Pfingsten
Fünfzig Tag nach Ostern
Jahr Ostersonntag Himmelfahrt Pfingstsonntag
2006 16. April 25. Mai 4. Juni
2007   8. April   17. Mai   27. Mai
2008 23. März 1. Mai 11. Mai
2009 12. April 21. Mai 31. Mai
2010 4. April 13. Mai 23. Mai
2011 24. April 2. Juni 12. Juni
2012 8. April 17. Mai 27. Mai
Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum sich jedes Jahr innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verschiebt. Die beweglichen christlichen Feiertage um Ostern herum werden vom Ostersonntag aus berechnet.
Auf dem ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde der Ablauf der astronomischen Ereignisse bis zum Ostersonntag so festgelegt:
Tagundnachtgleiche, die auf der Nordhalbkugel den Frühlingsanfang markiert
und als 21. März festgelegt wird
Erscheinen des ersten Vollmondes nach der Tagundnachtgleiche
Erster, auf den Vollmond folgender Sonntag, ist Ostersonntag
Der erste mögliche Termin für den Ostersonntag ist daher der 22. März, das letzte mögliche Datum der 25. April. Eine bekannte Formel zur Berechnung des Osterdatums im Gregorianischen Kalender wurde von Carl Friedrich Gauß beschrieben. Leider beschreibt diese die komplizierte Mondbewegung nur unzureichend. Zudem kann der Frühlingsbeginn astronomisch sowohl auf den 19., den 20. als auch 21. März fallen.
© Torsten Balzer - FOTOLIA
Pfingsten (von griech. pentekosté (heméra) „der fünfzigste (Tag)“) bezeichnet das Fest am fünfzigsten Tag nach Ostern (das entspricht dem 10. Tag nach Christi Himmelfahrt). Das Pfingstfest entstand aus dem jüdischen Schawuot (Wochenfest). Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals im Jahr 130 erwähnt. Seine theologischen Eckpfeiler sind die Entsendung des Heiligen Geistes, wie sie in der Apostelgeschichte (Kapitel 2) des Neuen Testaments beschrieben ist, und die offizielle Gründung der Kirche.
Pfingsten als religiöses Fest
Das Pfingstfest, auch bezeichnet als „Geburtstag der Kirche“, ist durch besondere religiöse Feiern geprägt. Es ist sowohl ein eigenes kirchliches Fest, an dem das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert wird, als auch zugleich der feierliche Abschluss der Osterzeit. Der Pfingstmontag wurde in einigen Ländern als zweiter Feiertag und Rest der ehemaligen Pfingstoktav beibehalten, zählt aber (nach heutiger römisch-katholischer Ordnung) liturgisch nicht mehr zur Osterzeit, sondern bereits zum Jahreskreis.

Zu den kirchlichen Feiern gehört das Gebet um das Kommen des Heiligen Geistes in der Pfingstnovene. Das Hochfest erstreckt sich von der Vesper am Vorabend bis zur Vesper am Pfingstsonntag. Zu den liturgischen Besonderheiten im feierlichen Gottesdienst der römisch-katholischen Liturgie gehört der Gesang der Pfingstsequenz Veni, Sancte Spiritus (Komm, Heiliger Geist), einer von insgesamt fünf verbliebenen Sequenzen im Ritus.
Pfingsten als gesellschaftlicher Festtag
Pfingsten ist in Deutschland heutzutage ein eher volkstümlich als kirchlich geprägtes Fest. In vielen Regionen existieren Pfingstbräuche, so zum Beispiel das Pfingstbaumpflanzen in der Lüneburger Heide, in Mecklenburg das Schmücken des Pfingstochsen oder der Wäldchestag in Frankfurt am Main. Viele Jugendgruppen führen Pfingstzeltlager durch. Auf der Zitadelle in Mainz findet alljährlich das OpenOhr Festival mit Kabarett, Foren und Livekonzerten rund um ein „Thema“ (2005: „Frauen“) statt.

Der Pfingstmontag ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland forderten Wirtschaftsverbände 2005 seine Abschaffung. Sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der FDP sprachen sich ebenso wie die Kirchen und Gewerkschaften gegen diesen Vorschlag aus. In Frankreich ist der Versuch der Regierung Raffarin, ihn 2005 erstmals zum unbezahlten Feiertag zu machen, am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Ein Regierungssprecher äußerte sich so dazu, dass eine Überprüfung des Gesetzes vorgenommen werden müsse, ob es nach diesen Erfahrungen dabei bleiben könne. In Schweden wurde der Pfingstmontag als Feiertag im Jahre 2005 abgeschafft. Stattdessen ist ab demselben Jahr der 6. Juni schwedischer Nationalfeiertag, auch ein gesetzlicher und damit arbeitsfreier Feiertag. In Italien wurde der Pfingstmontag als gesetzlicher Feiertag vor einigen Jahren abgeschafft.
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Pfingstbräuche
Pfingstbräuche: Pfingsten (griechisch "pentekosté hemerá" = 50. Tag nach Ostern) ist, entsprechend seiner Bedeutung als Fest der Herabkunft des Heiligen Geistes und des Gedenkens an das beginnende öffentliche Wirken der Kirche, Haupttermin für die Firmung, die neben ihrer religiösen Bedeutung ein weltliches Familienfest mit traditionellem Programm (Fiakerfahrt, Praterbesuch in Wien) geworden ist. Der theologische Gehalt des Pfingstfests wurde früher in den katholischen Kirchen durch das Herabschweben einer geschnitzten Taube aus dem Kirchengewölbe ("Heiligengeistloch", "Heiligengeistschwingen") visualisiert (vereinzelt noch in Tirol).

Waren früher Lärmumzüge zu Pfingsten ("Pfingstschnalzen") allgemein verbreitet, so gilt heute vor allem in Oberösterreich die Nacht auf den Pfingstmontag als "Bosheitsnacht" (Unruhnächte), in der die Burschen allerlei Unfug treiben. Das "Kranzelreiten" in Weitensfeld (Kärnten) und das "Kufenstechen" (slowenisch "stehvanje") in verschiedenen Orten des Gailtals scheinen Reste adeliger Reiterspiele zu sein. In Niederösterreich (Patzmannsdorf, Arbesthal) kennt man den Umzug des "Pfingstkönigs". Der früher in Niederösterreich verbreitete Brauch wurde in der Zwischenkriegszeit (Patzmannsdorf) bzw. Ende der 70er Jahre (Arbesthal) als Schul- und Kinderbrauch wieder eingeführt.
aus
aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk
14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs
www.aeiou.at
Weitere Ergebnisse zum Thema
Pfingsten
seite weiterempfehlen seite drucken nach oben nach oben