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Marillenknödel
aus Kartoffelteig
© Franz Pfluegl - Fotolia.com
Zutaten:
1000g   Marillen
500g   Kartoffel (mehlig)
150g   Mehl (griffig)
10g   Butter
    Salz
150g   Brösel
150g   Butter
    Staubzucker
Zubereitung:
Kartoffel mit der Schale gar kochen, schälen, passieren.
Mit den übrigen Zutaten (Mehl, Ei, 10g Butter, Salz) zu einem Teig vermischen. Den Teig walkt man ca. 1 cm dick aus und schneidet kleine Vierecke daraus. In diese gibt man die entkernten Marillen und formt kleine Knödel daraus. In kochendes Salzwasser legen und 10 Min. köcheln lassen.

Butter und Brösel in der Pfanne anrösten und die Marillenknödel darin wälzen. Abschließend mit Staubzucker bestreuen.
Tipp:
Ins Innere der entkernten Marillen ein Stück Würfelzucker geben.
Marille
Die Aprikose (Prunus armeniaca), in Österreich und Südtirol Marille, gehört wie die Pflaume zur Untergattung Prunophora (Prunus im engeren Sinne) der zu den Rosengewächsen zählenden Gattung Prunus. Die Aprikose stammt aus Nordost-China nahe der russischen Grenze, nicht aus Armenien, wie der botanische Name vermuten lässt. Sie erreichte Armenien erst nach dem 3000-jährigen Durchwandern Zentralasiens. Die Römer brachten sie schließlich 70 v. Chr. über Anatolien nach ganz Europa.
Traditionelles Anbaugebiet für Aprikosen ist u.a. die ungarische Tiefebene. Die Türken besaßen zur Zeit ihrer Herrschaft über diese Ebene riesige Aprikosenplantagen, jedoch verödeten diese Gärten nach dem Abzug der Türken.

Mit dem Obstanbau begann man in der Tiefebene erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich diese Ebene aufgrund heftiger Sandstürme in eine einzige Sandwüste zu verwandeln drohte. Zum Binden des Flugsands erwiesen sich Aprikosenbäume als besonders geeignet, da sie nicht nur sandigen Boden sondern auch Hitze und Trockenheit vertragen. Heutzutage werden Aprikosen insbesondere in den Mittelmeerstaaten wie Italien und Spanien angebaut. Es gibt jedoch auch in nördlicher gelegenen Gebieten größeren Anbau dieser Früchte, u.a. in der österreichischen Wachau, im Südtiroler Vinschgau und im schweizerischen Kanton Wallis. Das weltweit größte Anbaugebiet für Aprikosen liegt in der osttürkischen Provinz Malatya am Oberlauf des Euphrat. Dort werden die süßen Aprikosen entsteint und als ganze Frucht getrocknet. Mittlerweile stammen ca. 95 % der in Europa gehandelten getrockneten Aprikosen aus Malatya. Seit einigen Jahren werden auch frische Früchte nach Europa exportiert.
Aprikose - © unpict - Fotolia.com
Aus Marillen werden zum Beispiel Marillenknödel hergestellt. Marillenmarmelade ist unverzichtbarer Bestandteil der Sachertorte und wird unter anderem als Füllung der Faschingskrapfen verwendet. Ein großer Teil der Ernte wird auch zu Marillenschnaps gebrannt. Sehr beliebt (und teuer) ist ebenfalls Marillenessig.

Speziell in der Wachau wird die Marille gezogen und bildet neben dem Weinbau einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig. So handelt es sich bei der Wachauer Marille um eine durch die EU in Europa geschützte Ursprungsbezeichnung. Alljährlich wird in Krems an der Donau das Marillenfest gefeiert, wo es die verschiedensten Spezialitäten mit der Marille als wesentlichsten Bestandteil gibt. Jedes Jahr findet in Spitz an der Donau der Marillenkirtag statt.
Dieser Bericht basiert auf einem Artikel der
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