* 18. 8. 1750 Legnano b. Venedig (I),
7. 5. 1825 Wien, Komponist. Kam durch seinen Lehrer F. Gassmann, der ihn
mit dem Kaiser und den Größen des Wr. Musiklebens bekannt machte (u. a.
P.Metastasio und C. W. Gluck) 1766 nach Wien; ab 1770 Opernkomponist mit wechselndem
Erfolg; 1774 im Alter von 24 Jahren Hofkompositor, 1788 Hofkapellmeister. Hatte 1784-87
große Erfolge in Paris, wurde als Nachfolger C. W. Glucks gefeiert und galt als
"musikal. Papst"
Wiens. Nach dem Tod Josephs II. zog er sich immer mehr
aus dem öffentl. Leben zurück. S. zählt zu den Gründern der Ges. der Musikfreunde in
Wien (Erarbeitung der Statuten des Konservatoriums) und stellte das musikal. Programm für
den Wiener Kongress zusammen. Auch als Pädagoge war er bekannt (F.Schubert, L. v. Beethoven,
F. Liszt, J. N. Hummel, S. Sechter, F. X. Süßmayer; K. Cavalieri, A.
Milder-Hauptmann u. a.) In die Geschichte ist er v. a. durch das längst
widerlegte Gerücht eingegangen, er habe W. A. Mozart
vergiftet. S. verbindet durch sein langes Leben das Spätbarock (J. J. Fux) bzw. die
Frühklassik (F. Gassmann, C. W. Gluck) und die Hochromantik (F. Liszt).
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