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| Geflügel |
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| Da die Anatomie
verschiedener Vogelarten sich kaum unterscheidet, erfolgt die
Unterteilung bzw. Zerlegung von Geflügel aller Art weitgehend
gleich. |
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| 1. |
Brust
Die Brust- bzw. Flugmuskulatur macht etwa 25 bis 35
Prozent des Gesamtgewichts aus. Unterteilt wird sie
in das größere Außenfilet (den Pectoralis, der zum
Senken der Flügel dient) und das wesentlich
kleinere, zartere Innenfilet (den Supracoracoideus
zum Heben der Flügel). Die Brust ist besonders mager
und neigt bei längerem Garen zum Trockenwerden. |
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| 2. |
Keule, Schenkel
Die Keule enthält zahlreiche kleinere Muskeln, die
durch dünne Fettschichten voneinander getrennt sind.
Sie ist aromatischer als die Brust, teils von
dunklerer Farbe, und kann länger gegart werden. Bei
größerem Geflügel werden Oberkeulen und Unterkeulen
auch getrennt angeboten, entbeinte Oberkeulen vom
Huhn als „Hähnchensteak“. |
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| 3. |
Flügel
Die Flügel enthalten nur sehr wenig Fleisch; es
ähnelt dem der Keulen. Sie werden als Bestandteil
des Geflügelkleins angeboten. Gegrillt oder gebraten
sind Hähnchenflügel als Imbiss besonders in der
US-amerikanischen Küche populär. |
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| 4. |
Rücken
Anders als bei Säugetieren enthält der Rücken von
Geflügel kaum Fleisch. Er eignet sich zum Auskochen
für Geflügelbrühe und gehört ebenfalls zum
Geflügelklein. |
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| 5. |
Pfaffenschnittchen
Die Pfaffenschnittchen liegen paarig auf Höhe der
Keulen neben der Wirbelsäule. Ihr Fleisch gilt als
besonders hochwertig. |
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| 6. |
Bürzel
Der Bürzel besteht im wesentlichen aus Fett- und
Drüsengewebe. Das Sekret dient den Vögeln zur
Gefiederpflege. Kulinarisch ist der Bürzel wertlos,
teilweise wird empfohlen, ihn vor der Zubereitung
ganzer Tiere zu entfernen. |
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| 7. |
Hals
Der Hals enthält um die Wirbelsäule nur wenig Fleisch,
das langfaserig, dunkel und aromatisch ist. Er gehört
zum Geflügelklein. Traditionell dient die Haut des
Gänsehalses als Hülle, um aus gegartem Gänseklein eine
Art Kochwurst herzustellen. |
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| Huhn |
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| Hähnchen |
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| Hähnchen oder Broiler sind – anders als der
Name nahelegt – Hühner beiderlei Geschlechts mit einem Gewicht
von 800 g bis 1200 g. Die in der heute üblichen Mast
eingesetzten Masthybriden sind auf sehr hohe tägliche Zunahmen
gezüchtet und erreichen ihr Schlachtgewicht bereits nach vier
bis fünf Wochen, bei langsam wachsenden Rassen, die vor allem in
der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt werden, nach etwa
sieben bis zehn Wochen. Schwerere und ältere Hähnchen werden
auch Poularden oder Masthähnchen genannt. |
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| Poularde |
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| Poularden sind junge Masthühner, die mit sieben
bis zwölf Wochen, also noch vor ihrer Geschlechtsreife,
geschlachtet werden. Sie wiegen von 1200 g bis zu 2500 g und
mehr. Maispoularden sind schwere (über 1200 g Verkaufsgewicht)
Exemplare des Maishuhns. Ein Maishuhn ist ein Huhn, welches
überwiegend mit Mais gefüttert wurde. Haut und Fleisch der
Maishühner sind leicht gelblich gefärbt. |
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| Suppenhuhn |
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| Suppenhühner sind meist zwölf bis 15 Monate
alte Legehennen, sie wiegen zwischen 1000 g und 2000 g.
Suppenhühner sind besonders aromatisch, müssen aber länger
gekocht werden, gebraten ist ihr Fleisch zäh. |
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| Truthahn |
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| Truthahn wird meistens als Pute, in der Schweiz
als Trute bezeichnet. Baby-Puten werden Jungtiere von 2000 g bis
3000 g genannt. Sie sind weniger aromatisch und saftig als
ältere Tiere. Junge Puten sind etwa acht Wochen alt und haben
ein Gewicht von 3000 g bis 4000 g. Puten oder Truthähne sind
neun Wochen bis fünf Monate alt. Die Weibchen wiegen bis zu 12
kg, die Männchen bis zu 20 kg. Sie werden vorwiegend zerlegt
oder weiterverarbeitet verkauft. |
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| Ente |
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| Hausenten |
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| Hausenten können verschiedenen Rassen
angehören. Die verbreitetste ist die Pekingente. Junge Enten
werden nach zwei bis drei Monaten geschlachtet (siehe auch:
Blutente) und wiegen etwa 1500 g bis 2000 g. Nach sechs Monaten
sind sie geschlechtsreif und wiegen bis zu 3.000 g. Hausenten
sind unter der Haut ziemlich fett . |
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| Flugenten |
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| Flugenten (Warzenenten) sind magerer und
muskulöser als Hausenten. Sie werden im Alter von etwa vier
Monaten geschlachtet, die Weibchen wiegen dann rund 2000 g, die
Männchen 3000 g bis 4000 g. Babarieenten sind eine häufig
angebotene Flugentenart. |
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| Gans |
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| Frühmastgans |
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Frühmastgänse sind etwa 10 bis 12 Wochen alt
und wiegen 2000 g bis 3400 g. |
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| Junge Gans |
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Junge Gänse sind etwa 9 Monate alt
und wiegen
4000 g bis 6000 g. |
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| Hafermastgans |
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Hafermastgänse können mehr als ein Jahr alt
sein,
werden aber selten angeboten. Sie wiegen oft über 6000 g. |
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| Stopfleber "Foie
gras" |
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Foie gras (französisch für „fette Leber“) oder
Stopfleber ist eine kulinarische Spezialität, die aus der Leber
von Gänsen oder Enten gewonnen wird.
Die Fettlebern entstehen durch eine bestimmte Mastform, das
Nudeln oder Stopfen, bei der den Tieren mittels eines Rohres
täglich mehrere Kilo Futterbrei in den Magen gepumpt werden.
Dadurch wiegen die Lebern bei der Schlachtung bis zu zwei
Kilogramm.
Diese Mastform wird heute in Deutschland, Österreich, der
Schweiz, Finnland, Polen und weiteren europäischen Ländern als
Tierquälerei angesehen und ist deshalb unter anderem in diesen
Ländern durch das Tierschutzgesetz verboten.
2005 wurde die Stopfleber von der französischen
Nationalversammlung in einem Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz
zum „nationalen und gastronomischen Kulturerbe“ erklärt und ist
dadurch von französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen.Aus der
Stopfleber wird auch die berühmte Pâté de Foie gras
(Gänseleberpastete) hergestellt. |
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Geflügel |
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| Geflügel
ist der Oberbegriff für alle
Vogelarten, die als Nutztiere
gezüchtet und gehalten werden
sowie für Wildvögel, die gezielt
zum Verzehr gejagt werden. Die
meisten der heute in Europa
gegessenen Geflügelarten gehören
zu den Hühnervögeln oder den
Gänsevögeln. Einige Arten werden
als Haustiere gehalten
(Hausgeflügel) und stellen eine
wichtige Nahrungsquelle dar.
Nicht gegessen wird
Ziergeflügel. |
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Geflügelfleisch hat einen niedrigen Fettgehalt
im Muskelgewebe und enthält wie andere
Fleischarten Protein, Vitamine und
Mineralstoffe. Wegen der möglichen
Verunreinigung durch Salmonellen sollte
Geflügelfleisch stets durchgegart werden. Einmal
aufgetautes Tiefkühlgeflügel darf nicht wieder
eingefroren werden.
Als Hausgeflügel gezüchtet werden Haushuhn,
Truthahn, Ente, Gans und Taube, seit ca. 1994,
ausgehend von Südafrika, auch Strauß. Als
Wildgeflügel oder Federwild gelten Fasan,
Rebhuhn, Perlhuhn und Wachtel. Enten und Fasan
werden sowohl gezüchtet als auch gejagt im
Handel angeboten. Perlhuhn und Wachtel sind zwar
gezüchtet, werden aber ihres Geschmacks wegen
zum Wildgeflügel gezählt. Die Geflügelzucht
erfolgt vor allem zur Gewinnung von tierischem
Eiweiß in Form von Fleisch und Eiern (vor allem
Hühner-, selten auch Wachtel- und Straußeneier). |
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|
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der |
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