
Wildberg?
1972 Blutjung und liebeshungrig / Die liebestollen
Apothekerstöchter
1972 Die lustigen Vier von der Tankstelle
1973 Blau blüht der Enzian
1973 Frau Wirtins tolle Töchterlein
1973 Das Wandern ist Herrn Müllers Lust
1974 Wenn Mädchen zum Manöver blasen
1974 Die gelbe Nachtigall (Fernsehfilm)
1975 Der kleine Schwarze mit dem roten Hut
1975 Ab morgen sind wir reich und ehrlich
1976 Casanova & Co
1977 Oh lala - die kleinen Blonden sind da
1977 Die Zuhälterin
1978 Love-Hotel in Tirol / Das Liebeshotel in Tirol
1979 Austern mit Senf
1981 Der Bockerer
1982 Ohne Ball und ohne Netz (Fernsehfilm)
1986 Johann Strauß - Der König ohne Krone
1990 Die Kaffehaus-Clique (Fernsehfilm)
1993 Almenrausch und Pulverschnee (Fernsehserie, auch
Co-Drehbuch)
1996 Der Bockerer II
2000 Der Bockerer III - Die Brücke von Andau
2003 Der Bockerer IV - Prager Frühling |
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