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| Maria Theresia |
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vermählt, übernahm M. T. nach dem Tod ihres Vaters Karl VI.
1740 aufgrund der Pragmatischen Sanktion tatkräftig die Regierung der habsb. Länder und
führte sie autoritärer als ihr Vater. Der anfängl. Verlust der Kaiserkrone traf sie
schwer. Als 1745 die Wahl ihres Gatten zum Kaiser und 1764 die des Sohnes Joseph II.
zum röm. König gelang, bereitete ihr dies Genugtuung. Für sie war dadurch die
gottgewollte Ordnung wiederhergestellt.
Ihre Regierungszeit (maria-theresianische Epoche) war durch tief greifende Reformen
gekennzeichnet, die in allen Ländern des Habsburgerreiches einen bed.
Modernisierungsschub bewirkten: Die Verwaltung wurde reformiert, das Heereswesen neu
organisiert (Gründung der Militärakad. in Wr. Neustadt), die Lage der Bauern verbessert
(Beschränkung der Robotleistungen), die allg. Schulpflicht |
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eingeführt, die Folter abgeschafft und der Einfluss der Kirche verringert (Aufhebung
des Jesuitenordens 1773).
M. T. war Mutter von 16 Kindern (11 Mädchen, 5 Knaben), von denen 3 als Kleinkinder
und 3 als Jugendliche starben. 2 Söhne wurden Herrscher (Joseph II. und
Leopold II.), 2 Töchter und der jüngste Sohn blieben unverheiratet. M. T. war
in jungen Jahren sehr impulsiv und lebenslustig, nicht übermäßig gebildet; sie sprach
Deutsch mit wienerischer Färbung, daneben Latein, Span., Franz. und Ital. |
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| und liebte Musik (ließ auch die Kinder Instrumente lernen)
und neigte stark zum Glücksspiel. Ihrem Gatten, den sie 1740 zum Mitregenten bestellte,
immer verbunden, trug sie als Witwe (ab 18. 8. 1765) stets Trauerkleidung, verwendete
schwarz umrandetes Papier und war tief pessimistisch. Bis zuletzt zeichneten sie Fleiß
und Pflichtbewusstsein aus. Ihr starkes Gottvertrauen wurzelte im ö. Barockkatholizismus.
Sie stiftete in vielen Kirchen Ornate und lehnte jede Toleranz ab. Streng war sie gegen
Unsittlichkeit (Keuschheitskommission) auch in Unterhaltung und Theater eingestellt.
M. T. litt schon in mittleren Jahren an Übergewichtigkeit und hatte im Alter beim
Gehen Probleme. In ihrem Hauptwohnsitz Schönbrunn wurde daher ein Aufzug für sie
eingebaut. Sie sorgte sich stets um ihre Kinder, unterzog diese (auch wegen der
Vorbildwirkung) der eben erfundenen Pockenimpfung und versuchte auch den Einfluss über
ihre Töchter (Marie Christine, Maria Amalia, Maria Karolina, Marie Antoinette), die
z. T. mit Prinzen des weit verzweigten Hauses Bourbon verheiratet waren,
aufrechtzuerhalten. |
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Bei ihrem Tod vom Volk nur wenig betrauert, wurde M. T. später zum Symbol für
Tatkraft, verbunden mit Mütterlichkeit. Schon zu Lebzeiten hing in vielen Klöstern und
Schlössern ihr Bildnis, im 18. und 19. Jh. wurden ihr in mehreren Städten der
Monarchie Denkmäler gewidmet |
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aus |
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Maria Theresia
1713 erließ Karl die Pragmatische Sanktion, die seiner Tochter erlaubte, ihm nach seinem
Tod nachzufolgen. Er hob so die Erbfolge des salischen Gesetzes auf, das die Nachfolge von
Töchtern ausschloss. Dadurch lieferte Karl VI. den Grund für den österreichischen
Erbfolgekrieg nach seinem Tod 1740. Der Krieg begann, als Friedrich der Große (1712-1786)
in Schlesien - damals die am stärksten industrialisierte Region Österreichs -
einmarschierte und es für Preußen annektierte. Obwohl auch Bayern und Frankreich in die
westlichen Gebiete Österreichs eindrangen, wurde Friedrich der Hauptfeind während Maria
Theresias Regentschaft. Ihre Innen- und Außenpolitik war darauf ausgerichtet, Preußen zu
schlagen und die annektierten Gebiete wiederzuerlangen. Sie verdoppelte die Stärke der
Armee und hob Steuern ein, um den Unterhalt von Regierung und Militär zu gewährleisten.
Sie legte die Kanzleien von Österreich und Böhmen zusammen und zentralisierte somit die
Regierung. Justiz und Exekutive wurden vor der Zusammenlegung gemeinsam von der gleichen
Behörde ausgeübt. Maria Theresia schuf ein Höchstgericht, dessen Aufgabe es war, das
Recht in den österreichischen Landen aufrecht zu erhalten. Sie regelte den Schulbetrieb
durch Einführung der Schulpflicht in der "Allgemeinde Schulordnung". Diese
Reformen stärkten die Wirtschaft. |
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| Kupferstich 19. Jhdt |
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Maria Teresia Taler |
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| Noch bis heute wird in der von ihr gegründeten
Eliteschule Theresianum in Wien unterrichtet. In der Außenpolitik beendete sie das
Bündnis mit Großbritannien, auf Rat ihres Kanzlers Wenzel Anton Graf Kaunitz
(1711-1794), nachdem dieser den ehemaligen Spitzendiplomaten und langjährigen Berater des
Hofes, Freiherr von Bartenstein, 1753 außenpolitisch kaltgestellt hatte; Wien verbündete
sich mit Russland und Frankreich. 1751 ließ Maria Theresia in Wiener Neustadt die
Theresianische Militärakademie errichten. Die medizinische Fakultät der Universität
Wien wurde besser ausgestattet und die Universität um die "Neue Aula"
erweitert. Nachdem diese Reformen Wirkung gezeigt hatten, bereitete Maria Theresia die
Armee 1756 auf einen Angriff auf Preußen vor. Friedrich II. kam ihr aber zuvor und
marschierte in Sachsen - einem Verbündeten Österreichs - ein. Damit begann der
siebenjährige Krieg. Der Krieg endete 1763 mit dem Frieden von Hubertusburg, mit dem
Schlesien endgültig an Preußen fiel. |
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auszugsweise aus |
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