Kartoffel mit der Schale gar kochen, schälen,
passieren.
Mit den übrigen Zutaten (Mehl, Ei, 10g Butter, Salz) zu einem
Teig vermischen. Den Teig walkt man ca. 1 cm dick aus und
schneidet kleine Vierecke daraus. In diese gibt man die
entkernten Marillen und formt kleine Knödel daraus. In kochendes
Salzwasser legen und 10 Min. köcheln lassen.
Butter und Brösel in der Pfanne anrösten und die Marillenknödel
darin wälzen. Abschließend mit Staubzucker bestreuen.
Tipp:
Ins Innere der entkernten Marillen ein Stück
Würfelzucker geben.
Marille
Die
Aprikose (Prunus armeniaca), in
Österreich und Südtirol Marille,
gehört wie die Pflaume zur
Untergattung Prunophora (Prunus
im engeren Sinne) der zu den
Rosengewächsen zählenden Gattung
Prunus. Die Aprikose stammt aus
Nordost-China nahe der
russischen Grenze, nicht aus
Armenien, wie der botanische
Name vermuten lässt. Sie
erreichte Armenien erst nach dem
3000-jährigen Durchwandern
Zentralasiens. Die Römer
brachten sie schließlich 70 v.
Chr. über Anatolien nach ganz
Europa.
Traditionelles Anbaugebiet für Aprikosen ist u.a.
die ungarische Tiefebene. Die Türken besaßen zur
Zeit ihrer Herrschaft über diese Ebene riesige
Aprikosenplantagen, jedoch verödeten diese
Gärten nach dem Abzug der Türken.
Mit dem Obstanbau begann man in der Tiefebene
erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als
sich diese Ebene aufgrund heftiger Sandstürme in
eine einzige Sandwüste zu verwandeln drohte. Zum
Binden des Flugsands erwiesen sich
Aprikosenbäume als besonders geeignet, da sie
nicht nur sandigen Boden sondern auch Hitze und
Trockenheit vertragen. Heutzutage werden
Aprikosen insbesondere in den Mittelmeerstaaten
wie Italien und Spanien angebaut. Es gibt jedoch
auch in nördlicher gelegenen Gebieten größeren
Anbau dieser Früchte, u.a. in der
österreichischen Wachau, im Südtiroler Vinschgau
und im schweizerischen Kanton Wallis. Das
weltweit größte Anbaugebiet für Aprikosen liegt
in der osttürkischen Provinz Malatya am Oberlauf
des Euphrat. Dort werden die süßen Aprikosen
entsteint und als ganze Frucht getrocknet.
Mittlerweile stammen ca. 95 % der in Europa
gehandelten getrockneten Aprikosen aus Malatya.
Seit einigen Jahren werden auch frische Früchte
nach Europa exportiert.
Aus Marillen werden zum Beispiel Marillenknödel
hergestellt. Marillenmarmelade ist
unverzichtbarer Bestandteil der Sachertorte und
wird unter anderem als Füllung der
Faschingskrapfen verwendet. Ein großer Teil der
Ernte wird auch zu Marillenschnaps gebrannt.
Sehr beliebt (und teuer) ist ebenfalls
Marillenessig.
Speziell in der Wachau wird die Marille gezogen
und bildet neben dem Weinbau einen weiteren
wichtigen Wirtschaftszweig. So handelt es sich
bei der Wachauer Marille um eine durch die EU in
Europa geschützte Ursprungsbezeichnung.
Alljährlich wird in Krems an der Donau das
Marillenfest gefeiert, wo es die verschiedensten
Spezialitäten mit der Marille als wesentlichsten
Bestandteil gibt. Jedes Jahr findet in Spitz an
der Donau der Marillenkirtag statt.