Der am 17. Dezember 1770 in Bonn geborene Komponist Ludwig
van Beethoven entstammt einer aus dem Flämischen eingewanderten Musikerfamilie. Bereits
1784 wird er Mitglied des kurfürstlichen Orchesters in Bonn. 1792 ist bedeutend für ihn
gleichermaßen wie für Österreich. In diesem Jahr zieht Beethoven nach Wien und wird
Schüler Joseph Haydns. 1795 tritt er das erste mal öffentlich in Wien auf und lässt
erste Werke erscheinen.
Der ansässige Hochadel fördert den Musiker, bei dem sich
bereits ab 1800 ein Gehörleiden bemerkbar macht. 1819 führt dieses zu völliger Taubheit
und zur Vereinsamung des Künstlers. Musikalisch schließt Beethoven an die Vorbilder der
Wiener Klassik, Haydn und Mozart, an. Den entscheidenden Durchbruch bringt der
Schaffensabschnitt von 1802 12. In dieser Zeit verfolgt der Komponist konsequent
die Verarbeitung des thematischen Materials, dessen melodische und rhythmische Spaltung in
Themensplitter. Nach Jahren der Schaffenspause leiten die letzten fünf Klaviersonaten
1817 den dritten Werk-Abschnitt Beethovens ein. Dieser ist charakterisiert durch die
Durchbrechung der klassischen Formgestaltung sowie das immer stärker in den Vordergrund
tretende allgemein Menschliche. Die Fünfte, die sogenannte
Schicksalssinfonie Beethovens ist wahrscheinlich genauso bekannt wie seine
Pathetique. Opernfreunde kommen nicht um seinen Fidelio herum.
Beethoven stirbt am 26. März 1827 in Wien